Opera: Kurzes JavaScript ließ Großauftrag platzen
Hintergrund war eine geplante Bestellung von neuen Servern. Das Investitionsvolumen Operas lag im Millionen-Bereich, berichtete Hallvord R. M. Steen, ein Mitarbeiter der Firma. Immerhin sollten die neuen Systeme helfen, das schnelle Wachstum der Verbreitung des Opera Mini-Browsers und den zu erwartenden Traffic-Anstieg durch die Dienste Opera Link und My Opera zu bewältigen.
Nachdem die Techniker ihre Anforderungen abgegeben hatten kalkulierte die Buchhaltung verschiedene Kostenvoranschläge durch, berichtete Steen. Die Stimmung in der IT-Abteilung beschreibt er so: "Ich bin mir sicher, dass unsere geliebten Systemadmins sich fühlten wie Kinder vor Weihnachten."
Als schließlich einige Testgeräte des fraglichen Herstellers eintrafen, folgte die Ernüchterung: Als die Admins die Server aufgestellt hatten riefen sie wie gewohnt das Web-Interface für die Konfiguration auf - und erhielten lediglich eine Fehlermeldung.
Eine Analyse des Problems ergab schließlich, dass der Zugriff mit dem Opera-Browser durch einen JavaScript-Code unterbunden wurde. Bis hin zum Technikchef waren darüber alle äußerst verärgert, so Steen. Der Vorfall sorgte letztlich dafür, dass die benötigten Systeme bei einem anderen Hersteller besorgt wurden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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