Spam: Sammelmethoden für Adressen untersucht

Spam & Phishing Eine Projektgruppe an der Indiana University in den USA hat untersucht, wie Spammer am häufigsten nach E-Mail-Adressen suchen. 22.230 Adressen wurden dafür über fünf Monate unter verschiedenen Voraussetzungen getestet. Einer der sichersten Wege, auf die Listen für den Versand unerwünschter Werbung zu kommen ist es demnach, die eigene Anschrift für elektronische Post bei der Nutzung von Kommentarfunktionen auf Webseiten zu hinterlassen. Je bekannter die Seite ist, umso größer ist auch das Risiko.

Deutlich geringer ist die Gefahr, dass eine Adresse missbrauch wird, die bei der Registrierung zu einem Online-Angebot einsetzt. In letzterem Fall landeten nur in vier von 70 Postfächern, die für diesen Zweck genutzt wurden, anschließend Werbe-E-Mails.

Getestet wurde auch, in welchem Umfang Spam-Bots Webseiten nach Adressen absuchen. Dafür stellten die Forscher eine Webseite ins Netz, auf der jeder Besucher eine komplett neu generierte elektronische Anschrift zu sehen bekam. Dabei stellte sich heraus, dass die automatischen Spider der Spam-Versender recht charakteristische Merkmale haben. Dies soll sie zukünftig leichter erkennbar machen, wodurch die Nutzer besser geschützt wären.

Überraschenderweise, so die Forscher, haben sich die Spammer bisher kaum auf einfache Tricks eingestellt, mit denen Nutzer ihre Adressen für Bots unerkennbar machen. Allein das Ersetzen des @-Zeichens durch ein für Menschen erkennbares Äquivalent wie "-at-" genügt, um die meisten Spider ins Leere laufen zu lassen.
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