Norwegen: Einziger Filesharing-Jäger verliert Lizenz

Filesharing Nachdem die Provider Norwegens bereits aufgefordert wurden, Vorratsdaten schnell zu löschen, ist die Verbreitung illegaler Kopien in Tauschbörsen in dem Land noch sicherer geworden. Die einzige Anwaltskanzlei, die eine Lizenz zur Verfolgung von Tauschbörsennutzern inne hatte, verlor diese nun. Die Kanzlei Simonsen hatte im Jahr 2006 lediglich eine befristete Erlaubnis von den Datenschutzbehörden erhalten, die IP-Adressen von Nutzern in Filesharing-Netzen auszuspähen und für die Strafverfolgung weiter zu verwenden.

Gekoppelt war die Genehmigung an die Voraussetzung, dass die norwegische Politik für klare rechtliche Regelungen in diesem Bereich sorgt. Das ist bisher aber nicht geschehen. Die Lizenz wurde nach ihrem jetzigen Auslaufen daher nicht verlängert, berichtete die Zeitung 'Dagbladet'.

Die Kanzlei will nun gegen die Nichtverlängerung der Lizenz Widerspruch einlegen, erklärte Anwalt Espen Tøndel. Wie er gegenüber der Zeitung ausführte, sei zu befürchten, dass die Rechteinhaber den Urheberrechtsverletzungen im Internet bald völlig chancenlos gegenüberstehen. "Man kann ihnen (den Rechteinhabern) doch nicht verwehren, ihre Interessen juristisch zu schützen", sagte Tøndel.
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