Nanotube-Chip: Durchbruch bei Langzeit-Speichern

Forschung & Wissenschaft Wissenschaftler aus den USA stehen offenbar vor einem entscheidenden Durchbruch, was die Langzeit-Archivierung von Daten angeht. Hierfür setzen sie so genannte Kohlenstoff-Nanoröhrchen ein. Die Forscher konnten unter Laborbedingungen einen Chip demonstrieren, auf dem sich pro Quadratzoll theoretisch mehrere Billionen Bit speichern lassen - wesentlich mehr als beispielsweise Flash-Speicher. Die Eigenschaften des Materials sollen dafür sorgen, dass die Informationen auch in Milliarden Jahren noch unverändert vorhanden sind.

Das wäre ein großer Schritt bei der Lösung des Archivierungs-Problems. Heutige Technologien haben ihre Schwachstellen: So verlieren Magnetbänder nach einigen Jahrzehnten ihre Speichereigenschaften, optische Medien sind oft noch deutlich schneller dem Verfall preisgegeben.

Die Nutzung der neuen Technologie soll außerdem relativ einfach sein. Wie die Wissenschaftler berichten, können die Nanoröhrchen-Chips wie gewöhnliche Bausteine in einem Rechner eingesetzt werden. Die Marktreife könnte außerdem bereits in etwa zwei Jahren erreicht sein.

Die Speicherung der Informationen in den Nanoröhrchen erfolgt durch ein kristallisiertes Eisen-Partikel, dass lediglich ein Fünfzigtausendstel der Dicke eines Menschlichen Haares hat. Je nach dessen Position wird ein Bit als 0 oder 1 kodiert.
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