Apple: Mac OS X 10.6 'Snow Leopard' ab September

MacOS Apple hat auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) sein neues Betriebssystem Mac OS X 10.6 angekündigt, das auf den Namen "Snow Leopard" hört. Es bringt viele kleine Verbesserungen mit und soll damit an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Laut Apple wurden 90 Prozent der Kernkomponenten überarbeitet. Die wichtigsten Anwendungen wurden umgeschrieben, um 64-Bit-Kompatibilität gewährleisten zu können. Somit können auch mehr als vier Gigabyte Hauptspeicher verwendet werden. Für eine zusätzliche Beschleunigung der Rechenleistung sorgt in Zukunft die Grafikkarte. Dazu haben die Entwickler die Open Computing Language (OpenCL) eingeführt.

Snow Leopard bringt auch optische Veränderungen mit: So wurde Exposé in das Dock integriert. Klickt man länger auf eines der Icons im Dock, so werden die dazugehörigen Fenster nebeneinander dargestellt. Dies soll für mehr Übersicht sorgen. Zudem basiert der Finder jetzt auf Cocoa.

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Unterstützung von Microsoft Exchange. Die Anwendungen Mail, iCal und das Adressbuch arbeiten jetzt mit der Microsoft-Lösung zusammen - ein entsprechender Server im Netzwerk wird automatisch erkannt.

Der Videoplayer Quicktime bekommt ein komplett neues Interface, das sehr stark an iTunes erinnert. Die Bedienelemente sind nur noch sichtbar, wenn die Maus beim Abspielen eines Videos bewegt wird. Zudem unterstützt die Software jetzt Hardwarebeschleunigung. Insgesamt soll Snow Leopard deutlich schneller sein als sein Vorgänger. Auf der Festplatte werden zudem sechs Gigabyte Speicherplatz weniger benötigt.

Mac OS X 10.6 wird ab September 2009 angeboten werden. Das Update ist bereits für 29 US-Dollar erhältlich und wird auf allen Macs mit Intel-Prozessor laufen.

Weitere Informationen: Mac OS X 10.6 'Snow Leopard'
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