Betreiber des Nugache-Botnetzes entgeht Haftstrafe

Hacker In den USA ist der Autor eines Wurmes, der zum Aufbau eines Botnetzes genutzt wurde, glimpflich davongekommen. Das Gericht sah im Verfahren von einer Haftstrafe ab. Der 20-jährige Jason Milmont hatte sich schuldig bekannt, im Jahr 2007 zwischen 5.000 und 15.000 Rechner mit dem Wurm "Nugache" infiziert zu haben. Er schloss die Systeme zu einem Botnetz zusammen und stahl Login- und Kreditkartendaten. Letztere nutzte er selbst für verschiedene Einkäufe.

Sicherheitsexperten zufolge gehörte das Botnetz zu einer der ausgeklügeltsten Infrastrukturen seiner Art. Im Prozess drohten dem Wurmautor nun bis zu fünf Jahre Haft. Allerdings beließ es der Richter bei einer Bewährungsstrafe. Milmont muss außerdem die Summe von 36.859 Dollar an die von ihm Geschädigten zurückzahlen - in Monatsraten von 250 Dollar.

Der zuständige Richter William Downes begründete seine milde Entscheidung damit, dass "der junge Mann ein großes Talent besitzt". Er wolle ihm die Chance geben, dieses für einen positiven Werdegang zu nutzen. In das Urteil spielte außerdem das niedrige Alter des Angeklagten zum Tatzeitpunkt hinein.

Wie ein Gutachter im Verfahren ausführte hatte Milmont das Botnetz mit einer Reihe von komplizierten Verschlüsselungstechnologien ausgestattet. Er nutzte außerdem den bis dahin einzigartigen Weg, die Infrastruktur über Peer-to-Peer-Methoden zu kontrollieren. Das machte eine Rückverfolgung zum Täter sehr schwer.
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