BioShock-Film: Guillermo del Toro bestätigt "desaströse Gespräche"
Filmemacher Guillermo del Toro hat nach fast zwei Jahrzehnten voller Gerüchte bestätigt, dass er über eine BioShock-Verfilmung verhandelte. Die frühen Gespräche endeten jedoch desaströs. Derweil plant Netflix eine eigene Filmversion des Spiels.
Der Schöpfer von Filmen wie Pans Labyrinth (das dieser Tage seinen 20. Geburtstag feiert) und Frankenstein erklärte, dass die Dynamik eines Videospiels grundlegend anders funktioniere als die eines Films. Zwar gebe es optische Parallelen bei der Kameraführung, doch die Art des Geschichtenerzählens unterscheide sich stark. In Spielen lösen Nutzer Rätsel und treffen Entscheidungen. Das erfordere laut del Toro eine Struktur, bei der man dem Publikum die Illusion eines grenzenlosen Sandkastens gebe, es aber gleichzeitig in eine bestimmte Richtung dränge.
Auf YouTube ansehen
Auch die Entwicklung eigener Videospiele ist für ihn kein Thema mehr. Nach den gescheiterten Projekten Insane und Silent Hills will er nach eigener Aussage "nie wieder" eigene Spiele machen. Dennoch lobte er Hideo Kojima, mit dem er u. a. bei Silent Hills zusammenarbeitete, ausdrücklich als Künstler, dem es ausschließlich um Geschichten gehe.
Privat spielt del Toro weiterhin Videospiele. Neben Titeln wie Left 4 Dead, Death Stranding und Shadow of the Colossus nannte er das Handyspiel Angry Birds als das Spiel, das er in jeder freien Minute spiele. Auch die Welt von BioShock schätzt er weiterhin als einen Gaming-Ort, in dem er sich für lange Zeit verlieren könne.
Statt eines gewaltigen Blockbusters erwartet das Publikum nun voraussichtlich ein kleineres Projekt mit einem "persönlicheren Blickwinkel". Wann der Film erscheint, ist derzeit aber unklar. Ein früherer Versuch mit dem Regisseur Gore Verbinski war bereits vor Jahren an zu hohen Kosten und der gewünschten Altersfreigabe gescheitert.
Was denkt ihr über die geplatzten BioShock-Pläne von Guillermo del Toro? Hättet ihr seine Vision gerne auf der Leinwand gesehen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Guillermo del Toro wollte das beliebte Videospiel BioShock verfilmen
- Frühe Verhandlungen scheiterten laut ihm nach desaströsen Telefonaten
- Künftige Videospieladaptionen schließt der bekannte Regisseur völlig aus
- Eigene Games plant der Filmemacher nach mehreren Fehlschlägen nie wieder
- Derzeit arbeitet Francis Lawrence an einer Filmumsetzung für Netflix
- Für das geplante Netflix-Projekt wurde das Budget jedoch stark gekürzt
BioShock-Gerüchte bestätigt
Der Filmemacher Guillermo del Toro hat nach fast zwei Jahrzehnten der Spekulationen offiziell bestätigt, dass er für eine Verfilmung des Videospiels BioShock im Gespräch war bzw. er von sich aus eine Umsetzung auf den Weg bringen wollte. Die ersten Verhandlungen über das Projekt scheiterten jedoch frühzeitig und spektakulär.Der Schöpfer von Filmen wie Pans Labyrinth (das dieser Tage seinen 20. Geburtstag feiert) und Frankenstein erklärte, dass die Dynamik eines Videospiels grundlegend anders funktioniere als die eines Films. Zwar gebe es optische Parallelen bei der Kameraführung, doch die Art des Geschichtenerzählens unterscheide sich stark. In Spielen lösen Nutzer Rätsel und treffen Entscheidungen. Das erfordere laut del Toro eine Struktur, bei der man dem Publikum die Illusion eines grenzenlosen Sandkastens gebe, es aber gleichzeitig in eine bestimmte Richtung dränge.
Auf YouTube ansehenDesaströse Telefonate
Wie der Filmemacher in einem Interview mit IGN verriet, verliefen die damaligen Verhandlungen alles andere als harmonisch. Die Diskussionen über die BioShock-Adaption bestanden demnach nur aus wenigen Telefonaten, die er als einige der "desaströsesten Gespräche" seiner gesamten Karriere bezeichnete. Infolgedessen schließt er künftige Videospielverfilmungen aus.Auch die Entwicklung eigener Videospiele ist für ihn kein Thema mehr. Nach den gescheiterten Projekten Insane und Silent Hills will er nach eigener Aussage "nie wieder" eigene Spiele machen. Dennoch lobte er Hideo Kojima, mit dem er u. a. bei Silent Hills zusammenarbeitete, ausdrücklich als Künstler, dem es ausschließlich um Geschichten gehe.
Privat spielt del Toro weiterhin Videospiele. Neben Titeln wie Left 4 Dead, Death Stranding und Shadow of the Colossus nannte er das Handyspiel Angry Birds als das Spiel, das er in jeder freien Minute spiele. Auch die Welt von BioShock schätzt er weiterhin als einen Gaming-Ort, in dem er sich für lange Zeit verlieren könne.
Aktuelle Filmpläne für Netflix
Eine filmische Umsetzung von BioShock befindet sich unabhängig von del Toro weiterhin in Arbeit. Im Jahr 2022 wurde angekündigt, dass Francis Lawrence, Regisseur der Hunger-Games-Filme, die Inszenierung des Netflix-Films übernehmen soll. Im Jahr 2024 gab der Produzent Roy Lee jedoch bekannt, dass das Budget für den Film deutlich gekürzt wurde.Statt eines gewaltigen Blockbusters erwartet das Publikum nun voraussichtlich ein kleineres Projekt mit einem "persönlicheren Blickwinkel". Wann der Film erscheint, ist derzeit aber unklar. Ein früherer Versuch mit dem Regisseur Gore Verbinski war bereits vor Jahren an zu hohen Kosten und der gewünschten Altersfreigabe gescheitert.
Was denkt ihr über die geplatzten BioShock-Pläne von Guillermo del Toro? Hättet ihr seine Vision gerne auf der Leinwand gesehen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Großer Leak zu BioShock 4: Eiskaltes Setting und neue Gegner enthüllt
- Endlich ein Lebenszeichen: Netflix verrät mehr zum Bioshock-Film
- Spiel fiel intern durch: BioShock 4-Entwicklung steckt in der Krise
- BioShock - Epic verschenkt derzeit alle drei Teile des Kultspiels
- Ein Fan-Traum wird wahr: BioShock wird von Netflix verfilmt
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
BioShock-Videos
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Neues Datum für Sternennacht: Forscher simulieren van Goghs Himmel
- Blu-ray: Sony stellt Vertrieb seines letzten Standalone-Players ein
- Nach iOS-Jailbreak-Comeback: Jetzt ist auch noch der Hackintosh zurück
- Amazon Kindle+: Bekannte Unlimited-Lese-Flatrate erhält neuen Namen
- US-Plattformen und KI setzen deutsche Medien stark unter Druck
- Windows 98 SE bekommt USB 4 & Thunderbolt - dank KI-Vibe-Coding
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen