Pirate Bay-Prozess: Erste Erfolge für die Betreiber

Filesharing Im Prozess gegen die Betreiber des BitTorrent-Trackers "The Pirate Bay" hat die Staats- anwaltschaft bereits nach dem ersten Verhandlungstag die Hälfte der Klagepunkte fallen lassen. Den Vorwurf der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung zog man nun zurück. Damit sind die schlimmsten Klagepunkte vom Tisch. Nach der ersten Anhörung räumte der Ankläger Håkan Roswall ein, dass er die Technologie falsch verstanden habe und seine Beweise nicht zwingend mit "The Pirate Bay" in Verbindung zu bringen seien.

Während der ersten Anhörung wurden verschiedene Beispiel-Downloads präsentiert. Man habe aber nicht belegen können, dass diese erst durch den Tracker aus Schweden heruntergeladen werden konnten, berichtete die britische Tageszeitung 'The Guardian'.

"Es ist sehr selten, dass man die Hälfte des Zieles bereits nach etwas mehr als einem Tag erreicht", sagte Per Samuelson, Anwalt der Pirate Bay-Betreiber. Es habe sich gezeigt, dass sie Staatsanwaltschaft die Ausführungen der Verteidigung sehr genau mitverfolgt habe.

Bestehen bleibt aber der Vorwurf, zumindest die Bereitstellung von urheberrechtlich geschütztem Material unterstützt zu haben. Dieser wäre aber mit deutlich geringeren Strafen belegt. Roswall kündigte an, eine entsprechend geänderte Klageschrift vorzulegen.

Danke für den Hinweis an unseren Leser Philipp B.
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