Windows XP: Microsoft geht gegen Fälschungen vor

Wirtschaft & Firmen Der Software-Konzern Microsoft will mit verstärkten Testkäufen Anbietern illegaler Kopien seiner Software auf die Spur kommen. Im Mittelpunkt steht dabei Windows XP. Wenn, wie nun bei dieser Version des Microsoft-Betriebssystems, der Verkaufsstopp naht, steigt oft die Anzahl illegaler Kopien, teilte das Unternehmen mit. Aus diesem Grund habe man in den vergangenen Wochen zahlreiche Testkäufe durchgeführt. Sie zeigten, dass auch jetzt die Zahl der Fälschungen wieder deutlich zunahm.

"Mit den Testkäufen decken wir den Vertrieb illegaler Kopien auf, um im Anschluss die Fälscher zur Verantwortung zu ziehen", sagte Robert Helgerth, Direktor Mittelstand & Partner bei Microsoft Deutschland. Zusätzlich klärt das Unternehmen Kunden und Partner verstärkt über die Folgen von Softwarepiraterie auf. "Uns ist es wichtig, dass jemand, der Software kaufen möchte, nicht Betrügern und Fälschern zum Opfer fällt", so Helgerth weiter.

Um Kunden und Händler zu schützen, ruft Microsoft dazu auf, Softwarepiraterie zu melden. Sollten Endverbraucher oder Unternehmer Raubkopien angeboten bekommen oder merken, dass ihnen gefälschte oder manipulierte Software verkauft wurde, solle man sich an den Konzern wenden. Dies kann auf Wunsch auch anonym erfolgen.

Sollte sich ein Verdacht bestätigen, leite Microsoft dann weitere Schritte in die Wege. Dazu zählen beispielsweise die bereits erwähnten Testkäufe. Per Abmahnung, Klage oder Strafanzeige geht Microsoft gegen betrügerische Händler vor und arbeitet darüber hinaus eng mit Zoll, Polizei- und Ermittlungsbehörden zusammen.
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