10 Jahre Microsoft PID: Erfolge gegen Fälschungen
Seit dem 1. Oktober 1999 bietet Microsoft Fachhändlern und Kunden die kostenlose Überprüfung verdächtiger Produkte an. Eindeutig getäuschten Kunden ersetzt Microsoft in der Regel die Fälschungen kostenfrei gegen Originale. Gegen die Einsender stellt Microsoft grundsätzlich keine Strafanträge.
Neben den eingesandten Produkten prüft der PID-Service auch immer wieder Produkte, die ihm von den Ermittlungsbehörden zur Begutachtung übergeben wurden. Mit Hilfe des PID-Services ist es Microsoft in der Vergangenheit immer wieder gelungen, global agierende Fälscherbanden aufzudecken, teilte das Unternehmen mit.
Vier Mitarbeiter vom PID-Team begutachten die eingesandten Produkte und informieren in der Regel den Einsender innerhalb von 24 Stunden nach Eingang des Produktes bei Microsoft über das Ergebnis.
Einer Untersuchung von Microsoft zufolge enthielt von knapp 350 getesteten Windows XP-Fälschungen fast die Hälfte Spyware, Malware oder andere schädliche Programme. Über ein Drittel der CDs konnte nicht vollständig installiert werden.
Wie der PID-Service beobachtet, gibt es im Vergleich zur Situation vor zehn Jahren inzwischen weniger professionelle Fälschungen, dafür aber mehr Manipulationen, die immer trickreicher werden. Insbesondere werden echte Bestandteile von Microsoft-Produkten mit gefälschten vermischt, um letzteren den Anschein von Originalität zu geben. Über 80 Prozent der vom PID-Service als illegal identifizierten Produkte waren Windows-Fälschungen oder -Manipulationen. Auf dem zweiten Rang der Negativ-Hitliste lag Microsoft Office mit 11 Prozent.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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