Vista: Upgrade-Probleme machten HP zu schaffen

Windows Vista Als Windows Vista auf den Markt kam, gab es teilweise massive Probleme beim Upgrade auf das damals neue Betriebssystem. Wie groß die Schwierigkeiten waren, zeigen nun offen gelegte E-Mails, in denen sich der Chef von HP bei Microsoft beschwerte. Auszüge der E-Mails wurden im Rahmen des derzeit in den USA anhängigen Verfahrens um das so genannte "Vista Capable"-Programm öffentlich gemacht. Darin bemängelte Mark Hurd, Chef des Computerherstellers Hewlett-Packard, dass die große Zahl der Anrufe wegen Problemen beim Upgrade auf Vista die Callcenter seines Unternehmens überfluteten.

Seine E-Mail richtete sich direkt an Steve Ballmer, der damals bereits Chef von Microsoft war. Ballmer und seine Kollegen in der Führungsetage seien sich der Probleme wahrscheinlich durchaus bewusst, hieß es weiter. Der Microsoft-Boss soll deshalb nun im Streit um das "Vista Capable"-Programm vor Gericht aussagen.

Microsoft hatte bisher immer beteuert, er sei nicht direkt in die Entscheidungen um das umstrittene Logo-Programm zur Kennzeichnung von weniger leistungsfähigen Computern einbezogen worden. Für die Kläger stellt Hurds E-Mail nun einen Beweis für das Gegenteil dar.

Tatsächlich gibt es bisher noch keinen Beleg dafür, dass Ballmer tatsächlich auf Hurds E-Mail geantwortet hat. Er leitete die Beschwerde des Chefs des damals schon größten Computerherstellers der Welt jedoch definitiv an einige seiner engsten Vertrauten weiter. Die Kläger vermuten nun, dass Ballmer und Hurd sich später per Telefon unterhielten.
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