Klage gegen unbezahlte Überstunden wegen Vista
Im Auftrag von Beschäftigten der US-Krankenversicherung Cigna zieht der Anwalt Mark Thierman nun vor Gericht. Das Unternehmen stattete seine Rechner vor einiger Zeit mit Windows Vista aus. Laut Thierman müssten nun viele Beschäftigte etwa zwei Stunden pro Woche länger an ihrem Arbeitsplatz verbringen, ohne dafür bezahlt zu werden.
Betroffen sind vor allem Mitarbeiter in Call Centern. Diese kommen zum Schichtbeginn in ihr Büro und schalten den PC ein. Vor allem bei älteren Systemen kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis der Beschäftigte sich vom vollständig hochgefahrenen Rechner in die Firmen-Anwendung eingeloggt hat.
Erst von diesem Moment an wird die Arbeitszeit gemessen. Diese endet mit dem Ausloggen aus dem Firmennetz. Dann muss der Rechner noch vor dem Verlassen des Büros heruntergefahren werden. Dies nimmt ebenfalls längere Zeit in Anspruch und verschwendet die Zeit des Mitarbeiters, wenn dieser sich vergewissern will, dass der PC sich wirklich komplett abschaltet, so Thierman.
Vor Gericht will man nun durchsetzen, dass auf eine Arbeitszeitmessung umgestellt wird, die von der Anwesenheit im Büro ausgeht. Immerhin sei es nicht die Schuld der Beschäftigten, dass durch den Boot-Vorgang Zeit vergeudet wird.
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Christian Kahle
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