Medienindustrie lässt Tracker Torrent.to abschalten

Filesharing Die Medienindustrie hat für eine Abschaltung des BitTorrent-Trackers Torrent.to gesorgt. Mit einer einstweiligen Verfügung wurde der niederländische Webhoster Euroaccess gezwungen, die Seite abzuschalten und Betreiber-Daten herauszugeben. Bei der Aktion arbeitete die deutsche "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" (GVU) mit dem niederländischen Schwesterverband "Bescherming Rechten Entertainment Industrie Nederland" (BREIN) zusammen. Gegen den Webhoster strengte man ein zivilrechtliches Verfahren an, gegen die Betreiber will man strafrechtlich vorgehen.

Der Richter am zuständigen Amsterdamer Gericht gab dem Antrag der Verbände statt und begründete dies damit, dass der Webhoster durch seine Untätigkeit in dem Fall massive Urheberrechtsverletzungen ermögliche. Dass es sich nicht um ein legales Angebot handle, müsse dem Unternehmen nach den ersten Hinweisen durch die Medienindustrie klar gewesen sein.

Nach Angaben der GVU weisen Indizien, wie etwa deren schwerpunktmäßige Ausrichtung auf den deutschsprachigen Markt, auf einen Betrieb durch deutsche Staatsbürger hin. Gegen diese will man ein Strafverfahren einleiten.

Die Seite ist derzeit nicht erreichbar. Vor wenigen Stunden teilten die Betreiber noch mit, dass es sich nur um eine kurzzeitige Abschaltung handle, die wegen der Wartung einiger Skripte notwendig wurde. Dieser Hinweis ist inzwischen verschwunden. Bereits in den vergangenen Wochen war das Portal allerdings häufig nicht erreichbar.
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