Alles unter 32 GB irrelevant:
Microsoft sortiert die PC-Landschaft um

Microsoft hat kürzlich begonnen, bei seinen Surface-Produkten teils auf die Kennzeichnung als "Copilot+ PCs" zu verzichten. Ei­ne interne Präsentation verrät jetzt, dass sich der Maßstab verscho­ben hat - und gibt Auskunft über die CPU-Pläne von AMD, Intel & Co.
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  • Eine interne Präsentation zeigt Microsofts neue Klassifizierung für KI-PCs
  • Das Konzept der Hybrid-Intelligenz bündelt lokale Rechner und Cloud-Dienste
  • Gewöhnliche Computer mit bis zu 16 Gigabyte RAM gelten nur noch als Tier 0
  • Erst Systeme mit mindestens 32 Gigabyte RAM erreichen den Copilot+-Status
  • Leistungsstarke Builder-PCs mit 128 Gigabyte Speicher bilden die zweite Stufe
  • Für lokale Supercomputer der Stufe 3 sind sehr starke Plattformen vorgesehen

Normale PCs gelten nicht mehr als 'Copilot+ PCs'

Während die großen Prozessorhersteller nach außen natürlich schweigen, was ihre kommenden Produktgenerationen angeht, informiert man Partner wie Microsoft üblicherweise bereits vorab. Ein jetzt veröffentlichter Auszug aus einer internen Präsentation verrät, wie Microsoft und seine CPU-Partner den Markt für PCs und sogenannte "Copilot+ PCs" künftig sortieren. Nebenbei verrät der Slide auch, welche Chips AMD, Intel & Co aktuell in der Pipeline haben.

Die Folie, welche jüngst vom X/Twitter-Leaker HXL (via WCCFtech) veröffentlicht wurde, trägt den Titel "Windows ist das Zuhause der Hybrid-Intelligenz". Gemeint ist damit die Kombination aus lokal laufenden KI-Anwendungen und den in gigantischen Rechenzentren betriebenen KI-Diensten. Microsoft teilt das PC-Angebot demnach in vier Stufen, wobei aktuell ganz normale PCs mit acht bis 16 Gigabyte RAM in den sogenannten "Tier 0" fallen.

Erst ab 32 GB RAM wird es relevant

Erst mit 32 und 64 Gigabyte RAM sieht Microsoft neue Windows-Systeme im "Tier 1" offenbar als "Copilot+ PC", da auf diesen auch anspruchsvollere KI-Aufgaben lokal ausgeführt werden können. Im "Tier 2" sind die sogenannten "Builder PCs" zu finden, die mit 128 GB oder mehr Arbeitsspeicher für die lokale Entwicklung und den Betrieb von KI-Sprachmodellen genutzt werden können. Als "Tier 3" bezeichnet man sogenannte "Supercomputer", die hochentwickelte KI-Modelle lokal nutzbar machen sollen. Windows is the home of hybrid intelligenceMicrosoft-Slide: Windows is the home for hybrid intelligence Die Folie macht deutlich, dass die sogenannten "Copilot+ PCs" der nächsten Generation mit Intel Core Ultra 3 und 4 sowie mit Ryzen AI 400 und 500 daherkommen sollen. Das untere Segment des Marktes wird hingegen von Intel Core Series 3/4, AMD Ryzen 100/200 und Qualcomms günstigeren Snapdragon-SoCs bedient.

Windows soll auf lokalen 'Supercomputern' laufen

Bei den für anspruchsvollere KI-Anwendungen auf lokaler Ebene verwendeten PCs mit 64 oder mehr GB RAM sollen hingegen die AMD Ryzen AI Max+ 400 Chips, die nächste Generation der Intel Core Ultra Prozessoren und Nvidias RTX Spark N1X zum Einsatz kommen, wobei diese auch die Basis der sogenannten "Builder PCs" mit 128 GB oder mehr bilden werden, heißt es.

Mit den sogenannten "Supercomputern" für den lokalen Einsatz will Microsoft die Verwendung von Windows bezüglich der lokal verfügbaren KI-Leistung sogar noch weiter steigern. In dieses Segment werden künftig demnach Intel "Crescent Island"-Plattformen, Nvidias GB300 DGX Station und eine unbekannte neue AMD-Plattform fallen.

Der ganz normale PC, wie wir ihn kennen, mit seinen acht oder 16 GB wird hingegen zum generischen "Windows PC" degradiert. Da bisher unklar ist, wie alt der Auszug aus der Microsoft-Präsentation ist, lässt sich nur schwer einschätzen, ob die Redmonder tatsächlich weiter vom "Copilot+ PC" sprechen werden, wenn es um KI-fähige Windows-Computer geht. Sicher scheint aber, dass man die Messlatte deutlich höher anlegen will.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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