Copilot+ PCs: Microsoft gibt Label für KI-fähige PCs offenbar auf

Die Ära der "Copilot+ PCs" ist wohl vorbei. Mit der Einfüh­rung der neuesten Surface-Modelle mit Snapdragon-X2-Serie ver­zich­tet Microsoft sogar selbst auf die Bezeichnung, die bisher für PCs ver­wen­det wurde, welche eine Mindestleistung für KI-Dienste bieten.
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    Neue Surface-Modelle sind keine 'Copilot+ PCs' mehr

    Microsoft hat gestern die neuen Versionen des Surface Pro mit 12-Zoll-Display und des Surface Laptop mit 13-Zoll-Bildschirm vorgestellt, die mit aktualisierten Prozessoren von Qualcomm an den Start gehen. Die neuen Modelle mit Snapdragon-X2-Chips werden überraschenderweise nicht mehr als "Copilot+ PC" bezeichnet, was nahelegt, dass Microsoft das mit großem Aufwand eingeführte Branding wieder an den Nagel hängt.

    Gegenüber Windows Central bestätigte Microsoft Corporate Vice President Brett Ostrum, dass man die Geräte nicht mehr als "Copilot+ PCs" bezeichnet. Sie würden allerdings alle Anforderungen an derartige Produkte erfüllen. Warum man auf die Kennzeichnung verzichtet, verriet Ostrum allerdings nicht. Von Qualcomm gab es zu dem Thema ebenfalls keine eindeutige Aussage.

    So bewarb Microsoft 2024 die ersten Copilot+ PCs

    Kampagne gefloppt, Copilot unbeliebt

    Denkbar wäre, dass die Redmonder und ihre Partner ab sofort auf die Kennzeichnung von Rechnern mit mindestens 45 TOPS KI-Leistung verzichten, weil die meisten neu auf den Markt kommenden PCs jenseits der 1000-Euro-Marke ohnehin eine Neural Processing Unit (NPU) mitbringen, welche die Anforderungen erfüllt.

    Gleichzeitig dürften die Anforderungen bei vielen Geräten durch die von der Speicherkrise verursachten massiven Sparzwänge nur noch schwer zu erfüllen sein. Ein weiterer Faktor könnte auch sein, dass die Marketingkampagne rund um die "Copilot+ PCs" schlicht nicht gezündet hat.

    Wollte man einst mit lokal laufenden Funktionen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz wie dem weitestgehend gefloppten Windows Recall punkten, dürften die meisten Anwender KI-Dienste bisher nur online nutzen. Überdies ist Microsofts KI-Chatbot Copilot nicht unbedingt beliebt.

    Zusammenfassung
    • Neue Surface-Modelle verzichten überraschend auf das Copilot+-Label
    • Die Hardware erfüllt weiterhin sämtliche Kriterien für KI-Rechner
    • Microsoft nennt derzeit keine konkreten Gründe für die Abkehr vom Namen
    • Moderne Geräte besitzen inzwischen standardmäßig starke NPU-Einheiten
    • Das Marketing rund um Windows Recall und Copilot konnte kaum überzeugen

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