AMD auf dem Weg, Intel als größten x86-Hersteller zu überholen
AMD befindet sich, natürlich dank der großen Nachfrage rund um Prozessoren für den Einsatz in KI-Rechenzentren, auf einem Höhenflug. Es läuft sogar so gut, dass man für das nächste Quartal erwartet, mehr Geld einzunehmen als Hauptkonkurrent Intel.
Gleichzeitig gab es schlechte Nachrichten aus dem Gaming-Bereich, was angesichts der explodierenden Speicherpreise nicht überrascht. So gingen die Umsätze aus Client- und Gaming-Produkten um acht Prozent auf nur noch 3,7 Milliarden Dollar (etwa 3,2 Milliarden Euro) zurück. Der Rückgang fiel sogar noch höher aus als bei Intel, wo fünf Prozent weniger Umsatz aus dem Client-Geschäft zuletzt für einen starken Einbruch des Aktienkurses gesorgt hatten.
Damit würde AMD den Platzhirsch Intel beim Umsatz schlagen und somit, zumindest auf Grundlage seiner Einnahmen, zum größten Anbieter von x86-Prozessoren aufsteigen. Für 2027 erwartet AMD weiteres starkes Wachstum. Das CPU-Geschäft und der Verkauf von Produkten für KI-Rechenzentren sollen nach Einschätzung von AMD-Chefin Lisa Su dafür sorgen, dass der Umsatz erneut um mehr als 80 Prozent steigt.
Interessant ist dabei, dass AMDs Umsatzrückgang bei Client- und Gaming-Produkten hauptsächlich durch schleppende Verkäufe von Grafikkarten ausgelöst wurde. Der Verkauf von CPUs bzw. APUs lief zuletzt unterdessen bestens, womit AMD im dritten Quartal ein siebenprozentiges Umsatzwachstum auf zuletzt 2,9 Milliarden Dollar (etwa 2,5 Milliarden Euro) verzeichnen konnte. Als Grund dafür nannte Su die guten Verkaufszahlen von Ryzen-Mobile-Prozessoren.
Diese Nachfrage kam laut der AMD-Chefin vor allem aus dem Business-Markt, wo sich mehr große Firmen für Ryzen-Pro-Plattformen für ihre Mitarbeiter-PCs entschieden. Durch diesen Trend profitiert AMD auch langfristig, schließlich bringen große Firmen oft über längere Zeit höhere Einnahmen. Die Börse belohnte AMDs positive Prognosen mit einem Anstieg des Aktienkurses um bisher fast sieben Prozent.
Siehe auch:
- AMDs Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal um 45 Prozent auf 13,4 Milliarden Dollar
- Das Geschäft mit Datenzentren verdoppelte sich beinahe auf 8,5 Milliarden Dollar
- Explodierende Speicherpreise drückten die Gaming-Erlöse um acht Prozent nach unten
- Im vierten Quartal könnte AMD mit 17 Milliarden Dollar an Konkurrent Intel vorbeiziehen
- Gute Verkäufe von Mobilprozessoren stärkten den Bereich der Client-Prozessoren
- Eine hohe Nachfrage aus Firmenkundenkreisen nach Ryzen Pro stützt das Geschäft
Verdient AMD bald mehr mit x86-CPUs als Intel?
AMD hat gestern seine neuesten Geschäftszahlen verkündet. Durch die Nachfrage rund um Server-Produkte konnte AMD seinen Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres deutlich steigern. Insgesamt legte der Umsatz um 45 Prozent auf zuletzt 13,4 Milliarden Dollar (etwa 11,6 Milliarden Euro) zu, wobei das Data-Center-Business mit 8,5 Milliarden Dollar (etwa 7,4 Milliarden Euro) ein Plus um ganze 97 Prozent verzeichnete.Gleichzeitig gab es schlechte Nachrichten aus dem Gaming-Bereich, was angesichts der explodierenden Speicherpreise nicht überrascht. So gingen die Umsätze aus Client- und Gaming-Produkten um acht Prozent auf nur noch 3,7 Milliarden Dollar (etwa 3,2 Milliarden Euro) zurück. Der Rückgang fiel sogar noch höher aus als bei Intel, wo fünf Prozent weniger Umsatz aus dem Client-Geschäft zuletzt für einen starken Einbruch des Aktienkurses gesorgt hatten.
AMD erwartet weiter kräftiges Plus
Anders als Intel erwartet AMD aber für das laufende vierte Quartal 2026 ein kräftiges Plus beim Umsatz. Intel hatte zuletzt von einem leichten Umsatzplus von 15 Milliarden Dollar (etwa 13 Milliarden Euro) auf etwa 16 Milliarden Dollar (etwa 13,9 Milliarden Euro) gesprochen. Bei AMD geht man aber davon aus, dass das Unternehmen sich gegenüber dem dritten Quartal noch einmal kräftig steigern kann und bald einen Umsatz von 17 Milliarden Dollar (etwa 14,8 Milliarden Euro) für das vierte Quartal vermelden wird.Damit würde AMD den Platzhirsch Intel beim Umsatz schlagen und somit, zumindest auf Grundlage seiner Einnahmen, zum größten Anbieter von x86-Prozessoren aufsteigen. Für 2027 erwartet AMD weiteres starkes Wachstum. Das CPU-Geschäft und der Verkauf von Produkten für KI-Rechenzentren sollen nach Einschätzung von AMD-Chefin Lisa Su dafür sorgen, dass der Umsatz erneut um mehr als 80 Prozent steigt.
Interessant ist dabei, dass AMDs Umsatzrückgang bei Client- und Gaming-Produkten hauptsächlich durch schleppende Verkäufe von Grafikkarten ausgelöst wurde. Der Verkauf von CPUs bzw. APUs lief zuletzt unterdessen bestens, womit AMD im dritten Quartal ein siebenprozentiges Umsatzwachstum auf zuletzt 2,9 Milliarden Dollar (etwa 2,5 Milliarden Euro) verzeichnen konnte. Als Grund dafür nannte Su die guten Verkaufszahlen von Ryzen-Mobile-Prozessoren.
Diese Nachfrage kam laut der AMD-Chefin vor allem aus dem Business-Markt, wo sich mehr große Firmen für Ryzen-Pro-Plattformen für ihre Mitarbeiter-PCs entschieden. Durch diesen Trend profitiert AMD auch langfristig, schließlich bringen große Firmen oft über längere Zeit höhere Einnahmen. Die Börse belohnte AMDs positive Prognosen mit einem Anstieg des Aktienkurses um bisher fast sieben Prozent.
Siehe auch:
- CPU-Marktanteile: AMD unaufhaltsam, Intel verliert in allen Bereichen
- CPU-Marktanteile: AMD unaufhaltsam - Intel weiter mit Abwärtstrend
- AMD mit Rekord: CPU-Marktanteile auf Allzeithoch - Intel verliert weiter
- Lücke im High-End-Gaming: Intel will AMD mit "Nova Lake" angreifen
- AMD-Chefin Lisa Su warnt vor CPU-Engpässen über die nächsten 5 Jahre
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
AMDs Aktienkurs
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