BYD Yangwang U9 Xtreme:
China-Hypercar bricht 500-km/h-Rekord

Der chinesische Automobilhersteller BYD hat mit dem Yangwang U9 Xtreme einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Serienfahrzeuge aufgestellt. Das über 3000 PS starke Elektroauto erreichte auf einer öffentlichen Straße in Abu Dhabi eine Spitze von 503,17 km/h.
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BYD
  • Der BYD Yangwang U9 Xtreme erreicht in Abu Dhabi ein Tempo von 503,17 km/h
  • Rennfahrer Marc Basseng steuerte den Wagen bei der offiziellen Rekordfahrt
  • Vier unabhängig gesteuerte Elektromotoren liefern mehr als 3000 PS Leistung
  • Spezielle Reifen von Giti übertragen die enorme Kraft direkt auf den Asphalt
  • Die weltweite Produktion des Supersportwagens ist auf nur 30 Stück limitiert
  • Ein Exemplar des extremen Modells kostet umgerechnet etwa 2,66 Millionen Euro

Rekordfahrt in Abu Dhabi

Der chinesische Konzern BYD hat mit seinem Elektro-Supersportwagen Yangwang U9 Xtreme die Marke von 500 Kilometern pro Stunde durchbrochen. Auf einem zehn Kilometer langen, abgesperrten Teilstück der öffentlichen Autobahn E11 in der Region Al Dhafra in Abu Dhabi erreichte das Fahrzeug am 1. November eine Höchstgeschwindigkeit von 503,17 km/h.

Am Steuer saß der deutsche Rennfahrer Marc Basseng, der bereits die bisherige Bestmarke von 496,22 km/h im September 2025 auf dem Testgelände ATP Papenburg in Deutschland aufgestellt hatte. Um den neuen Wert zu erzielen, passten die Ingenieure die Abstimmung des Fahrzeugs über Nacht an. Sie optimierten die Temperaturen von Batterie und Motoren, veränderten den Heckflügel für mehr Abtrieb und korrigierten den Reifendruck.

Die Rekordfahrt des BYD Yangwang U9 Xtreme in voller Länge

Vier Elektromotoren und 3000 PS

Wie CnEVPost berichtet, verfügt der Yangwang U9 Xtreme über vier unabhängig voneinander gesteuerte Elektromotoren. Die Systemleistung liegt bei 2220 Kilowatt, was mehr als 3000 PS entspricht. Die Energieversorgung basiert auf einer 1200-Volt-Architektur und einer für den Rennstreckeneinsatz ausgelegten Blade-Batterie, die eine Entladerate von 30C unterstützt. Die Motoren erreichen Drehzahlen von bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute.

Für die Übertragung der Kraft auf die Straße entwickelte BYD gemeinsam mit Giti spezielle Semi-Slick-Reifen. Das Unternehmen sicherte sich mit der Fahrt den Titel für das schnellste Serienauto und Elektroauto sowie Rekorde für die Reifen. Der Automobil-Weltverband FIA hat den Lauf auch offiziell anerkannt. Das Resultat stammt wohlgemerkt aus einer Fahrt in nur eine Richtung und nicht aus dem Durchschnitt zweier Läufe.

Strenge Limitierung und hoher Preis

Eine Massenproduktion des Rekordhalters ist nicht geplant. Die weltweite Auflage des Yangwang U9 Xtreme ist auf exakt 30 Exemplare limitiert. Der Preis für das Fahrzeug liegt bei über 20 Millionen Yuan (etwa 2.663.014 Euro). Zum Vergleich: Die reguläre Version des Yangwang U9, die seit Februar 2024 in China erhältlich ist, leistet 960 Kilowatt und startet bei 1,8 Millionen Yuan (etwa 239.671 Euro).

Zur Ausstattung des Rekordfahrzeugs gehören ein vollaktives Karosseriekontrollsystem sowie ein verbessertes Bremssystem aus Titanlegierung und Carbon-Keramik. Neben der Höchstgeschwindigkeit auf der Geraden absolvierte das Modell im Vorjahr die Nürburgring-Nordschleife in sechs Minuten und 59,157 Sekunden.

Was haltet ihr von extremen Rekordjagden bei Elektroautos? Seht ihr darin einen Nutzen für die Technik von morgen oder ist das reine Spielerei? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

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Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

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