Nach dem Pseudo-Boom die Flaute:
OEM-Verkäufe von Windows eingebrochen

Microsofts aktuelles Betriebssystem Windows 11 verkaufte sich zuletzt deutlich schlechter als zuvor. Nicht nur, weil die durch das Support-Ende von Windows 10 erhöhte Nachfrage mittlerweile nachgelassen hat, sondern auch wegen der Speicherkrise.
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  • Microsoft verzeichnet 27 Prozent weniger Umsatz mit Windows-OEM-Lizenzen
  • Hohe Vorjahreswerte entstanden durch das nahe Support-Ende von Windows 10
  • Partner des Konzerns reduzierten zuletzt ihre Bestände an fertigen Computern
  • Massiv gestiegene Speicherkosten verteuern neue PCs und senken die Nachfrage
  • Finanzchefin Amy Hood räumte das Verfehlen der internen Erwartungen offen ein
  • Große Lagerbestände bei Herstellern verzögern eine Besserung der Marktlage
  • Für das laufende Quartal rechnet Microsoft mit einem Umsatzminus von 35 Prozent

Microsoft meldet fast 30 Prozent Rückgang

In Microsofts jüngsten Quartalszahlen verbirgt sich auch ein deutlicher Rückgang der Einnahmen aus dem Verkauf von Windows an PC-Hersteller. Der Konzern musste nach eigenen Angaben einen Rückgang des Umsatzes aus Verkäufen von Windows-Lizenzen an OEMs in Höhe von 27 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres hinnehmen.

Als Grund dafür nennt der Konzern ausdrücklich, dass die Nachfrage im dritten Quartal des letzten Kalenderjahres durch den auslaufenden Support für Windows 10 höher ausfiel als sonst üblich. Außerdem habe es zuletzt bei den OEM- und Vertriebspartnern einen Abbau der verbleibenden Lagerbestände an fertigen PCs gegeben, weshalb diese weniger Lizenzen nachfragten.


PC-Verkäufe durch Speicherkrise eingebrochen

Ein weiterer Faktor ist laut Microsoft eine "schwächere Nachfrage aus dem PC-Markt". Wie bereits berichtet, hatten die PC-Verkäufe zuletzt stark nachgelassen, weil die Kundschaft oft weder gewillt noch in der Lage ist, die stark gestiegenen Preise für neue PC-Systeme in Kauf zu nehmen. Auslöser der Preissteigerungen sind die erheblich gestiegenen Speicherkosten.

Im Rahmen des üblichen Konferenzgesprächs mit Analysten und Börsianern hatte Microsofts Finanzchefin Amy Hood kürzlich zugegeben, dass die Umsätze mit OEM-Lizenzen für Windows die Erwartungen des Unternehmens verfehlt hätten. Zudem gebe es weiterhin große Lagerbestände bei den PC-Herstellern, womit Hood andeutete, dass sich die Lage wohl so schnell nicht bessern dürfte.

Anzumerken ist allerdings, dass Microsoft im Herbst 2025 einen kleinen Boom bei den OEM-Lizenzverkäufen verzeichnete. Damals zogen die Verkäufe im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2024 deutlich an, weil viele Kunden vor dem Support-Ende von Windows 10 ihre PC-Infrastruktur auffrischten und aus Angst vor den seit Anfang 2026 noch einmal verstärkt steigenden Speicherpreisen neue Systeme anschafften.

Im letzten Quartal des Kalenderjahres erwartet Microsoft laut Hood einen erneut vergleichsweise starken Rückgang der Einnahmen aus OEM-Lizenzen. Der Umsatzrückgang werde wahrscheinlich bei rund 35 Prozent liegen, so Hood. Die Gründe dürften dabei die gleichen sein wie in der Zeit von Juli bis September.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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