Windows 11: "Projekt Pantheon" soll Alternative zu Recall werden
Microsoft soll für Windows 11 ein neues digitales Gedächtnis namens Projekt Pantheon entwickeln. Anwender speichern Inhalte manuell ab und durchsuchen diese per Chat-Interface. Ein Starttermin für das Cloud-Programm steht noch nicht fest.
Die App ist im Store noch nicht offiziell verfügbar oder gelistet, doch sie wurde dort bereits im Sommer als ungelisteter Eintrag gesichtet. Das Programm versteht sich als manuell steuerbares Gedächtnis und erstellt keine automatischen Bildschirmfotos. Nutzer müssen stattdessen aktiv auswählen, welche Inhalte sie sichern möchten.
Wie Windows Report zu den genauen Funktionen berichtet, lassen sich Webseiten, Dokumente, Screenshots, Textfragmente sowie Audio- und Videodateien erfassen. Die Einspeisung erfolgt über Browser-Erweiterungen, den Datei-Explorer, das Teilen-Menü oder Funktionen wie Click to Do.
Das Programm bündelt die gesammelten Informationen thematisch in Sammlungen, die Anwender über ein Chat-Interface durchsuchen können.
Zudem unterstützt die Anwendung das Model Context Protocol. Dadurch können externe Dienste wie ChatGPT, Claude oder Cursor auf die Erinnerungen zugreifen, ohne dass Nutzer Dokumente oder vorherige Unterhaltungen erneut manuell hochladen müssen. Ein integriertes Übersichtsfenster dokumentiert den Verbrauch von Tokens, was auf mögliche kostenpflichtige Abonnements hindeuten dürfte.
In der aktuellen Testversion zeigen sich noch Fehler in der Benutzeroberfläche. Sammlungen tragen teilweise Platzhalter-Namen wie None oder Null, zudem fehlen elementare Filterfunktionen. Die Plattform taucht teilweise als Context IO auf, während in den Einstellungen von Windows 11 noch der alte Name Projekt steht.
Hinsichtlich der Sicherheitsarchitektur soll Microsoft den Einsatz von Verschlüsselung, detaillierten Zugriffsberechtigungen für einzelne Programme sowie eine Authentifizierung über Windows Hello erwägen. Offiziell bestätigt sind diese Maßnahmen nicht. Unklar bleibt zudem, wie die cloudbasierten Modelle persönliche Daten verarbeiten. Abseits davon stellte das Unternehmen das Werkzeug Reactor vor und warnte vor dem nahenden Support-Ende für Windows Server 2016.
Wie bewertet ihr den neuen Ansatz für ein digitales Gedächtnis? Bevorzugt ihr manuelle Speicherungen gegenüber automatischen Screenshots? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Microsoft arbeitet am Projekt Pantheon als neuem Recall-Ersatz für Windows 11
- Die Anwendung wird als Context Vault separat im Microsoft Store erscheinen
- Nutzer bestimmen im Gegensatz zu Recall selbst über zu sichernde Inhalte
- Gesammelte Daten lassen sich über eine eigene Chat-Oberfläche durchsuchen
- Dank cloudbasierter KI-Modelle wird keine spezielle NPU-Hardware benötigt
- Externe Dienste wie ChatGPT können über das Model Context Protocol zugreifen
- Mögliche Sicherheitsfunktionen wie Windows Hello sind noch nicht bestätigt
Neuer Anlauf nach Kritik
Microsoft soll an einer neuen Anwendung für Windows 11 arbeiten, die als Projekt Pantheon getestet wird und derzeit unter dem Namen Context Vault starten könnte. Im Gegensatz zu Recall ist das Programm nicht fest in das Betriebssystem integriert. Interessierte müssten die Software zukünftig über den Microsoft Store installieren.Die App ist im Store noch nicht offiziell verfügbar oder gelistet, doch sie wurde dort bereits im Sommer als ungelisteter Eintrag gesichtet. Das Programm versteht sich als manuell steuerbares Gedächtnis und erstellt keine automatischen Bildschirmfotos. Nutzer müssen stattdessen aktiv auswählen, welche Inhalte sie sichern möchten.
Wie Windows Report zu den genauen Funktionen berichtet, lassen sich Webseiten, Dokumente, Screenshots, Textfragmente sowie Audio- und Videodateien erfassen. Die Einspeisung erfolgt über Browser-Erweiterungen, den Datei-Explorer, das Teilen-Menü oder Funktionen wie Click to Do.
Das Programm bündelt die gesammelten Informationen thematisch in Sammlungen, die Anwender über ein Chat-Interface durchsuchen können.
Cloud statt lokaler Hardware
Ein wesentlicher Unterschied zur ursprünglichen Recall-Technik betrifft die Systemanforderungen. Während Recall zwingend einen Copilot+-PC mit integrierter NPU voraussetzt, soll Projekt Pantheon mit cloudbasierten Modellen der künstlichen Intelligenz arbeiten. Das Programm lässt sich somit ohne spezielle Hardware nutzen.Zudem unterstützt die Anwendung das Model Context Protocol. Dadurch können externe Dienste wie ChatGPT, Claude oder Cursor auf die Erinnerungen zugreifen, ohne dass Nutzer Dokumente oder vorherige Unterhaltungen erneut manuell hochladen müssen. Ein integriertes Übersichtsfenster dokumentiert den Verbrauch von Tokens, was auf mögliche kostenpflichtige Abonnements hindeuten dürfte.
In der aktuellen Testversion zeigen sich noch Fehler in der Benutzeroberfläche. Sammlungen tragen teilweise Platzhalter-Namen wie None oder Null, zudem fehlen elementare Filterfunktionen. Die Plattform taucht teilweise als Context IO auf, während in den Einstellungen von Windows 11 noch der alte Name Projekt steht.
Hinsichtlich der Sicherheitsarchitektur soll Microsoft den Einsatz von Verschlüsselung, detaillierten Zugriffsberechtigungen für einzelne Programme sowie eine Authentifizierung über Windows Hello erwägen. Offiziell bestätigt sind diese Maßnahmen nicht. Unklar bleibt zudem, wie die cloudbasierten Modelle persönliche Daten verarbeiten. Abseits davon stellte das Unternehmen das Werkzeug Reactor vor und warnte vor dem nahenden Support-Ende für Windows Server 2016.
Wie bewertet ihr den neuen Ansatz für ein digitales Gedächtnis? Bevorzugt ihr manuelle Speicherungen gegenüber automatischen Screenshots? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Windows 11: Neues Tool entfernt alle KI-Komponenten aus dem System
- Microsofts KI-Feature: Windows Recall jetzt für alle - außer Europa
- Copilot & Recall auf der Kippe: Microsoft will KI in Windows verringern
- Nach Signal folgen Brave und Co.: Immer mehr blocken Microsofts Recall
- Copilot Vision: Microsoft sieht alles, was auf dem Bildschirm passiert
Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
Neue Windows 11-Downloads
Beliebte Windows 11-Downloads
Windows 11-Videos
- So wird Windows 11 24H2 auf nicht unterstützter Hardware installiert
- Windows 11 vom USB-Stick installieren: Schnell und einfach erledigt
- Windows 11: So geht das Backup vorinstallierter Treiber beim Neu-PC
- Windows 11: Installationsmedium mit eigenen Treibern - so geht's
- Ayaneo Kun: Vielseitiger Gaming-Handheld mit Windows 11 im Test
Beiträge aus dem Forum
-
Schalter lässt sich nicht aktivieren
Oldbobby - Gestern 11:39 Uhr -
MP4 Codecs
Mannitwo - 15.10. 17:05 Uhr -
"MSBuild.exe "Hard error" - Anzeige nach Win11-Start
Mannitwo - 15.10. 17:02 Uhr -
WPP-kompatible Etikettendrucker
rawjpeg - 05.10. 13:28 Uhr -
server share verbinden per .bat im startup-ordner
rolfclaus - 03.10. 16:32 Uhr
Interessante Links
Beliebte Windows 11 FAQ Einträge
Beliebt im Preisvergleich
- Windows & Sonstige:
Neue Nachrichten
- Windows 11: "Projekt Pantheon" soll Alternative zu Recall werden
- Nvidia: Bug in neuem Game-Ready-Treiber 621.01 sorgt für Bildausfälle
- KI-Training nur noch offline: OpenAI sperrt Internet für neue Modelle
- iPhone Duo: Belastungstest entlarvt deutliche Schwächen des Foldables
- Windows 11 26H2: Frisches Vorschau-Update steht bereit - Das ist neu
- Windows Server 2016: Das finale Support-Ende steht kurz bevor
- Erwärmung formt Planeten: Schmelzendes Eis macht unsere Erde runder
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen