Windows 11 26H2: Endpoint-Verwaltung erhält offizielle Freigabe

Windows 11 26H2 ist offiziell verfügbar. Während Privatanwender das Upgrade einfach installieren können, benötigen Unternehmen zunächst aktualisierte Verwaltungs-Tools. Nun stehen die Systemvoraussetzungen für einen großflächigen Rollout fest.
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  • Das Update auf Windows 11 26H2 steht für Privatkunden und Firmen bereit
  • Die Verteilung gelingt zügig per Enablement Package oder via ISO-Datei
  • Microsoft passt Richtlinien und den Intune Settings Catalog direkt an
  • Der Configuration Manager stellt auf einen jährlichen Release-Zyklus um
  • Ältere Plattformen wie der Windows Server 2012 verlieren den Support
  • Neuerungen umfassen optimierte NPU-Werte und Point-in-Time-Restores

Startschuss für Windows 11 26H2

Privatanwender können das 26H2-Upgrade über Windows Update, ein Enablement-Package oder eine ISO-Datei installieren. Unternehmen können die neue Version über bestehende Verwaltungs- und Bereitstellungsprozesse ausrollen.

Für Administratoren stehen aktualisierte Gruppenrichtlinien, Referenzen für Sicherheitseinstellungen und Evaluierungs-ISOs für Tests bereit. Auch der Intune-Settings-Catalog ist auf das neue Betriebssystem abgestimmt. Das ist insbesondere für hybride Umgebungen relevant. Für die Verteilung über den Configuration Manager hat Microsoft nun auch die Voraussetzungen veröffentlicht.


Windows 11 26H2 wird von ConfigMgr 2603 und 2609 unterstützt, nicht jedoch von Version 2509. Version 2609 befindet sich im frühen Update-Ring. Administratoren müssen sich dafür anmelden, bevor das Update in der Konsole erscheint.

Wechsel auf jährliche Updates

Mit ConfigMgr 2609 endet der halbjährliche Veröffentlichungsrhythmus. Künftig soll jährlich eine neue Version erscheinen. Die nächste reguläre Ausgabe ist als ConfigMgr 2709 für September 2027 geplant. Mit Version 2609 endet zudem die Unterstützung für Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2 und SQL Server 2016. Die Setup-Prüfung soll Upgrades mit nicht unterstützten SQL-Versionen künftig blockieren.

ConfigMgr 2603 unterstützt SQL Server 2025 und benötigt den veralteten SQL-Server-Native-Client nicht mehr. Beim Cloud-Management-Gateway sind schwächere DHE-Verschlüsselungssammlungen deaktiviert. Management Points mit Microsoft-Entra-integrierter Authentifizierung benötigen künftig Internetzugang, um Token zu prüfen.

Das Cloud-Management-Gateway erhält mit Version 2609 weitere Änderungen. Der Zugriff per gemeinsamem Speicherschlüssel wird deaktiviert. Bestehende Bereitstellungen werden auf neue NAT-Regeln des Azure-Load-Balancers und leistungsstärkere virtuelle Maschinen umgestellt. Die bisherigen NAT-Regeln sollen im September 2027 abgeschaltet werden.

Unter­stützung von Windows 11 in Configuration Manager
Windows-11-Version ConfigMgr 2509 ConfigMgr 2603 ConfigMgr 2609
26H2
(10.0.26300)
✗ ✓ ✓
25H2
(10.0.26200)
✓ ✓ ✓
24H2
(10.0.26100)
✓ ✓ ✓
23H2
(10.0.22631)
✓ ✓ ✓

Voraussetzungen für Administratoren

Vor dem Update des Configuration Managers müssen Administratoren eine unterstützte Basisversion, ein aktuelles Windows-ADK, .NET Framework 4.8 und den Microsoft-ODBC-Driver-for-SQL-Server bereitstellen. Microsoft empfiehlt zudem, Standortstatus und Datenbankreplikation zu prüfen sowie die integrierte Setup-Prüfung auszuführen. Für ConfigMgr 2609 ist zudem mindestens SQL Server 2017 CU2 erforderlich.

Habt ihr in euren Unternehmen Pläne für den Rollout von Windows 11 26H2? Teilt eure Strategien und bisherigen Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!

Download Windows 11 ISO - Dateien für die Installation
Dauert das Update auf 26H2 lange?
Nein, der Installationsvorgang ist sehr schnell. Da das Update auf der gleichen Codebasis wie die Vorversionen 24H2 und 25H2 aufbaut, wird es lediglich als kleines Freischaltpaket (Enablement-Package) ausgeliefert. Viele der benötigten Komponenten befinden sich bereits auf dem System.

Die Installation dauert daher nur wenige Minuten und erfordert einen einzigen Neustart. Microsoft bezeichnet die Aktualisierung als vorhersehbar und störungsarm, was besonders im IT-Arbeitsalltag für minimale Ausfallzeiten sorgt.
Warum erhalte ich das Update nicht?
Microsoft rollt die neue Version in Wellen aus. Zudem kann das System durch automatische Schutzsperren (Safeguard Holds) blockiert sein. Das passiert laut Microsoft, wenn bekannte Kompatibilitätsprobleme festgestellt werden, um Fehler auf betroffenen Geräten zu vermeiden.

Ein weiterer Grund kann die aktuelle Windows-Version sein. Wer noch Windows 11 in der Version 26H1 nutzt, kann nicht direkt upgraden. Da diese Variante auf einer neueren Plattform basiert, fehlt derzeit ein direkter Upgrade-Pfad.
Welche neuen Funktionen helfen im Job?
Besonders praktisch für IT-Anwender ist der erweiterte Task-Manager, der nun detaillierte Auslastungswerte für KI-Aufgaben und die NPU (Neural Processing Unit) anzeigt. Auch die Netzwerkzuverlässigkeit beim Zugriff auf freigegebene Ressourcen wurde im Hintergrund optimiert.

Zudem gibt es nützliche Sicherheits- und Systemverbesserungen: Die Anmeldung über Windows Hello unterstützt nun auch Fingerabdruckscanner von Drittanbietern sicherer. Eine neue Wiederherstellungsfunktion ermöglicht zudem einen "Point-in-Time-Restore", um das System bei Problemen auf einen früheren Zeitpunkt zurückzusetzen.
Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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