Wie bei James Bond: Neue SSD zerstört sich selbst per Fernzünder

TeamGroup hat auf der Computex 2026 eine neue externe SSD gezeigt, die sich aus der Ferne vernichten lässt. Ein einfacher Befehl über das Mobilfunknetz löscht die Daten logisch und zerstört die Hardware im Anschluss auch noch physisch durch Überspannung.
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VGTimes

Externe SSD mit Fernzerstörung

Die taiwanischen Speicherspezialisten von TeamGroup hatten im vergangenen Jahr auf der Computex mit ihrer externen Killswitch-SSD für Aufsehen gesorgt. Kurz darauf folgte eine interne SSD. Bei beiden Modellen lassen sich alle gespeicherten Daten per Knopfdruck in Sekundenbruchteilen zerstören. Auf der Computex 2026 in Taipei hat der Speicherhersteller jetzt eine externe SSD präsentiert, die das Konzept noch weitertreibt. Das Modell T-Create Expert P35SG richtet sich an professionelle Anwender und bietet zusätzlich zu einem physischen Knopf jetzt auch eine integrierte Funktion zur drahtlosen Datenvernichtung. Nutzer können den Speicher nun auch aus der Ferne unbrauchbar machen, falls das Gerät verloren geht oder gestohlen wird.

Der Auslöser für die Selbstzerstörung funktioniert unabhängig von lokalen Netzwerken oder gekoppelten Endgeräten. Die SSD verfügt dazu über eine eigene Mobilfunkanbindung über LTE. Die Integration eines Mobilfunkmodems direkt in das Gehäuse der T-Create Expert P35SG ermöglicht eine weltweite Erreichbarkeit für den Anwender. Ein einfacher Textbefehl genügt, um den Löschprozess zu starten.


Doppelte Löschung

Dabei setzt der Hersteller auf ein zweistufiges Verfahren, um die sensiblen Informationen unwiderruflich zu vernichten. Wie das Unternehmen (via Igors Lab) erklärt, führt das Laufwerk nach dem Empfang des Befehls zunächst eine tiefgreifende logische Löschung durch. Im direkten Anschluss folgt eine physische Zerstörung der Hardware-Komponenten durch gezielte Hochspannung. Ein integrierter Benachrichtigungsmechanismus soll den Besitzer über den Fortschritt informieren.

Die technische Umsetzung der Hochspannungszerstörung erfordert spezielle Kondensatoren auf der Platine. Die Bauteile speichern die nötige Energie für den Zerstörungsimpuls, was den Formfaktor des Gehäuses im Vergleich zu herkömmlichen externen Speichermedien leicht vergrößert.

Schutz für sensible Daten

Was sich anhört wie Technologie aus einem James-Bond-Film, ist allerdings nicht neu. Das Konzept der physischen Datenvernichtung durch Überspannung ist in der Theorie etabliert, findet sich in der Praxis jedoch fast nie in kommerziellen Produkten. Solche Mechanismen kommen primär in militärischen oder hochgradig sicherheitsrelevanten industriellen Umgebungen zum Einsatz.

Für Personen, die hochsensible Geschäftsgeheimnisse transportieren, bietet der direkte Zugriff über das Mobilfunknetz nun eine schnelle Reaktionsmöglichkeit auf einen Verlust. Die T-Create Expert P35SG fokussiert sich ausschließlich auf den mobilen Einsatz und die absolute Kontrolle über die darauf befindlichen Daten, egal wo sich das Speichermedium befindet. Genaue Details zu Preisen oder einem konkreten Veröffentlichungsdatum auf dem europäischen Markt nannte TeamGroup auf der Messe in Taiwan noch nicht.

Hättet ihr Verwendung für eine SSD mit Killswitch? Teilt eure Gedanken zu der Sicherheitslösung gerne in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • TeamGroup präsentiert auf der Computex 2026 die SSD T-Create Expert P35SG
  • Die neue Speicherlösung ermöglicht eine drahtlose Datenvernichtung
  • Ein integriertes LTE-Modem erlaubt die Fernsteuerung per Textbefehl
  • Das Gerät nutzt logische Löschung und physische Zerstörung durch Strom
  • Spezielle Kondensatoren im Gehäuse liefern die nötige Hochspannung
  • Professionelle Anwender bilden die Zielgruppe für die neue Speicherlösung
  • Informationen zu Preisen oder dem Marktstart in Europa fehlen bisher

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