Kioxia liefert erste Samples von neuem, ultraschnellem Mobilspeicher

Der japanische Speicherhersteller Kioxia (früher Toshiba Memory) hat mit der Auslieferung der ersten Samples von Speicherchips auf Basis der UFS-5.0-Technologie begonnen. Auch in mobilen Geräten werden damit theoretische Übertragungsraten von mehr als 10 Gigabyte pro Sekunde möglich.
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Kioxia

Bis zu 10,8 Gigabyte pro Sekunde möglich

Kioxia liefert die ersten Samples von Flash-Chips mit einer Anbindung nach dem UFS-5.0-Standard (Universal Flash Storage) aus. Über zwei Lanes lassen sich mit den neuen Chips Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von rund 10800 Megabyte pro Sekunde erzielen. Kioxia liefert die Chips schon jetzt an potenzielle Abnehmer aus, obwohl UFS 5.0 von dem Industrieverband JEDEC noch nicht final standardisiert wurde.

Die neuen Chips enthalten einen angepassten Controller, der den UFS-5.0-Standard in seiner aktuellen Form beherrscht und aus Kioxias eigener Entwicklung stammt. Dieser wird mit der achten Generation der BiCS Flash 3D Speicherchips von Kioxia kombiniert, die eine gesteigerte Effizienz, Leistung und Speicherdichte bieten sollen. Die so entstehenden Chips sind 7,5 x 13 Millimeter groß und mit Kapazitäten von 512 Gigabyte oder einem Terabyte verfügbar.


Wann Kioxia mit der Verfügbarkeit der ersten Geräte rechnet, die den neuen, per UFS 5.0 angebundenen Flash-Speicher nutzen, verriet das Unternehmen in seiner Pressemitteilung zunächst nicht. Vermutlich wird es noch mehrere Jahre dauern, bis die neue Schnittstelle für Flash-Speicherchips in Smartphones oder Tablets zum Standard wird.

Die aktuell in Geräten wie dem morgen erwarteten Samsung Galaxy S26 verbauten UFS-4.1-Chips sind im Fall von Kioxias eigenen Modulen etwas größer und erreichen maximale Datenraten von gut 4,6 Gigabyte pro Sekunde beim Lesen. Mit UFS 5.0 erhöht sich die potenzielle Lesegeschwindigkeit somit enorm.

Wie so oft in letzter Zeit, wirbt auch Kioxia natürlich vor allem damit, dass die neuen, gut doppelt so hohen Übertragungsraten bei UFS 5.0 vor allem bei lokal laufenden KI-Anwendungen auf Smartphones und anderen mobilen Geräten von Vorteil sein können. Mit seinen frühen Samples wolle man den Geräteherstellern schon jetzt die Möglichkeit geben, erste Tests für die Smartphones der nächsten Generationen zu starten, so der Hersteller.

Zusammenfassung
  • Kioxia liefert erste Samples von UFS-5.0-Speicherchips an Abnehmer
  • Übertragungsraten von rund 10800 Megabyte pro Sekunde sind möglich
  • Der UFS-5.0-Standard wurde von JEDEC noch nicht final standardisiert
  • Die Chips nutzen Kioxias achte Generation der BiCS-Flash-3D-Technik
  • Verfügbare Kapazitäten sind 512 Gigabyte und ein Terabyte pro Chip
  • Aktuelle UFS-4.1-Chips erreichen nur rund 4,6 Gigabyte pro Sekunde
  • Kioxia bewirbt die hohen Datenraten besonders für lokale KI-Nutzung

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