Europa kann jetzt per Infrarot-Laser mit dem Weltraum kommunizieren
Mit einer neuen Bodenstation für Laserkommunikation in Nordgriechenland will Europa seine Unabhängigkeit bei sicherer Satellitenkommunikation stärken. Das jetzt fertiggestellte System gilt auch als Testfeld für kommende Anlagen ähnlicher Art.
Entstanden ist die Holomondas Optical Ground Station im Rahmen des PeakSat-Projekts unter Leitung der Aristotle University of Thessaloniki. Finanziert wurde das Vorhaben unter anderem vom griechischen Ministerium für digitale Verwaltung. Die neue Infrastruktur soll zwei griechische Kleinsatelliten unterstützen, die im März gestartet wurden: PeakSat und ERMIS-3. Beide CubeSats sind mit dem optischen Kommunikationsterminal ATLAS-1 von Astrolight ausgestattet. Das Unternehmen entwickelte zudem die Bodentechnik und liefert damit ein komplettes Kommunikationssystem aus einer Hand.
Nach Angaben von Astrolight basiert die Technologie auf einem 808-Nanometer-Laser sowie einem optischen Empfänger im C-Band. Dadurch können Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Im Unterschied zu herkömmlichen Funksystemen arbeiten optische Verbindungen mit stark gebündelten Infrarotstrahlen. Diese gelten als deutlich schwieriger abzufangen oder gezielt zu stören und ermöglichen zugleich wesentlich höhere Datenraten.
Die europäische Raumfahrtagentur sieht in optischer Kommunikation auch eine Antwort auf die zunehmende Überlastung des Funkfrequenzspektrums. Gleichzeitig wächst das Interesse aus dem Verteidigungsbereich, weil Laserverbindungen als robuster gegenüber elektronischer Kriegsführung gelten. Mačiulis betonte zudem den strategischen Aspekt: Europa brauche eigene Kommunikationsnetze im All. Kommende Satellitenkonstellationen würden zwangsläufig auf optische Verbindungen setzen.
Siehe auch:
Griechenland und Litauen gemeinsam
Die Einrichtung auf dem Berg Holomondas wurde vom litauischen Raumfahrt- und Rüstungsunternehmen Astrolight aufgebaut und soll zukünftig Daten per Infrarotlaser statt über klassische Funkverbindungen empfangen. Das Projekt wird von der europäischen Raumfahrtagentur ESA unterstützt und gilt als wichtiger Schritt hin zu leistungsfähigeren und störungssicheren Kommunikationsnetzen im All, wie der Register berichtet.Entstanden ist die Holomondas Optical Ground Station im Rahmen des PeakSat-Projekts unter Leitung der Aristotle University of Thessaloniki. Finanziert wurde das Vorhaben unter anderem vom griechischen Ministerium für digitale Verwaltung. Die neue Infrastruktur soll zwei griechische Kleinsatelliten unterstützen, die im März gestartet wurden: PeakSat und ERMIS-3. Beide CubeSats sind mit dem optischen Kommunikationsterminal ATLAS-1 von Astrolight ausgestattet. Das Unternehmen entwickelte zudem die Bodentechnik und liefert damit ein komplettes Kommunikationssystem aus einer Hand.
Nach Angaben von Astrolight basiert die Technologie auf einem 808-Nanometer-Laser sowie einem optischen Empfänger im C-Band. Dadurch können Daten mit Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde übertragen werden. Im Unterschied zu herkömmlichen Funksystemen arbeiten optische Verbindungen mit stark gebündelten Infrarotstrahlen. Diese gelten als deutlich schwieriger abzufangen oder gezielt zu stören und ermöglichen zugleich wesentlich höhere Datenraten.
Extrem komplexe Abstimmung
Die technische Umsetzung ist allerdings komplex. Astrolight-Chef Laurynas Mačiulis erklärte, zwei sich schnell bewegende Objekte müssten einen extrem schmalen Laserstrahl präzise aufeinander ausrichten, trotz Entfernungen von mehreren tausend Kilometern und Geschwindigkeiten von rund acht Kilometern pro Sekunde.Die europäische Raumfahrtagentur sieht in optischer Kommunikation auch eine Antwort auf die zunehmende Überlastung des Funkfrequenzspektrums. Gleichzeitig wächst das Interesse aus dem Verteidigungsbereich, weil Laserverbindungen als robuster gegenüber elektronischer Kriegsführung gelten. Mačiulis betonte zudem den strategischen Aspekt: Europa brauche eigene Kommunikationsnetze im All. Kommende Satellitenkonstellationen würden zwangsläufig auf optische Verbindungen setzen.
Zusammenfassung
- Die Holomondas Optical Ground Station in Nordgriechenland ermöglicht Europa
- Gebaut vom litauischen Unternehmen Astrolight mit Unterstützung der ESA
- Sie unterstützt die griechischen CubeSats PeakSat und ERMIS-3 im All
- Ein 808-Nanometer-Laser erreicht Übertragungsraten bis 2,5 Gbit/s
- Infrarotstrahlen gelten als abhörsicher und störungsresistent
- Die Technik muss zwei Objekte mit 8 km/s präzise per Laser verbinden
- Europa soll mit Laserkommunikation unabhängiger von Funkverbindungen werden
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