Hubble-Jubiläum: Satellit liefert einmalige Fotos vom Weltraumteleskop

Pünktlich zum 36. Jahrestag des Weltraumteleskops Hubble zeigt ein Satellit das Observatorium aus einer ungewohnten Perspektive. Die hochauflösenden Aufnahmen aus dem niedrigen Erdorbit machen sonst verborgene Hardware-Details sichtbar.
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Hubble

Hubble aus neuer Perspektive

Ein Erdbeobachtungssatellit fotografierte das Hubble-Teleskops im niedrigen Erdorbit aus rund 62 Kilometern Entfernung. Das hochauflösende Bild zeigt das Teleskop mit großer Detailgenauigkeit und erlaubt somit einen seltenen Blick auf seine äußere Struktur.

Die Aufnahme erreicht eine Auflösung von knapp vier Zentimetern pro Pixel. Deutlich zu erkennen sind daher der zylindrische Hauptkörper, der Thermalschutz und die ausgefahrenen Solarzellen. Sichtbar ist auch die geöffnete Klappe an der Vorderseite, durch die Licht ins Innere des Teleskops fällt. Solche Bilder von Satelliten untereinander sind in der Raumfahrt bislang selten.

Technik hinter der Aufnahme

Wie Space berichtet, stammt das Foto vom Satelliten WorldView Legion 4. Er erreichte im August 2024 mit einer Falcon-9-Rakete von SpaceX den Orbit. Vantor betreibt insgesamt sechs dieser Satelliten in etwa 518 Kilometern Höhe, die primär der Erdbeobachtung dienen und Objekte ab einer Größe von rund 30 Zentimetern erfassen können.

Das Weltraumteleskop Hubble wurde 1990 mit der Raumfähre "Discovery" gestartet. Ein Fehler im Hauptspiegel trübte zunächst die Bildqualität.

1993 installierten Astronauten während einer Wartungsmission eine Korrekturoptik, seither liefert das Teleskop scharfe Aufnahmen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Hubble zu einem der wichtigsten Instrumente der modernen Astronomie. Hubble 36. GeburstagWorldView Legion 4 fotografierte Hubble im Vorbeiflug

Hubble Weltraumteleskop: Geschichte und Meilensteine

  • 1990
    24. April 1990
    Start und Aussetzen von Hubble in die Erdumlaufbahn
  • 1993
    Dezember 1993
    Erste große Reparaturmission (Korrektur des Spiegelfehlers)
  • 1995
    1995
    Aufnahme des legendären "Hubble Deep Field" - erste Tiefenaufnahme ferner Galaxien des frühen Universums
  • 1998
    1998-2009
    Weitere Wartungsmissionen (Instrumente-Upgrades, Lebensverlängerung)
  • 2016
    2016
    Rekord: Über eine Million wissenschaftliche Beobachtungen mit Hubble

Hintergrund zum Projekt

Nach Angaben der NASA hat Hubble im Laufe seiner Mission mehr als 1,7 Millionen Beobachtungen durchgeführt. Auf Basis der Daten entstanden über 22.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen. Die Gesamtkosten des Programms werden auf einen zweistelligen Milliardenbetrag in US-Dollar geschätzt. Fachleute werten das Observatorium als Meilenstein der Weltraumforschung.

Trotz technischer Ausfälle und zwischenzeitlicher Schutzmodi arbeitet Hubble weiter und sammelt wissenschaftliche Daten. Die US-Raumfahrtbehörde geht davon aus, dass der Betrieb noch bis etwa 2035 möglich ist. Zum aktuellen Jubiläum veröffentlichte die NASA zudem eine neue Hubble-Aufnahme des Trifidnebels, in der eine Struktur zu sehen ist, die in Anspielung auf ihre Form als "kosmische Nacktschnecke" beschrieben wird.

Wie findet ihr die Nahaufnahme des Teleskops? Diskutiert die Technik und die lange Laufzeit von Hubble gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Zum 36. Jubiläum zeigt ein Satellit Hubble aus ungewöhnlicher Nähe
  • Das Foto aus rund 62 Kilometern offenbart seltene Hardware-Details
  • Mit knapp vier Zentimetern pro Pixel sind Klappe und Solarzellen sichtbar
  • WorldView Legion 4 startete im August 2024 per Falcon 9 in den Orbit
  • Hubble startete 1990, nach Spiegelkorrektur 1993 wurde es bahnbrechend
  • Über 1,7 Millionen Beobachtungen und 22000 Studien zeigen den Meilenstein
  • Die NASA rechnet mit Betrieb bis 2035 und zeigt den Trifidnebel neu

Siehe auch:


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