Microsoft-Entlassungen: Doom-Kultstudio id Software hart getroffen

Microsoft entlässt in seiner Xbox-Sparte tausende Mitarbeiter und richtet Bethesda komplett neu aus. Besonders hart trifft es das Studio id Software, welches die Hälfte der Belegschaft verliert. Der Fokus liegt künftig auf Kernmarken.
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Massenentlassungen bei Xbox

Microsoft hat vor einigen Tagen weitreichende Kürzungen in seiner Videospiel-Sparte angekündigt, und die wirken sich massiv auf die Tochterunternehmen ZeniMax und Bethesda aus. Im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres sollen insgesamt 3200 Stellen abgebaut werden, davon wurden 1600 Entlassungen bereits in dieser Woche vollzogen.

Wie nun bekannt wurde, trifft der Personalabbau id Software besonders hart. Das texanische Studio ist für die Entwicklung der Shooter-Reihe Doom verantwortlich und verliert aktuellen Berichten zufolge rund 50 Prozent seiner gesamten Belegschaft. Der Zeitpunkt fällt (sicherlich ohne Absicht) genau mit der Veröffentlichung der neuen Erweiterung Revelations für das aktuelle Spiel Doom: The Dark Ages zusammen.

Wie Game Developer berichtet, belaufen sich die Kürzungen bei id Software auf mehr als 90 Positionen. Besonders die Qualitätssicherung des Studios soll stark dezimiert worden sein. Ein ehemaliger Entwickler bestätigte die Entlassungen in einem öffentlichen Beitrag und äußerte seinen Unmut über die Umstrukturierung.

Bethesda ändert Strategie

Die Kürzungen sind Teil einer größeren Neuausrichtung bei Bethesda und der Muttergesellschaft ZeniMax. In einer internen E-Mail erklärte Bethesda-Präsidentin Jill Braff, dass das Unternehmen von der bisherigen Planung für unabhängige Studios abrückt. Stattdessen sollen die stärksten Marken des Publishers in den Mittelpunkt der zukünftigen Entwicklung rücken.

Der Fokus der verbleibenden Teams bei Bethesda liegt künftig auf den etablierten und umsatzstarken Kernmarken. Dazu gehören unter anderem:

  • Doom
  • The Elder Scrolls
  • Fallout
  • Quake
  • Wolfenstein

Die Konsolidierung soll laut Braff die Zusammenarbeit zwischen den verbliebenen Entwicklern erleichtern. Bestehende Studios werden nach aktuellem Stand nicht vollständig geschlossen.

Kritik an der Umstrukturierung

Während das Management die Maßnahmen als notwendigen Schritt für nachhaltiges Wachstum verteidigt, gibt es deutliche Kritik aus der Branche. Die Gewerkschaft CWA warnt davor, dass der Personalabbau zu einer geringeren Qualität der Spiele und zu längeren Entwicklungszeiten führen wird. Das schade letztendlich den Spielern und senke die langfristigen Einnahmen.

John Romero, Mitbegründer von id Software, drückte auf Bluesky sein Bedauern über die Entlassungen aus. Er betonte, dass die aktuellen Teams die schwierige Aufgabe, das Erbe klassischer Titel fortzuführen, mit großem Respekt gemeistert hätten. Microsoft selbst hat sich zu den genauen Zahlen bei id Software bisher nicht offiziell geäußert.

Wie bewertet ihr die Strategie von Microsoft, sich nur noch auf die größten Marken zu konzentrieren? Teilt eure Gedanken zu den Entlassungen gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Microsoft reduziert bei Xbox massiv Personal und baut intern um
  • Das Studio id Software verliert rund die Hälfte der Belegschaft
  • Bethesda legt künftigen Fokus verstärkt auf starke Kernmarken
  • Qualitätssicherung bei id Software wurde besonders stark dezimiert
  • Gewerkschaft warnt vor sinkender Spielqualität durch den Umbau

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