Extremtest bestätigt: Doom crasht nach 2,5 Jahren Dauerlauf
Ein Spieler ließ das erste Doom von 1993 zweieinhalb Jahre ununterbrochen laufen, bis das Spiel schließlich abstürzte. Das Experiment bestätigte eine theoretische Schwachstelle der Doom-Engine, die durch einen Variablen-Overflow verursacht wird.
Für den Test nutzte Minki einen alten PDA, der über eine selbstgebaute 18650-basierte USV mit konstanter Fünf-Volt-Versorgung durch den USB-Port seines Routers versorgt wurde. Das Setup war darauf ausgelegt, das Spiel über Jahre hinweg stabil am Laufen zu halten, ohne dass Stromausfälle oder andere Unterbrechungen das Experiment gefährdeten.
Die Doom-Engine verfügt über wenige Schutzmaßnahmen gegen Overflow-Bedingungen und unterliegt verschiedenen statischen Limits bei der Things-Platzierung (also Spieler, Monster, Munition etc.) und Map-Konstruktion. Diese Beschränkungen entstehen durch die damaligen Hardware-Limitierungen und Programmierkonventionen der frühen 1990er-Jahre. Die Entwickler von id Software konnten solche Extremszenarien damals nicht vorhersehen - schließlich war es undenkbar, dass jemand ein Spiel über Jahre hinweg laufen lassen würde.
Wie Minki bestätigte, stürzte das Spiel nur wenige Stunden nach der zweieinhalb Jahre-Marke ab und bewies damit, dass die Variable tatsächlich übergelaufen war und den erwarteten harten Crash des Spiels verursachte. Diese Overflow-Probleme entstehen durch die Grenzen der Arithmetik und nicht durch schlechte Programmierung. Die Werte, die in einer Ganzzahl gespeichert werden können, variieren je nachdem, ob sie vorzeichenbehaftet oder vorzeichenlos sind und wie viele Bits zur Verfügung stehen. Wenn diese Werte überschritten werden, kann das zu Chaos, interessanten Verhaltensweisen oder kompletten Abstürzen führen.
Was haltet ihr von solchen extremen Gaming-Experimenten? Habt ihr schon mal ähnliche Langzeittests mit alten Spielen gemacht?
Siehe auch:
Zweieinhalb Jahre Dauerlauf bis zum Crash
Ein Nutzer namens Minki startete vor zweieinhalb Jahren ein außergewöhnliches Experiment mit dem Kult-Shooter Doom aus dem Jahr 1993. Er ließ das Spiel ununterbrochen laufen, bis es schließlich nach dieser Zeit abstürzte. Das Experiment bestätigte eine theoretische Schwachstelle der Doom-Engine, die durch einen numerischen Überlauf verursacht wird.Für den Test nutzte Minki einen alten PDA, der über eine selbstgebaute 18650-basierte USV mit konstanter Fünf-Volt-Versorgung durch den USB-Port seines Routers versorgt wurde. Das Setup war darauf ausgelegt, das Spiel über Jahre hinweg stabil am Laufen zu halten, ohne dass Stromausfälle oder andere Unterbrechungen das Experiment gefährdeten.
Die Ursache des Problems
Der Grund für den Crash liegt in der Art, wie die Doom-Engine Demo-Sequenzen verwaltet. Jedes Mal, wenn eine Demo abläuft und sich zurücksetzt, speichert die Engine eine neue Variable. Diese Variablen sammeln sich in einer langen Kette an, bis schließlich ein Overflow auftritt - die Daten überschreiten die möglichen Grenzen des zur Speicherung verwendeten Wertes. Wie PC Gamer unter Berufung auf Minkis Beitrag auf Lenowo berichtet, sind solche zeitbasierten Overflows in älteren Spielen kein seltenes Phänomen.Die Doom-Engine verfügt über wenige Schutzmaßnahmen gegen Overflow-Bedingungen und unterliegt verschiedenen statischen Limits bei der Things-Platzierung (also Spieler, Monster, Munition etc.) und Map-Konstruktion. Diese Beschränkungen entstehen durch die damaligen Hardware-Limitierungen und Programmierkonventionen der frühen 1990er-Jahre. Die Entwickler von id Software konnten solche Extremszenarien damals nicht vorhersehen - schließlich war es undenkbar, dass jemand ein Spiel über Jahre hinweg laufen lassen würde.
Grenzen der Programmierung
Das Phänomen zeitbasierter Overflows ist nicht auf Doom beschränkt. Crash Bandicoot drei weist nach etwas mehr als zwei Jahren Laufzeit ebenfalls einen globalen Timer-Overflow auf, der dazu führt, dass Gegner rückwärts durch die Zeit bewegen, Objekte einfrieren und manche Level komplett unspielbar werden.Wie Minki bestätigte, stürzte das Spiel nur wenige Stunden nach der zweieinhalb Jahre-Marke ab und bewies damit, dass die Variable tatsächlich übergelaufen war und den erwarteten harten Crash des Spiels verursachte. Diese Overflow-Probleme entstehen durch die Grenzen der Arithmetik und nicht durch schlechte Programmierung. Die Werte, die in einer Ganzzahl gespeichert werden können, variieren je nachdem, ob sie vorzeichenbehaftet oder vorzeichenlos sind und wie viele Bits zur Verfügung stehen. Wenn diese Werte überschritten werden, kann das zu Chaos, interessanten Verhaltensweisen oder kompletten Abstürzen führen.
Was haltet ihr von solchen extremen Gaming-Experimenten? Habt ihr schon mal ähnliche Langzeittests mit alten Spielen gemacht?
Zusammenfassung
- Kult-Shooter Doom stürzte nach zweieinhalb Jahren Dauerbetrieb ab
- Experiment bestätigte theoretische Schwachstelle durch Variablen-Overflow
- Ein PDA mit selbstgebauter USV ermöglichte den langfristigen Testaufbau
- Demo-Sequenzen erzeugten kontinuierlich neue Variablen bis zum Überlauf
- Hardware-Limitierungen der 1990er-Jahre erklären fehlende Schutzmaßnahmen
- Auch andere Spiele wie Crash Bandicoot 3 zeigen Overflow-Phänomene
Siehe auch:
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