Chinas gigantische WZ-X-Drohne:
Neue Bilder enthüllen seltsame Flügel

Neue Aufnahmen zeigen Chinas riesige Tarnkappendrohne WZ-X mit einer ungewöhnlichen Tragflächenkonfiguration. Das Fluggerät wurde erneut auf Chinas abgelegenen Militärstützpunkt nahe der Wüste bei Malan gesichtet.
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via TWZ

    Neue Bilder der Drohne WZ-X

    Gerade erst wurde bekannt, dass China seinen Luftwaffenstützpunkt in Lop Nur aktuell massiv ausbaut. Jetzt sind zudem frische Aufnahmen der chinesischen Tarnkappendrohne WZ-X aufgetaucht, die eine ungewöhnliche Tragflächenkonfiguration bestätigen. Das unbemannte Fluggerät wurde ähnlich wie die GJ-X auf dem Luftwaffenstützpunkt Malan in der Region Xinjiang gesichtet. Die Bilder zeigen einen breiten inneren Flügelbereich, der stufenartig in einen deutlich schmaleren äußeren Abschnitt übergeht.

    Die Bauweise weicht von bekannten Nurflügler-Konstruktionen ab, wie sie amerikanische Ingenieure etwa beim Bomber B-2 umgesetzt haben. Die WZ-X verfügt über eine halbgezackte Hinterkante, was auf eine technische Anpassung hindeutet. Ein sehr langer, schmaler Außenflügel verringert in der Theorie den Luftwiderstand und begünstigt effiziente Flüge in großen Höhen. Der geräumige Mittelteil könnte hingegen Platz für Treibstoff, hochauflösende Sensoren und komplexe Kommunikationssysteme bieten.


    Zwei Triebwerke übernehmen den Antrieb. Sie werden über einen zentralen Einlass auf der Oberseite mit Luft versorgt. Ein Gitter über dem Lufteinlass reduziert die Radarsignatur.

    Das Design bringt allerdings auch Herausforderungen bei der Tarnkappentechnik mit sich. Wie TWZ berichtet, erzeugen abrupte Übergänge in der Flügelgeometrie zusätzliche Kanten. Solche Strukturen reflektieren Radarwellen je nach Einfallswinkel stärker, was die Sichtbarkeit auf Radarschirmen erhöhen kann. Moderne Tarnkappenflugzeuge setzen daher meist auf große, durchgehende Flächen. China: Autonomer Tarnkappen-Nurflügler WZ-XDer Blick von hinten auf Die GZ-X

    Ausmaße und technische Details

    Die Dimensionen der WZ-X fallen enorm aus. Das System erreicht eine Spannweite von etwa 52 Metern bei einer Länge von rund 14 Metern. Damit ist das Fluggerät vergleichbar mit dem amerikanischen Bomber B-21 Raider und übertrifft bisherige chinesische Drohnen deutlich.

    Die Drohne ist als sogenanntes HALE-System für ausdauernde Flüge in der Stratosphäre konzipiert und daher für folgende Leistungswerte ausgelegt:

    • Reichweite von über 20.000 Kilometern
    • Reiseflughöhe zwischen 18 und 20 Kilometern
    • Reisegeschwindigkeit von Mach 0,5 bis 0,65

    Das Konstruktionsprofil zielt primär auf weitreichende Aufklärung und Überwachung ab. In einem militärischen Konflikt dient das Fluggerät daher wohl der Lokalisierung feindlicher Flotten und der Übermittlung präziser Zieldaten für Langstreckenraketen. Die hohe Flugdauer erlaubt es dem System zudem, große Meeresgebiete im Pazifik lückenlos zu überwachen.

    Testflüge auf Chinas Area 51

    Die Erprobung der WZ-X findet auf dem Luftwaffenstützpunkt Malan statt. Der Stützpunkt liegt abgelegen in der Wüste und legt den Fokus auf autonome Waffensysteme der nächsten Generation. Die trockene Umgebung bietet optimale Bedingungen für geheime Testflüge fernab ziviler Flugrouten. Neben der WZ-X absolviert dort auch die Drohne GJ-X ihre Testflüge.

    Die chinesische Regierung treibt zudem die Entwicklung von bemannten Nurflüglern für unterschiedliche Einsatzszenarien voran. Dazu zählt auch der Tarnkappenbomber H-20. Offizielle Angaben zu den militärischen Fliegern liegen der Öffentlichkeit allerdings nicht vor.

    Glaubt ihr, dass solche großen Drohnen die bemannte Aufklärung bald komplett ersetzen werden? Teilt eure Gedanken und Einschätzungen gerne unten in den Kommentaren mit uns!

    Zusammenfassung
    • Frische Aufnahmen zeigen Chinas geheime Tarnkappendrohne WZ-X
    • Die Drohne fällt durch eine ungewöhnliche Flügelgeometrie auf
    • Die WZ-X hat eine geschätzte enorme Spannweite von 52 Metern
    • Das System ist für ausdauernde Flüge in der Stratosphäre gebaut
    • Geheime Tests finden auf dem Luftwaffenstützpunkt Malan statt

    Siehe auch:
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