Trump-Witz führt zu Prüfung der Lizenz eines gesamten US-Networks

Die US-Regierung erhöht den Druck auf den Medienkonzern Disney. Nach einem Witz des Moderators Jimmy Kimmel über Donald Trump fordert die Medienaufsicht eine vorgezogene Überprüfung der Sendelizenzen des Senders ABC. Das sorgt für Diskussionen.
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Lizenzprüfung für Disneys ABC

Die US-amerikanische Kommunikationsbehörde FCC hat eine vorgezogene Überprüfung der Sendelizenzen für acht lokale Fernsehstationen des Senders ABC angeordnet. Der zu Disney gehörende Sender muss deshalb vorzeitig bis zum 28. Mai 2026 Verlängerungsanträge einreichen. Regulär stünden die Überprüfungen erst in den Jahren 2028 bis 2031 an. Auslöser für das Vorgehen der US-Regierung ist ein offener Konflikt zwischen Präsident Donald Trump und dem Late-Night-Talker Jimmy Kimmel.

Kimmel hatte vor Kurzem in seiner Sendung Jimmy Kimmel Live einen Witz über den Altersunterschied des Präsidentenpaares gemacht und Melania Trump als werdende Witwe bezeichnet. Wenige Tage später kam es am Rande des White House Correspondents Dinner zu einem vereitelten Anschlag auf den Präsidenten. Die Familie Trump forderte daraufhin die sofortige Entlassung des Moderators. Kimmel beruft sich hingegen auf die Meinungsfreiheit und lehnt eine Entschuldigung ab.

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Medienaufsicht und Pressefreiheit

Wie die New York Times berichtet, begründet die Behörde den Schritt offiziell mit einer laufenden Untersuchung zu den Diversitätsrichtlinien von Disney. Die Kommission prüft, ob interne Programme zur Förderung von Vielfalt gegen geltende Vorschriften der Trump-Regierung, die gegen Gleichstellungsregeln vorgeht, verstoßen. In der Öffentlichkeit wird das Vorgehen aber als Reaktion auf den Konflikt diskutiert. Der Entzug von Sendelizenzen gilt in den USA als langwierig, da die Behörde ein systematisches Fehlverhalten nachweisen muss.

Der Fall war und ist heikel, denn er zeigt die anhaltende Debatte um staatliche Medienkontrolle und redaktionelle Unabhängigkeit - und das in jenem Land, das sich Meinungsfreiheit regelrecht auf die Fahne geschrieben hat. Die Regierung hat grundsätzlich das Recht und die Pflicht, die Einhaltung von Vorgaben durch Lizenznehmer zu kontrollieren. Befürworter der Prüfung argumentieren, dass Fernsehsender eine gesellschaftliche Verantwortung tragen und Richtlinien einhalten müssen. Juristen warnen im Gegenzug vor einem Verstoß gegen den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung, der die Pressefreiheit vor staatlichen Eingriffen schützt.

Sollte die Aufsichtsbehörde die Lizenzen nach der Prüfung verweigern, steht Disney ein Rechtsweg vor den Bundesgerichten offen. Während eines juristischen Verfahrens dürfte der Sendebetrieb von ABC ohne Einschränkungen weiterlaufen, auch auf den sogenannten lokalen Affiliates. Es ist übrigens nicht der erste Konflikt zwischen Kimmel und der Trump-Regierung: Bereits im vergangenen Jahr war die Sendung nach einem Kommentar über den konservativen Aktivisten Charlie Kirk vorübergehend aus dem Programm genommen worden, bevor der Sender die Ausstrahlung fortsetzte.

Was meint ihr zu dem Konflikt zwischen der US-Regierung und dem Sender? Dürfen Behörden derart in den Sendebetrieb eingreifen? Teilt eure ehrliche Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Die US-Behörde FCC ordnet eine vorgezogene Prüfung der Lizenzen von ABC an
  • Acht lokale Fernsehsender müssen bis zum 28. Mai 2026 Anträge einreichen
  • Ein Witz von Jimmy Kimmel über das Präsidentenpaar löste den Konflikt aus
  • Offiziell erfolgt die Prüfung aufgrund interner Diversitätsrichtlinien
  • Juristen warnen vor einer Verletzung der Pressefreiheit durch die Behörde
  • Während der juristischen Klärung bleibt der Sendebetrieb von ABC bestehen
  • Bereits im letzten Jahr gab es Streitigkeiten um einen Kommentar Kimmels

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