Erpressung und mehr: Krypto-Milliardär geht auf Trump los
Der Krypto-Milliardär Justin Sun hat eine Klage gegen das Blockchain-Projekt World Liberty Financial eingereicht, das vom US-Präsidenten Donald Trump mitgegründet wurde. Es geht um den Vorwurf der Erpressung mit einem "illegalen System".
Das Verhältnis zwischen Sun und dem Projekt verschlechterte sich laut der Klage bereits Mitte des vergangenen Jahres. Hintergrund sei gewesen, dass er sich geweigert habe, weiteres Kapital bereitzustellen oder das Projekt stärker zu unterstützen. In den vergangenen Wochen eskalierte der Konflikt öffentlich über die Plattform X, wo sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machten.
Sun beschuldigt World Liberty, heimlich technische Funktionen eingeführt zu haben, mit denen seine Token eingefroren wurden und ein Verkauf verhindert worden sei. Zudem habe sich das Unternehmen die Möglichkeit verschafft, Token zu vernichten - sogar solche, die sich in Suns eigener digitaler Wallet befanden. Weitere Maßnahmen hätten es erlaubt, Nutzerkonten zu sperren und Token umzuleiten.
Laut der Klage drohten Vertreter des Projekts sogar damit, seine Token im Wert von Hunderten Millionen Dollar zu vernichten oder ihn bei Behörden anzuzeigen. Sun sieht darin eine Form strafbarer Erpressung. Er fordert nun vor Gericht die Freigabe seiner Token, Schadensersatz sowie ein Verbot weiterer Eingriffe durch World Liberty. Unterdessen bleibt ein Großteil der Token früher Investoren weiterhin gesperrt, und ein Vorschlag zur weiteren Verzögerung des Handels sorgt für zusätzliche Unsicherheit im Projekt.
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Streit schwelt seit letztem Jahr
In der am Dienstag vor einem Bundesgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift behauptet Sun, World Liberty stehe kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Er äußert Zweifel daran, ob ausreichende Reserven vorhanden sind, um den Stablecoin USD1 abzusichern. Insgesamt hatte Sun nach eigenen Angaben rund 45 Millionen Dollar (etwa 41 Millionen Euro) investiert und dafür mehrere Milliarden WLFI-Token erhalten, zusätzlich zu weiteren Token für seine beratende Tätigkeit.Das Verhältnis zwischen Sun und dem Projekt verschlechterte sich laut der Klage bereits Mitte des vergangenen Jahres. Hintergrund sei gewesen, dass er sich geweigert habe, weiteres Kapital bereitzustellen oder das Projekt stärker zu unterstützen. In den vergangenen Wochen eskalierte der Konflikt öffentlich über die Plattform X, wo sich beide Seiten gegenseitig Vorwürfe machten.
Sun beschuldigt World Liberty, heimlich technische Funktionen eingeführt zu haben, mit denen seine Token eingefroren wurden und ein Verkauf verhindert worden sei. Zudem habe sich das Unternehmen die Möglichkeit verschafft, Token zu vernichten - sogar solche, die sich in Suns eigener digitaler Wallet befanden. Weitere Maßnahmen hätten es erlaubt, Nutzerkonten zu sperren und Token umzuleiten.
Token bleiben gesperrt
Besonders schwer wiegt Suns Vorwurf, World Liberty habe versucht, ihn unter Druck zu setzen: Er sei gedrängt worden, in den Stablecoin USD1 zu investieren und diesen über die von ihm gegründete Tron-Blockchain zu verbreiten. Auch eine Beteiligung an der Holdinggesellschaft des Projekts sei gefordert worden. Nachdem klar geworden sei, dass Sun nicht nachgeben werde, habe sich der Ton deutlich verschärft.Laut der Klage drohten Vertreter des Projekts sogar damit, seine Token im Wert von Hunderten Millionen Dollar zu vernichten oder ihn bei Behörden anzuzeigen. Sun sieht darin eine Form strafbarer Erpressung. Er fordert nun vor Gericht die Freigabe seiner Token, Schadensersatz sowie ein Verbot weiterer Eingriffe durch World Liberty. Unterdessen bleibt ein Großteil der Token früher Investoren weiterhin gesperrt, und ein Vorschlag zur weiteren Verzögerung des Handels sorgt für zusätzliche Unsicherheit im Projekt.
Zusammenfassung
- Justin Sun verklagt Trumps Krypto-Projekt wegen mutmaßlicher Erpressung
- Die Klage wurde am Dienstag in San Francisco vor Bundesgericht eingereicht
- Sun warnt vor Finanzkollaps und zweifelt an Reserven für USD1
- Er investierte 45 Millionen Dollar (etwa 41 Millionen Euro) und erhielt Milliarden WLFI-Token
- Sun sagt, seine Token seien heimlich eingefroren und Verkäufe blockiert
- Laut Klage drohten Vertreter mit Tokenvernichtung und Behördenmeldung
- Sun fordert Freigabe, Schadensersatz und Stopp weiterer Eingriffe
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