Intels neue KI-Technologie soll Spielgrafik-Assets um 95 % schrumpfen
Intel setzt mit Texture Set Neural Compression auf künstliche Intelligenz, um den Speicherbedarf moderner Videospiele zu verringern. Die neue Technologie soll Grafik-Assets um das 18-Fache verkleinern, ohne dass die Optik zu stark leidet.
Das System trainiert dabei ein neuronales Netzwerk mit verwandten Texturen und wandelt sie in ein platzsparendes Format um. Die Technik richtet sich an Entwickler, die bestehende Arbeitsprozesse beibehalten möchten. Die Komprimierung lässt sich flexibel einsetzen:
Auf YouTube ansehen
Die Technik läuft auf kommenden Panther-Lake-Prozessoren mit integrierter Arc-B390-Grafikeinheit dank spezieller XMX-Beschleuniger besonders schnell. Das System funktioniert jedoch nicht nur auf hauseigener Hardware. Ein integrierter Rückfallmodus erlaubt auch die Ausführung auf herkömmlichen Prozessoren und Grafikkarten ohne KI-Kerne. Dort arbeitet TSNC dann mit geringerer Geschwindigkeit, bietet aber weiterhin volle Kompatibilität.
Das Unternehmen plant, noch im laufenden Jahr eine erste Vorabversion der Entwicklerwerkzeuge als separates Softwarepaket bereitzustellen. Die Technologie bietet Potenzial für schnellere Ladezeiten und einen geringeren Speicherbedarf. Als Nachteil bleibt der zusätzliche Rechenaufwand. Ohne dedizierte KI-Kerne nimmt die Leistung ab. Ob sich das Verfahren durchsetzt, hängt auch von der Akzeptanz der Spiele-Entwickler ab.
Was meint ihr zu der neuen KI-Kompression? Werden kleinere Spiele-Downloads bald Realität oder stören euch auch schon kleinste Qualitätsverluste? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Intel setzt auf KI-Technologie zur Komprimierung von Spieletexturen
- Texture Set Neural Compression verkleinert Grafik-Assets um das 18-Fache
- Die Technik läuft besonders schnell auf Intels Panther-Lake-Prozessoren
- Ein Rückfallmodus ermöglicht die Nutzung auf Hardware ohne KI-Kerne
- Nvidia arbeitet ebenfalls an einer vergleichbaren Kompressionslösung
- Erste Vorabversion der Entwicklerwerkzeuge soll noch dieses Jahr kommen
KI-Kompression spart Speicher
Moderne Videospiele belegen oft Hunderte Gigabyte auf der Festplatte und verlangen Grafikkarten mit großem Videospeicher. Durch die aktuelle Speicherkrise sind SSDs und entsprechende Karten jedoch seltener und gleichzeitig auch deutlich teurer geworden. Um das Problem zu lösen, hat Intel die Technologie Texture Set Neural Compression (TSNC) entwickelt. Das Verfahren nutzt ähnlich wie Nvidias Neural Texture Compression künstliche Intelligenz, um Spieletexturen deutlich effizienter zu komprimieren als bisherige Standardverfahren.Das System trainiert dabei ein neuronales Netzwerk mit verwandten Texturen und wandelt sie in ein platzsparendes Format um. Die Technik richtet sich an Entwickler, die bestehende Arbeitsprozesse beibehalten möchten. Die Komprimierung lässt sich flexibel einsetzen:
- Vorab-Kompression zur Reduzierung der Downloadgröße
- Echtzeit-Entpacken während des Ladebildschirms
- Direktes Streaming der Texturen im laufenden Spiel
Auf YouTube ansehenFlexibles System
Nutzer sollen dabei zwischen zwei Modi wählen können, wie das entsprechende Intel-Video auf YouTube zeigt. Variante A verkleinert die Dateien um das Neunfache, wobei der optische Qualitätsverlust bei etwa fünf Prozent liegt. Variante B erzielt sogar eine 18-fache Komprimierung. Hierbei sinkt die visuelle Qualität laut Intel jedoch um bis zu sieben Prozent.Die Technik läuft auf kommenden Panther-Lake-Prozessoren mit integrierter Arc-B390-Grafikeinheit dank spezieller XMX-Beschleuniger besonders schnell. Das System funktioniert jedoch nicht nur auf hauseigener Hardware. Ein integrierter Rückfallmodus erlaubt auch die Ausführung auf herkömmlichen Prozessoren und Grafikkarten ohne KI-Kerne. Dort arbeitet TSNC dann mit geringerer Geschwindigkeit, bietet aber weiterhin volle Kompatibilität.
Konkurrenz für Nvidias NTC
Wie bereits eingangs erwähnt, arbeitet auch der Konkurrent Nvidia an einer vergleichbaren Lösung. Das Verfahren verkleinert Texturen mithilfe von neuronalen Netzen um bis zu 85 Prozent. Der Vorteil von Intels offenerem Ansatz ist jedoch die breite Hardware-Unterstützung.Das Unternehmen plant, noch im laufenden Jahr eine erste Vorabversion der Entwicklerwerkzeuge als separates Softwarepaket bereitzustellen. Die Technologie bietet Potenzial für schnellere Ladezeiten und einen geringeren Speicherbedarf. Als Nachteil bleibt der zusätzliche Rechenaufwand. Ohne dedizierte KI-Kerne nimmt die Leistung ab. Ob sich das Verfahren durchsetzt, hängt auch von der Akzeptanz der Spiele-Entwickler ab.
Was meint ihr zu der neuen KI-Kompression? Werden kleinere Spiele-Downloads bald Realität oder stören euch auch schon kleinste Qualitätsverluste? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Wegen 'Urheberrechtsverletzung': YouTube sperrt Nvidias DLSS-5-Video
- Speicherkrise für Gamer entschärft? Nvidia-KI-Kompression beeindruckt
- Steam bekommt Design-Update: So sieht die neue Startseite aus
- Zocken auf Rädern: Lkw-Fahrer baut Cockpit zu irrer Gaming-Station um
- Nvidia DLSS 5: Neue KI-Grafik sorgt für Flutwelle an Spott und Memes
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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