Epic Games entlässt tödlich krebskranken Entwickler - CEO reagiert
Epic Games entließ vergangene Woche über 1.000 Mitarbeiter und man setzte den Rotstift an, ohne genau hinzusehen. Denn darunter befand sich auch ein todkranker Entwickler. Seine Frau machte den Fall öffentlich und CEO Tim Sweeney reagierte auf den Vorfall.
Seine Frau Jenni Griffin machte die Situation am Wochenende in einem Facebook-Beitrag öffentlich. Durch die Kündigung habe die Familie nicht nur das Einkommen verloren, sondern auch Prinkes Lebensversicherung, die als Benefit an den Arbeitsvertrag gekoppelt war. Da sein Krebs als Vorerkrankung (Pre-Existing Condition) gelte, könne er keinen neuen Lebensversicherungsvertrag abschließen, so Griffin.
Während die Krankenversicherung laut Epic für sechs Monate weiterlaufe, ende die Lebensversicherung offenbar sofort mit dem Beschäftigungsverhältnis. Griffin beschrieb die Konsequenzen in drastischen Worten: Sie müsse sich nun fragen, welche Beerdigung sie sich leisten könne, wie sie die Miete zahle und wie sie ihren Sohn schützen werde.
Griffins Beitrag verbreitete sich rasch über Reddit und X. Große Fortnite-News-Accounts markierten daraufhin CEO Tim Sweeney direkt. Dieser äußerte sich schließlich öffentlich auf X: Epic stehe mit der Familie in Kontakt und werde das Versicherungsproblem lösen. Medizinische Informationen unterlägen höchster Vertraulichkeit und seien nicht in die Entlassungsentscheidung eingeflossen. Er entschuldigte sich dafür, die Situation nicht im Vorfeld erkannt und gehandhabt zu haben.
Was haltet ihr von dem Fall - und wie bewertet ihr die Reaktion von Epic? Lasst uns in den Kommentaren wissen, ob euch solche Fälle aus eurem Arbeitsumfeld bekannt sind.
Siehe auch:
Versicherung weg, Existenz bedroht
Vergangene Woche hat Epic Games, das Studio hinter Fortnite und der Unreal Engine, den Abbau von mehr als 1.000 Stellen angekündigt. CEO Tim Sweeney begründete den Schritt mit geringeren als erwarteten Nutzerzahlen bei Fortnite und anderen Geschäftsbereichen. Betroffene US-Mitarbeiter sollen laut Unternehmensangaben sechs Monate Abfindung, beschleunigte Aktienoptionen und eine weitergeführte Krankenversicherung erhalten. Einer der Entlassenen ist Mike Prinke, ein Technical Writer, der fast sieben Jahre bei Epic beschäftigt war. Was seinen Fall von den übrigen abhebt: Prinke kämpft derzeit gegen einen unheilbaren Hirntumor.Seine Frau Jenni Griffin machte die Situation am Wochenende in einem Facebook-Beitrag öffentlich. Durch die Kündigung habe die Familie nicht nur das Einkommen verloren, sondern auch Prinkes Lebensversicherung, die als Benefit an den Arbeitsvertrag gekoppelt war. Da sein Krebs als Vorerkrankung (Pre-Existing Condition) gelte, könne er keinen neuen Lebensversicherungsvertrag abschließen, so Griffin.
Während die Krankenversicherung laut Epic für sechs Monate weiterlaufe, ende die Lebensversicherung offenbar sofort mit dem Beschäftigungsverhältnis. Griffin beschrieb die Konsequenzen in drastischen Worten: Sie müsse sich nun fragen, welche Beerdigung sie sich leisten könne, wie sie die Miete zahle und wie sie ihren Sohn schützen werde.
Sweeney reagiert öffentlich
Laut Kotaku war Prinkes Erkrankung im Unternehmen alles andere als ein Geheimnis. Er habe regelmäßige Arzttermine wahrgenommen und sogar spezielle Behandlungen gegen den krebsbedingten Gedächtnisverlust durchführen lassen, um seine Arbeitsleistung aufrechtzuerhalten.Griffins Beitrag verbreitete sich rasch über Reddit und X. Große Fortnite-News-Accounts markierten daraufhin CEO Tim Sweeney direkt. Dieser äußerte sich schließlich öffentlich auf X: Epic stehe mit der Familie in Kontakt und werde das Versicherungsproblem lösen. Medizinische Informationen unterlägen höchster Vertraulichkeit und seien nicht in die Entlassungsentscheidung eingeflossen. Er entschuldigte sich dafür, die Situation nicht im Vorfeld erkannt und gehandhabt zu haben.
Systemisches Problem
Der Fall Prinke zeigt ein grundsätzliches Problem des US-amerikanischen Arbeitsmarkts: Kranken- und Lebensversicherung sind dort häufig direkt an das Beschäftigungsverhältnis geknüpft. Wer seinen Job verliert, steht im schlimmsten Fall ohne medizinische oder finanzielle Absicherung da. Besonders kritisch wird es bei Vorerkrankungen, die den Abschluss neuer Policen erschweren oder unmöglich machen.Was haltet ihr von dem Fall - und wie bewertet ihr die Reaktion von Epic? Lasst uns in den Kommentaren wissen, ob euch solche Fälle aus eurem Arbeitsumfeld bekannt sind.
Zusammenfassung
- Epic Games entließ über 1.000 Mitarbeiter in der letzten Woche
- Unter den Entlassenen war ein todkranker Entwickler namens Prinke
- Prinkes Frau machte den Verlust der Lebensversicherung öffentlich
- Die Lebensversicherung war direkt an den Arbeitsvertrag gekoppelt
- Wegen Vorerkrankung kann Prinke keine neue Lebensversicherung abschließen
- CEO Tim Sweeney versprach öffentlich auf X, das Problem zu lösen
- Der Fall zeigt die Schwächen des US-amerikanischen Versicherungssystems
Siehe auch:
- "Magie" von Fortnite schwindet, Epic Games entlässt 1000 Mitarbeiter
- Epic verklagt Ex-Mitarbeiter als berüchtigten Fortnite-Leaker AdiraFN
- Innovative Animations-Technologie: Epic Games kauft deutsches Startup
- Xbox-Zukunft: Steam und Epic kommen auf die Windows 11-Konsole
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