Epic-Games-Manager verblüffend ehrlich:
"Unser Launcher ist scheiße!"
Der Epic Games Store hat sich etabliert, die Software hinkt jedoch hinterher. Manager Steve Allison findet nun klare Worte für den eigenen Launcher und kündigt für 2026 einen kompletten Umbau sowie lang ersehnte neue Funktionen an.
Denn während der Marktführer Steam mit umfangreichen Community-Features, Foren und schnellen Ladezeiten punktet, wirkt der Epic Games Store oft träge und funktional eingeschränkt. Trotz aggressiver Exklusiv-Deals und wöchentlicher Gratis-Spiele bleibt die Nutzererfahrung der Software der größte Kritikpunkt. In einem bemerkenswert offenen Schritt hat Steve Allison, Vice President und General Manager des Epic Games Store, diese Defizite nun bestätigt. Dabei fand er im Hinblick auf den aktuellen Zustand der Software deutliche Worte:
Außerdem sei das Programm "wirklich langsam". Ein technischer Hintergrund für die schlechte Performance ist die Art und Weise, wie der Client Daten verarbeitet. Vor allem die ständigen Serverabfragen im Hintergrund, die bei fast jedem Klick ausgeführt werden, sorgen für spürbare Verzögerungen, da kaum lokales Caching stattfindet. Um dieses fundamentale Problem zu lösen, arbeitet das Team bereits seit November 2025 an einer grundlegenden Überarbeitung der Architektur.
Das Ziel ist es, die internen Abläufe der Software komplett auszutauschen, um die Reaktionszeiten drastisch zu verkürzen. Das Update soll voraussichtlich im Sommer 2026 ausgerollt werden.
Geplant sind sogenannte "Community Spaces", die Spielerprofile, Avatare und private Nachrichten beinhalten. Auch ein spielübergreifender Voice-Chat und Party-Funktionen sollen im zweiten Quartal 2026 folgen, um die Lücke zu Discord und Steam zu schließen.
Zusätzlich treibt Epic die Verschmelzung von Plattformen voran. Eine spielübergreifende Bibliothek soll es Nutzern ermöglichen, ihre Sammlung nahtlos zwischen PC und mobilen Endgeräten zu verwalten. Ein weiteres Novum wird eine Art Forensystem sein, das Ende des Jahres getestet werden soll. Damit reagiert Epic auf den Umstand, dass Nutzer zwar Spiele im Epic Store kaufen, aber in Steam-Foren nach Lösungen bei technischen Problemen suchen.
Nun, da die Backend-Strukturen stehen und der Katalog automatisiert wachsen kann, verschiebt sich der Ressourceneinsatz in Richtung Nutzererfahrung. Trotz der technischen Mängel bleibt die Strategie der kostenlosen Spiele ein wichtiger Pfeiler für Epic. Im Jahr 2025 wurden laut Unternehmensangaben 662 Millionen Gratis-Titel von den Nutzern beansprucht. Mit dem kommenden Update hofft Epic, dass der Game Store nicht mehr nur als bloßer Download-Client, sondern als echte Plattform wahrgenommen wird.
Nutzt ihr den Epic Launcher nur für die Gratis-Titel oder kauft ihr dort auch regulär ein? Was müsste passieren, damit der Store für euch eine echte Alternative zu Steam wird? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Launcher in der Kritik
Epic ist vor allem aufgrund seiner vielen Streitigkeiten über App-Store-Gebühren mit Firmen wie Google und Apple immer wieder in den Schlagzeilen. Der Epic Games Store an sich rückt dabei in den Hintergrund. Zwar hat man den eigenen Marktplatz für Videospiele mittlerweile etabliert, doch gegen Steam kommt der nicht einmal ansatzweise an. Es tummeln sich zwar viele Nutzer auf der Plattform der Fortnite-Macher, doch nur die wenigsten kaufen auch tatsächlich etwas.Denn während der Marktführer Steam mit umfangreichen Community-Features, Foren und schnellen Ladezeiten punktet, wirkt der Epic Games Store oft träge und funktional eingeschränkt. Trotz aggressiver Exklusiv-Deals und wöchentlicher Gratis-Spiele bleibt die Nutzererfahrung der Software der größte Kritikpunkt. In einem bemerkenswert offenen Schritt hat Steve Allison, Vice President und General Manager des Epic Games Store, diese Defizite nun bestätigt. Dabei fand er im Hinblick auf den aktuellen Zustand der Software deutliche Worte:
Der Launcher ist scheiße, nennen wir es beim Namen.
Außerdem sei das Programm "wirklich langsam". Ein technischer Hintergrund für die schlechte Performance ist die Art und Weise, wie der Client Daten verarbeitet. Vor allem die ständigen Serverabfragen im Hintergrund, die bei fast jedem Klick ausgeführt werden, sorgen für spürbare Verzögerungen, da kaum lokales Caching stattfindet. Um dieses fundamentale Problem zu lösen, arbeitet das Team bereits seit November 2025 an einer grundlegenden Überarbeitung der Architektur.
Das Ziel ist es, die internen Abläufe der Software komplett auszutauschen, um die Reaktionszeiten drastisch zu verkürzen. Das Update soll voraussichtlich im Sommer 2026 ausgerollt werden.
Offensive für soziale Features
Neben der reinen Geschwindigkeit fehlt es dem Epic-Launcher bislang auch an elementaren Community-Funktionen, die bei der Konkurrenz seit Jahren Standard sind. Wie Allison im Gespräch mit Eurogamer ausführte, plant das Unternehmen eine großangelegte Offensive im sozialen Bereich.Geplant sind sogenannte "Community Spaces", die Spielerprofile, Avatare und private Nachrichten beinhalten. Auch ein spielübergreifender Voice-Chat und Party-Funktionen sollen im zweiten Quartal 2026 folgen, um die Lücke zu Discord und Steam zu schließen.
Zusätzlich treibt Epic die Verschmelzung von Plattformen voran. Eine spielübergreifende Bibliothek soll es Nutzern ermöglichen, ihre Sammlung nahtlos zwischen PC und mobilen Endgeräten zu verwalten. Ein weiteres Novum wird eine Art Forensystem sein, das Ende des Jahres getestet werden soll. Damit reagiert Epic auf den Umstand, dass Nutzer zwar Spiele im Epic Store kaufen, aber in Steam-Foren nach Lösungen bei technischen Problemen suchen.
Fokusverschiebung hin zu den Spielern
Die Frage, warum diese für Endanwender kritischen Verbesserungen erst Jahre nach dem Start der Plattform angegangen werden, beantwortet das Management mit einer strategischen Priorisierung der Entwickler-Tools. In den ersten Jahren habe der Fokus darauf gelegen, Self-Publishing-Werkzeuge zu erstellen. Denn zuvor musste jeder Titel manuell von Epic-Mitarbeitern in das Backend eingepflegt werden, was einen enormen Flaschenhals darstellte.Nun, da die Backend-Strukturen stehen und der Katalog automatisiert wachsen kann, verschiebt sich der Ressourceneinsatz in Richtung Nutzererfahrung. Trotz der technischen Mängel bleibt die Strategie der kostenlosen Spiele ein wichtiger Pfeiler für Epic. Im Jahr 2025 wurden laut Unternehmensangaben 662 Millionen Gratis-Titel von den Nutzern beansprucht. Mit dem kommenden Update hofft Epic, dass der Game Store nicht mehr nur als bloßer Download-Client, sondern als echte Plattform wahrgenommen wird.
Nutzt ihr den Epic Launcher nur für die Gratis-Titel oder kauft ihr dort auch regulär ein? Was müsste passieren, damit der Store für euch eine echte Alternative zu Steam wird? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Epic Games Manager bezeichnet eigenen Launcher offen als 'scheiße'
- Seit November 2025 wird an einer kompletten Überarbeitung gearbeitet
- Update mit verbesserter Performance soll im Sommer 2026 erscheinen
- Community-Funktionen wie Profile, Voice-Chat und Foren sind geplant
- Schwerpunkt verlagert sich von Entwickler-Tools zur Nutzererfahrung
- Gratis-Spiele bleiben wichtiger Bestandteil mit 662 Millionen Downloads
Siehe auch:
- Epic Game Store: Viele neue Nutzer, aber niemand kauft etwas
- Gründe unklar: Nach Steam verbannt auch Epic das Indie-Spiel Horses
- KI in Games: Epic-Chef fordert Ende der Kennzeichnung
- Google und Epic einigen sich, Play Store-Gebühren sollen sinken
- Epic verklagt Fortnite-Konto-Dieb, der 'industriell' Accounts verkauft hat
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