"Magie" von Fortnite schwindet, Epic Games entlässt 1.000 Mitarbeiter

Epic Games streicht mehr als 1.000 Arbeitsplätze und verkleinert seine Belegschaft damit um rund ein Fünftel. Grund für den drastischen Schritt sind massiv gesunkene Spielerzahlen bei Fortnite sowie stark gestiegene Kosten für Server und Hardware.
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Massiver Stellenabbau bei Epic Games

Epic Games hat bekannt gegeben, dass mehr als 1.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen. Das entspricht rund 20 Prozent der gesamten Belegschaft. Als Hauptgrund nennt CEO Tim Sweeney einen deutlichen Rückgang der Spielerzahlen und Einnahmen beim zweifellos wichtigsten Epic-Titel Fortnite, der bereits im Jahr 2025 begann. Das Unternehmen gibt nach eigenen Angaben wesentlich mehr Geld aus, als es einnimmt.

Neben dem Personalabbau plant das Unternehmen Einsparungen von 500 Millionen Dollar (etwa 431 Millionen Euro). Das Geld soll primär durch Kürzungen bei externen Aufträgen, im Marketing und durch den Wegfall offener Stellen erreicht werden. Sweeney bezeichnete die aktuelle Marktlage in einer Mitteilung an die Mitarbeiter als die extremste Situation seit der Gründung der Firma im Jahr 1991.

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Tim Sweeney, CEO von Epic Games

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist das bereits die zweite große Entlassungswelle innerhalb von drei Jahren. Schon im September 2023 mussten etwa 830 Angestellte gehen, um die Profitabilität zu steigern. Das Entwicklerstudio, das für die Entwicklung der weitverbreiteten Unreal Engine bekannt ist, reagierte vor Kurzem zudem mit einer Preiserhöhung für die In-Game-Währung V-Bucks, um die gestiegenen Betriebskosten zu kompensieren.

Die Probleme des Unternehmens sind vielschichtig und spiegeln den allgemeinen Zustand der Branche wider. Dazu zählen der Rückgang der Interaktionsraten bei Online-Spielen wie Fortnite und die schleppende Rückkehr auf mobile Plattformen. Hinzu kommen sinkende Konsolenverkäufe im Vergleich zur Vorgängergeneration sowie die Konkurrenz um Bildschirmzeit durch Social Media.

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Ein Faktor für die finanzielle Schieflage sind die langwierigen und kostspieligen Rechtsstreitigkeiten mit Apple und Google. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen um die App-Store-Richtlinien dauern seit dem Jahr 2020 an und haben hohe Anwaltskosten verursacht. Laut Sweeney befindet sich das Unternehmen erst im Anfangsstadium der Rückkehr auf mobile Plattformen. Die technische Optimierung für Smartphones steht ebenfalls noch am Anfang. Gleichzeitig stellte der CEO klar, dass die aktuellen Kündigungen nicht im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz stehen.

Branche unter Druck durch Hardware

Auch externe Faktoren belasten das Geschäft. Die gesamte Videospielindustrie kämpft mit steigenden Preisen für Speicherchips und Serverkapazitäten. Die enorme Nachfrage durch Rechenzentren für künstliche Intelligenz verknappt das Angebot an Hardware weltweit. Das treibt die Kosten für Halbleiter stark in die Höhe und verteuert den Betrieb großer Server-Infrastrukturen für Online-Spiele.

Betroffene Mitarbeiter in den USA erhalten Abfindungspakete, die mindestens vier Monatsgehälter umfassen, sowie eine sechsmonatige Weiterführung der Krankenversicherung. Nach dem Stellenabbau verbleiben noch gut 4.000 Angestellte bei dem Entwicklerstudio aus North Carolina. Die verbleibenden Entwickler sollen sich nun primär auf Kernprojekte konzentrieren. Auch Spielentwickler anderer Studios sehen sich zunehmend unter Druck - Entlassungen sind branchenweit ein zentrales Problem.

Haltet ihr die Maßnahmen von Epic Games für gerechtfertigt oder seht ihr darin ein Zeichen für tiefergehende Probleme? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Epic Games entlässt über 1.000 Mitarbeiter, etwa ein Fünftel der Belegschaft
  • Sinkende Spielerzahlen bei Fortnite sind der Hauptgrund für den Abbau
  • Einsparungen von 500 Millionen Dollar bei Marketing und Aufträgen geplant
  • Bereits im September 2023 mussten rund 830 Angestellte das Unternehmen verlassen
  • Rechtsstreitigkeiten mit Apple und Google verursachen hohe Anwaltskosten
  • Steigende Hardwarepreise durch KI-Rechenzentren belasten die gesamte Branche
  • Betroffene erhalten mindestens vier Monatsgehälter als Abfindungspaket

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