Nach negativem Feedback:
Dieses Team soll Windows 11 retten

Microsoft hat bereits mehrfach angekündigt, sich nach dem vielen negativen Feedback rund um den aktuellen "Zustand" von Windows wieder verstärkt nach den Nutzern richten zu wollen. Mittlerweile steht fest, welche Mitarbeiter die Mammutaufgabe übernehmen, Windows 11 zu "retten".

Zeigt das negative Feedback tatsächlich Wirkung?

Als der neue Windows-Chef Pavan Davuluri im November 2025 in Aussicht stellte, Windows werde künftig zu einem "agentischen OS", schlug ihm eine Welle negativer Rückmeldungen entgegen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt dürfte dem Microsoft-Management klar geworden sein, dass die Nutzer nur zu einem sehr begrenzten Grad bereit waren, den KI-Wahn des Softwarekonzerns mitzumachen.

Seit Davuluri damals in die Defensive ging und sogar die Antwortfunktion unter seinem Post abschaltete, hat Microsoft anscheinend eine andere Richtung eingeschlagen und mehrfach angekündigt, sich verstärkt nach dem Nutzer-Feedback richten zu wollen. In den letzten Wochen interagieren laut Windows Latest viele führende Mitarbeiter verstärkt in sozialen Medien mit Nutzern, sodass sich abzeichnet, wer damit betraut wurde, Windows wieder nutzerfreundlicher zu machen.

Entwickler-Guru Scott Hanselman soll aushelfen

Neben Davuluri selbst hat Microsoft wohl unter anderem Scott Hanselman ins Boot geholt, der als Vice President schon lange die Beziehungen zu Entwicklern pflegt. Er stimmte auf X/Twitter unter anderem zu, dass man ein "ruhigeres, entspannteres Betriebssystem mit weniger Upsell-Versuchen" anstrebt. Auch dem Wunsch nach einem Verzicht auf die Pflicht zur Anmeldung unter Windows mit einem Microsoft-Account stimmte er zu.


Neben Hanselman soll auch Tali Roth mit ihrem Team in die Arbeit an einem besseren, nutzerfreundlicheren Windows investieren. Roth ist Teil des Windows-Experience-Teams und will unter anderem dazu beitragen, dass Windows-Updates "zuverlässiger werden" sollen.

Insider-Programm wird angeblich umgestaltet

Marcus Ash ist als sogenannter "Executive Sponsor" für das Windows-Insider-Programm mit zuständig und will nach eigenen Angaben dafür sorgen, dass dieses wieder stärker Einfluss auf die Gestaltung von Windows nimmt. Man arbeite an Veränderungen im Insider-Programm, die dafür sorgen sollen, dass das Feedback der Tester tatsächlich Auswirkungen auf die Entwicklungsarbeit hat, hieß es zuletzt.

Ein weiterer Microsoft-Mitarbeiter, der zusammen mit seinem Team helfen soll, das Feedback der User in das Produkt einfließen zu lassen, ist Diego Baca. Er leitet das Design-Team an, was die geplanten Änderungen am Startmenü und der Taskleiste angeht, und versprach öffentlich bereits eine Vielzahl von Verbesserungen.

Mit Dave Dame ist auch ein führendes Mitglied der Abteilung für "Human-Factors-Design" an dem Vorhaben zur Verbesserung von Windows auf Basis von Rückmeldungen der Nutzer beteiligt. Er versuchte bereits mehrfach, Feedback zu Themen wie der Spracheingabe zu erhalten, um Vorschläge der Nutzer in Verbesserungen umzusetzen, die vor allem Anwendern mit körperlichen Einschränkungen zugutekommen sollen.

Letztlich bleibt abzuwarten, ob Microsoft hier nicht nur eine vordergründige "Marketing-Kampagne" fährt, während im Hintergrund weiter irgendwelchen KI-Fantasien nachgelaufen wird. Angesichts der immer attraktiver werdenden Alternativen in Form von Linux oder auch macOS dürften die Redmonder aber gut beraten sein, ihr Kernpublikum zufriedenzustellen.

Zusammenfassung
  • Microsoft will Windows 11 nach negativem Nutzerfeedback verbessern
  • Pavan Davuluri erntete als Windows-Chef im November 2025 viel Kritik
  • Scott Hanselman strebt ein ruhigeres Betriebssystem ohne Upselling an
  • Tali Roth und ihr Team wollen die Windows-Updates zuverlässiger machen
  • Marcus Ash will das Windows-Insider-Programm wieder einflussreicher machen
  • Diego Baca leitet Designänderungen am Startmenü und an der Taskleiste
  • Linux und macOS werden als Alternativen für Nutzer immer attraktiver

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