Google verliert krachend gegen Epic:
Play Store muss offener werden
Im langwierigen Rechtsstreit mit dem Spielekonzern Epic Games hat Google einen bedeutenden Rückschlag erlitten. Damit bleibt die Entscheidung eines Bundesrichters bestehen, wonach Google seinen Play Store für Android deutlich stärker für Dritte öffnen muss.
Richterin M. Margaret McKeown schrieb in der Entscheidung, dass die Beweise für Googles wettbewerbswidriges Verhalten "überwältigend" seien. Gemeinsam mit ihren Kollegen Danielle Forrest und Gabriel Sanchez stellte sie klar, dass das Vorgehen Googles eine unfaire Marktstruktur zementiert habe.
Bundesrichter James Donato hatte Google bereits im Oktober 2023 dazu verpflichtet, tiefgreifende Änderungen vorzunehmen. So soll es künftig möglich sein, konkurrierende App-Stores direkt über den Play Store herunterzuladen und den App-Katalog für Drittanbieter zugänglich zu machen. Diese Anordnung wurde bislang ausgesetzt - nun kann sie umgesetzt werden, sofern Google nicht erfolgreich vor das gesamte Berufungsgericht oder den Obersten Gerichtshof zieht.
Epic-Chef Tim Sweeney hingegen begrüßte die Entscheidung und kündigte an, dass der Epic Games Store künftig auch über den Google Play Store erhältlich sein werde. Unterstützung erhält Epic in dem Verfahren unter anderem von Microsoft sowie den US-Behörden für Wettbewerbsaufsicht - dem Justizministerium und der Federal Trade Commission. Parallel dazu führt Epic einen ähnlichen Rechtsstreit mit Apple, in dem es ebenfalls um die Marktregeln für App-Entwickler geht.
Siehe auch:
Urteil bestätigt
Ein US-Berufungsgericht in San Francisco wies am Donnerstag einstimmig Googles Berufung gegen ein früheres Urteil zurück, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund des Verfahrens ist eine Klage von Epic Games aus dem Jahr 2020. Das Unternehmen, bekannt für das Spiel Fortnite, wirft Google vor, seine marktbeherrschende Stellung im App-Vertriebssystem von Android-Geräten auszunutzen und damit den Wettbewerb zu unterdrücken. Eine Jury hatte Epic im Dezember 2023 Recht gegeben - ein Urteil, das nun von der Berufungsinstanz bestätigt wurde.Richterin M. Margaret McKeown schrieb in der Entscheidung, dass die Beweise für Googles wettbewerbswidriges Verhalten "überwältigend" seien. Gemeinsam mit ihren Kollegen Danielle Forrest und Gabriel Sanchez stellte sie klar, dass das Vorgehen Googles eine unfaire Marktstruktur zementiert habe.
Bundesrichter James Donato hatte Google bereits im Oktober 2023 dazu verpflichtet, tiefgreifende Änderungen vorzunehmen. So soll es künftig möglich sein, konkurrierende App-Stores direkt über den Play Store herunterzuladen und den App-Katalog für Drittanbieter zugänglich zu machen. Diese Anordnung wurde bislang ausgesetzt - nun kann sie umgesetzt werden, sofern Google nicht erfolgreich vor das gesamte Berufungsgericht oder den Obersten Gerichtshof zieht.
Google ist sauer
Google reagierte mit scharfer Kritik an der Entscheidung. Lee-Anne Mulholland, Vizepräsidentin für Regulierungsangelegenheiten, warnte vor negativen Folgen für die Sicherheit und Innovationskraft des Android-Ökosystems. Man wolle die rechtliche Auseinandersetzung fortführen.Epic-Chef Tim Sweeney hingegen begrüßte die Entscheidung und kündigte an, dass der Epic Games Store künftig auch über den Google Play Store erhältlich sein werde. Unterstützung erhält Epic in dem Verfahren unter anderem von Microsoft sowie den US-Behörden für Wettbewerbsaufsicht - dem Justizministerium und der Federal Trade Commission. Parallel dazu führt Epic einen ähnlichen Rechtsstreit mit Apple, in dem es ebenfalls um die Marktregeln für App-Entwickler geht.
Zusammenfassung
- Google unterliegt im Rechtsstreit gegen Epic Games vor US-Berufungsgericht
- Richter bestätigen wettbewerbswidriges Verhalten beim Android Play Store
- Play Store muss künftig für konkurrierende App-Stores geöffnet werden
- Epic darf seinen Games Store bald über Googles Plattform anbieten
- Gericht bezeichnet Beweise gegen Googles Marktmissbrauch als überwältigend
- Google kritisiert Entscheidung und warnt vor Sicherheitsrisiken für Android
- Microsoft und US-Wettbewerbsbehörden unterstützen Epic in dem Verfahren
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