Epic-Chef bezeichnet Apple und Google als "Gangster-Unternehmen"

Tim Sweeney hat Apple und Google scharf kritisiert und mit Gangs­tern verglichen, die illegale Praktiken fortführen, wenn sich das trotz Strafen lohnt. Besonders die Warnhinweise bei der Installation alternativer Stores schrecken Anwender ab, so Sweeney.
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Apple und Google als "Gangster-Unternehmen"

Tim Sweeney, CEO von Epic Games, hat bei einer Veranstaltung von Y Combinator am Mittwoch scharfe Kritik an Apple und Google geübt. Der Chef des Unternehmens hinter dem Erfolgsspiel Fortnite sowie der Unreal Engine bezeichnete die Tech-Giganten als "Gangster-Unternehmen", die illegale Geschäftspraktiken betreiben würden.

"Die traurige Wahrheit ist, dass Apple und Google keine gesetzestreuen Unternehmen mehr sind", sagte Sweeney. "Sie werden in vielerlei Hinsicht als Gangster-Unternehmen geführt, die alles machen werden, womit sie durchzukommen glauben." Der Epic-CEO behauptete, die Konzerne würden illegale Praktiken fortsetzen, wenn die zu erwartenden Geldstrafen niedriger seien als die potenziellen Umsatzverluste.

Wie TechCrunch berichtet, ist dies nicht das erste Mal, dass Sweeney die Tech-Giganten öffentlich angreift. Der 55-jährige Unternehmer kritisiert seit Jahren die App-Store-Monopole und führt einen regelrechten Kreuzzug gegen die Marktmacht von Apple und Google.


"Angst-Bildschirme" und hohe Abbruchraten

Konkret kritisierte Sweeney die Warnhinweise, die Apple und Google anzeigen, wenn Nutzer versuchen, den Epic Games Store auf ihren Geräten zu installieren. Diese "Angst-Bildschirme" ("Scare Screens") würden dazu führen, dass 50 bis 60 Prozent der Nutzer den Installationsvorgang abbrechen. Google warnt Android-Nutzer, dass die Software von einer "unbekannten Quelle" stamme und das Gerät beschädigen könnte.

Ähnliche Abbruchraten gebe es auch bei iOS-Nutzern in Europa, wo der Epic Games Store dank neuer Regulierungen wie dem Digital Markets Act mittlerweile verfügbar ist. Auch Apple zeige Warnhinweise an, die viele Nutzer abschrecken würden - Sweeney bezeichnete diese Praxis als "lehrbuchmäßige Selbstbevorzugung".

Ein weiterer Kritikpunkt Sweeneys sind die Gebühren, die Apple für Apps in Drittanbieter-Stores erhebt. Statt der üblichen 30-Prozent-Provision verlangt Apple eine "Core Technology Fee" von 50 Cent pro Installation pro Jahr für Apps mit mehr als einer Million Downloads.

"Wenn Ihre App nicht enorm hohe Einnahmen pro Nutzer generiert, wird jedes Free-to-Play-Spiel davon abgeschreckt", erklärte Sweeney. "Es ist zu teuer für sie. Apple würde sie in den Bankrott treiben, wenn sie das täten." Dies sei der Grund, warum bislang kein großer Spieleentwickler bereit sei, Spiele über den Epic Games Store auf iOS zu vertreiben.

Was haltet ihr von Sweeneys Kritik? Sind Apple und Google tatsächlich zu mächtig geworden, oder übertreibt der Epic-Chef mit seinen Vorwürfen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Epic-CEO Tim Sweeney bezeichnet Apple und Google als 'Gangster-Unternehmen'
  • Kritik an Warnhinweisen bei Installation alternativer App Stores
  • 50 bis 60 Prozent der Nutzer brechen Installation wegen 'Angst-Bildschirmen' ab
  • Sweeney wirft Tech-Giganten vor, illegale Praktiken fortzuführen
  • Apple verlangt 'Core Technology Fee' von 50 Cent pro App-Installation
  • Gebühren machen Free-to-Play-Spiele auf iOS-Drittanbieter-Stores unrentabel
  • Epic-Chef führt seit Jahren 'Kreuzzug' gegen App-Store-Monopole

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