Epic Game Store: Viele neue Nutzer, aber niemand kauft etwas
Der Epic Games Store kann ein durchaus beeindruckendes Wachstum seiner Nutzerzahlen vorweisen. Das Problem dahinter: Die neu hinzugekommenen Kunden sind kaum bereit, Geld auf der Plattform auszugeben.
Ein zentraler Grund dafür ist offenbar Epics langjährige Strategie, regelmäßig Spiele zu verschenken. Damit wollte man dem Marktführer Steam Marktanteile abjagen. Die Aktion brachte dem Store zwar enorme Aufmerksamkeit und hohe Anmeldezahlen, doch viele Nutzer öffnen die Anwendung nur, um die wöchentlichen Gratisangebote mitzunehmen und schließen sie anschließend direkt wieder. Diese Gewohnheit hat sich über die Jahre verfestigt und sorgt dafür, dass ein großer Teil der Nutzerbasis kaum wirtschaftlichen Wert generiert.
Hinzu kommt, dass der Epic Games Store lange Zeit hinter seinem größten Konkurrenten zurücklag, was Funktionen und Nutzerkomfort betrifft. Viele Basisfeatures, die auf Steam seit Jahren selbstverständlich sind, wurden erst spät nachgereicht: Wunschlisten kamen 2021, Nutzerbewertungen 2022, Achievements ebenfalls 2021. Funktionen wie Familienfreigabe oder Mod-Support fehlen weiterhin. Für viele PC-Spieler, die sich an die ausgereifte Infrastruktur von Steam gewöhnt haben, war der Wechsel daher wenig attraktiv.
Trotz aller Kritik bleibt der Epic Games Store ein wirtschaftlich relevantes Produkt: 2024 erwirtschaftete die Plattform über eine Milliarde Dollar Umsatz. Im Vergleich zu Steam, das allein im Dezember 2024 auf 1,6 Milliarden Dollar kam, wirkt diese Zahl dennoch bescheiden. Für viele Nutzer bleibt Epic jedoch der "Launcher für kostenlose Spiele", während der tatsächliche Spielekauf weiterhin vor allem auf Steam stattfindet.
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Launcher für kostenlose Spiele
Zwischen 2019 und 2024 stieg die Zahl der registrierten Nutzer laut einer viel diskutierten Reddit-Auswertung (via Windows Central) von 108 Millionen auf rund 295 Millionen. Das entspricht einem Wachstum um immerhin 173 Prozent. Gleichzeitig wuchs der Umsatz mit Drittanbieter-Titeln jedoch nur um magere 1,6 Prozent. Millionen Menschen melden sich also an, aber nur ein Bruchteil kauft tatsächlich auch Spiele.Ein zentraler Grund dafür ist offenbar Epics langjährige Strategie, regelmäßig Spiele zu verschenken. Damit wollte man dem Marktführer Steam Marktanteile abjagen. Die Aktion brachte dem Store zwar enorme Aufmerksamkeit und hohe Anmeldezahlen, doch viele Nutzer öffnen die Anwendung nur, um die wöchentlichen Gratisangebote mitzunehmen und schließen sie anschließend direkt wieder. Diese Gewohnheit hat sich über die Jahre verfestigt und sorgt dafür, dass ein großer Teil der Nutzerbasis kaum wirtschaftlichen Wert generiert.
Hinzu kommt, dass der Epic Games Store lange Zeit hinter seinem größten Konkurrenten zurücklag, was Funktionen und Nutzerkomfort betrifft. Viele Basisfeatures, die auf Steam seit Jahren selbstverständlich sind, wurden erst spät nachgereicht: Wunschlisten kamen 2021, Nutzerbewertungen 2022, Achievements ebenfalls 2021. Funktionen wie Familienfreigabe oder Mod-Support fehlen weiterhin. Für viele PC-Spieler, die sich an die ausgereifte Infrastruktur von Steam gewöhnt haben, war der Wechsel daher wenig attraktiv.
Microsoft machts besser
Deutlich besser als Epic scheint es Microsoft hinzubekommen. Auch die Xbox-App hat funktionale Lücken und steht im Schatten von Valve, setzt jedoch stärker auf Game Pass-Abonnements, und das mit sichtbarem Erfolg. Während die Nutzer des Epics Store häufig keine Käufe tätigen, wächst die Game-Pass-Community kontinuierlich und zeigt eine höhere Zahlungsbereitschaft.Trotz aller Kritik bleibt der Epic Games Store ein wirtschaftlich relevantes Produkt: 2024 erwirtschaftete die Plattform über eine Milliarde Dollar Umsatz. Im Vergleich zu Steam, das allein im Dezember 2024 auf 1,6 Milliarden Dollar kam, wirkt diese Zahl dennoch bescheiden. Für viele Nutzer bleibt Epic jedoch der "Launcher für kostenlose Spiele", während der tatsächliche Spielekauf weiterhin vor allem auf Steam stattfindet.
Zusammenfassung
- Epic Games Store steigerte Nutzerzahlen um 173 Prozent seit 2019
- Umsatz mit Drittanbieter-Titeln wuchs hingegen nur um 1,6 Prozent
- Strategie der kostenlosen Spieleaktionen brachte mehr Anmeldungen
- Nutzer holen sich Gratisangebote, kaufen aber kaum auf der Plattform
- Viele wichtige Features wurden erst spät im Vergleich zu Steam eingeführt
- Microsoft Xbox-App hat größeren Erfolg durch Game-Pass-Abonnements
- Epic Games Store erwirtschaftete 2024 über eine Milliarde Dollar Umsatz
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