VW will mit physischen Tasten statt Touch-Frust im Cockpit punkten

Der für das Jahr 2026 angesetzte Marktstart des ID.Polo wird für Volkswagen mehr als nur die Erweiterung des Portfolios um einen elektrischen Kleinwagen. Der Wolfsburger Konzern nutzt das Modell, um eine grundlegende Kurskorrektur vorzunehmen.
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Neuausrichtung der Bedienung im ID.Polo

Nachdem Fachpresse und Kunden die ausschließliche Touch-Bedienung und die Menüführung früherer ID-Modelle teils harsch kritisierten, dient der ID.Polo als Vorreiter für eine neue Cockpit-Generation. Das in diesem Fahrzeug eingeführte Konzept gilt als Blaupause für sämtliche künftigen Modelle der ID-Familie und stellt die Ergonomie sowie eine intuitivere Handhabung in den Fokus. Ob Volkswagen damit nun alle glücklich macht?

Volkswagen zeigt nun ausführlich, wie das neue Interieur ausschaut. Technisch setzt das neue System auf eine klare horizontale Gliederung mit zwei Displays. VW ID. Polo & ID. Polo GTIEin Blick ins neue Cockpit

Neues "Digital Cockpit", aber Retro

Dem Fahrer steht ein "Digital Cockpit" mit einer Diagonale von 26 Zentimetern (10,25 Zoll) zur Verfügung, während das Infotainment über einen zentralen Touchscreen mit knapp 33 Zentimetern (12,9 Zoll) gesteuert wird. Wesentlich für die verbesserte Bedienbarkeit ist jedoch die Abkehr vom reinen Touch-Ansatz.

Unterhalb des Hauptmonitors platziert VW eine physische Leiste für häufig genutzte Klimafunktionen sowie den Warnblinker. Auch das Multifunktionslenkrad erhält wieder haptische Drucktasten, die die fehleranfälligen Touch-Flächen der Vorgängergeneration ersetzen. Ein klassischer Drehregler in der Mittelkonsole ermöglicht zudem die blinde Steuerung der Lautstärke.

Software-Features und Retro-Gimmicks

Neben der Hardware hat der Konzern auch die digitale Architektur überarbeitet. Im ID.Polo kommt eine neue Software-Generation zum Einsatz, die nicht nur die Reaktionszeiten verbessern, sondern erweiterte Assistenzfunktionen bieten soll.

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Dazu zählen ein optimiertes "One-Pedal-Driving" sowie ein "Travel Assist", der Verkehrszeichen und rote Ampeln zuverlässiger erkennen soll. Für eine Prise Nostalgie sorgt ein spezieller Anzeigemodus: Auf Wunsch können die digitalen Instrumente die Optik des ersten Golf aus den 1980er Jahren imitieren. Dies umfasst die Darstellung von LCD-Segmentanzeigen und, als grafische Spielerei im Infotainment, ein virtuelles Kassettendeck.

Hier wird gespart

Die Aufwertung des Innenraums wird durch Einsparungen im Antriebsstrang gegenfinanziert. Der ID.Polo nutzt die sogenannte "Cell-to-Pack"-Technologie, bei der die Batteriezellen direkt in das Chassis integriert werden, ohne in separate Module gefasst zu sein. Das spart Bauraum, Gewicht und Kosten.

Das frei werdende Budget investiert Volkswagen gezielt in hochwertigere Materialien im Sichtbereich, wie unterschäumte Oberflächen und Stoffbezüge, um den "Hartplastik-Charme" des ersten ID.3 vergessen zu machen.

Preisgestaltung und Marktstart

Der ID.Polo teilt sich die technische Basis mit den Konzernschwestern Cupra Raval und dem Skoda Epiq. Derzeit visiert Volkswagen einen Einstiegspreis von rund 25.000 Euro an, um die Elektromobilität in der Kompaktklasse massentauglich zu machen.

Endlich wieder echte Tasten oder vermisst ihr die reinen Touch-Oberflächen im Auto? Schreibt uns eure Meinung zum neuen VW-Cockpit gerne in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • VWs ID.Polo führt 2026 ein neues Cockpit-Konzept mit mehr physischen Tasten ein
  • Abkehr von reiner Touch-Bedienung nach Kritik an früheren ID-Modellen
  • Zwei Displays und physische Bedienelemente für verbesserte Ergonomie
  • Neue Software verspricht schnellere Reaktionszeiten und erweiterte Assistenzsysteme
  • Nostalgisches Golf-Design aus den 1980ern als optionales Display-Layout verfügbar
  • Hochwertigere Materialien sollen den Innenraum deutlich aufwerten
  • Einstiegspreis von etwa 25000 Euro für massentaugliche Elektromobilität angestrebt

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