VW-Tochter PowerCo: Batteriefertigung in Salzgitter startet noch 2025

Einheitszellen, Massenproduktion und ein hohes Risiko: Volkswagen startet in Kürze die eigene Batteriefertigung. In Salzgitter sollen täglich 60.000 Einheiten für Autos wie den ID.2 entstehen. PowerCo will so die Hoheit über die Technik zurückgewinnen.
Auto, Elektroautos, Elektromobilität, Elektroauto, E-Auto, volkswagen, Vw, ID.5
Volkswagen

Startschuss für PowerCo

Volkswagen setzt seinen Kurs in der Batteriezellfertigung fort und plant, noch im Dezember 2025 die Produktion am Standort Salzgitter aufzunehmen. Das meldet T-Online. Die Konzerntochter PowerCo bereitet derzeit die letzten Schritte vor, damit die ersten Einheitszellen vom Band laufen können.

Ab 2026 sollen die dort gefertigten Zellen in neuen Volumenmodellen wie dem ID.Polo sowie den Schwestermodellen von Škoda und Cupra verbaut werden. Mit dem Schritt stärkt Volkswagen seine Unabhängigkeit von asiatischen Zulieferern und treibt den Wandel des ehemaligen Motorenwerks zur Batteriefabrik weiter voran.


Letzte Vorbereitungen für den Produktionsbeginn

Die PowerCo verantwortet das gesamte Batteriegeschäft des Konzerns - von der Rohstoffbeschaffung bis zur fertigen Zelle. Salzgitter dient dabei als technologische Vorlage für weitere geplante Fabriken. Durch ein einheitliches Produktionskonzept will Volkswagen die Kosten deutlich senken. Herzstück der Fertigung ist die prismatische Einheitszelle, die verschiedene Zellchemien erlaubt und eine kostengünstigere Produktion elektrischer Kleinwagen ermöglichen soll.

Wie die WAZ weiter schreibt, befindet sich das Werk in den "allerletzten Schritten" vor dem Start. Ein offizielles Datum steht noch aus, aber die Produktion soll noch 2025 beginnen, die Serienfertigung läuft dann ab 2026 parallel zur Markteinführung der neuen Modelle an. Ergänzend nimmt Anfang kommenden Jahres ein neues Testcenter auf dem Gelände den Betrieb auf, während erste Analyse- und Forschungseinheiten bereits arbeiten.

Kapazität und Marktumfeld

Langfristig sollen in Salzgitter täglich rund 60.000 Zellen produziert werden - genug, um etwa 500 Kleinwagen pro Tag mit Akkus zu bestücken. Volkswagen plant, einen erheblichen Teil des Batteriebedarfs für dieses Segment selbst zu decken und so Qualität und Verfügbarkeit besser zu kontrollieren.

Der Ansatz ist ambitioniert, aber notwendig, um die technologische Kompetenz im eigenen Konzern zu halten und nicht von externen Herstellern abhängig zu werden.

Haltet ihr die eigene Batteriefertigung von VW für einen notwendigen Schritt zur Unabhängigkeit oder für ein zu großes finanzielles Risiko? Schreibt uns eure Meinung dazu in die Kommentare!

Wann startet die Batterieproduktion?
Laut einem Sprecher der VW-Tochter PowerCo soll die Fertigung der Batteriezellen noch in diesem Jahr (2025) anlaufen. Man befinde sich in den "allerletzten Schritten", ein genauer Termin könnte bereits in wenigen Wochen liegen.

Der reguläre Serienbetrieb startet jedoch erst 2026. Dies fällt zeitlich mit der Markteinführung neuer E-Modelle zusammen, da die entsprechenden Fahrzeuge für den Massenmarkt aktuell nicht verfügbar sind.
In welchen E-Autos stecken die Zellen?
Die in Salzgitter gefertigte "Einheitszelle" ist eine Schlüsselkomponente für kommende elektrische Kleinwagen des Konzerns. Dazu gehören primär ID.Polo, sowie der ID.Cross, Cupra Raval und Skoda Epiq.

Diese Fahrzeuge sollen ab 2026 auf den Markt kommen. Geplant ist, dass etwa 50 Prozent der in diesen Modellen verbauten Batterien direkt von PowerCo aus niedersächsischer Produktion stammen.
Warum produziert VW Batterien selbst?
Der Konzern will die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern verringern und die technologische Hoheit sichern. PowerCo verantwortet dabei die gesamte Lieferkette von den Rohstoffen bis zur fertigen Batterie.

Experten sehen darin eine "Wette auf die Zukunft". Trotz hoher Kosten sei dieser Schritt notwendig, um bei Innovationen eigenständig zu bleiben und Lieferengpässe, wie sie andere Hersteller erleben, künftig zu vermeiden.
Wie viele Batterien werden gebaut?
Perspektivisch sollen in Salzgitter rund 60.000 Batteriezellen pro Tag gefertigt werden. Diese Kapazität reicht rechnerisch aus, um täglich gut 500 kleine Elektroautos mit Energiespeichern zu bestücken.

Neben Salzgitter entstehen weitere Werke in Spanien (Sagunt) und Kanada (St. Thomas). Salzgitter fungiert dabei als globale Schaltzentrale und Blaupause für die weiteren internationalen Standorte.
Kann VW mit China mithalten?
Automobilexperten bezeichnen das Vorhaben als schwierig, da chinesische Konkurrenten wie CATL oder BYD einen großen Vorsprung haben und oft kostengünstiger produzieren können.

Dennoch wird der Schritt als strategisch alternativlos erachtet. Nur durch eigene Fertigungskapazitäten können deutsche Hersteller langfristig innovativ bleiben und sich gegen die Übermacht aus Fernost behaupten.
Was genau macht die VW-Tochter PowerCo?
In der PowerCo hat der Volkswagen-Konzern sein gesamtes globales Batteriegeschäft gebündelt. Das Unternehmen steuert von Salzgitter aus die weltweiten Aktivitäten und beschäftigt dort rund 1.600 Mitarbeiter.

Anders als Konkurrenten wie Northvolt, die zuletzt mit Insolvenzen kämpfen mussten, hält VW an seinen Ausbauplänen fest. Die Tochtergesellschaft soll die Stabilität im kritischen E-Mobilitätsmarkt für den Konzern sichern.
Zusammenfassung
  • VW treibt trotz Marktunsicherheiten die Batteriezellproduktion voran
  • PowerCo nimmt noch im Dezember 2025 die Produktion in Salzgitter auf
  • Die gefertigten Einheitszellen kommen ab 2026 in neuen Modellen zum Einsatz
  • Salzgitter dient als Blaupause für weitere geplante Standorte weltweit
  • Täglich sollen perspektivisch rund 60000 Batteriezellen produziert werden
  • VW möchte damit die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern verringern
  • Experten sehen das Projekt als notwendig, aber auch als finanzielles Risiko

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!