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Das sind die meistzensierten und -überwachten Smartphones der Welt
Nordkoreas Smartphones wie das Samtaesung 8 kommen selten vor, zumindest im Westen. Geschmuggelte Phones zeigen nun, wie die Geräte totale Überwachung bieten, Eingaben in Echtzeit zensieren und das Internet komplett blockieren.
Die Hardware der Geräte basiert technisch weitestgehend auf chinesischer Massenware, weist jedoch spezifische Eigenheiten auf. Das Samtaesung 8 nutzt Berichten zufolge einen MediaTek MT6771V Prozessor, der von acht Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Flash-Speicher unterstützt wird. Diese für lokale Verhältnisse üppige Speicherausstattung hat einen pragmatischen Hintergrund: Da Streaming und Downloads mangels Internetzugang entfallen, müssen alle konsumierbaren Medien lokal gespeichert werden.
WLAN-Module sind zwar auf den Platinen vorhanden, wurden jedoch softwareseitig deaktiviert und teilweise physisch unbrauchbar gemacht, um jegliche Verbindung zu unkontrollierten Netzwerken zu verhindern.
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Das Betriebssystem selbst basiert auf veralteten Versionen wie Android 10 oder 11, wurde jedoch so massiv manipuliert, dass es kaum wiederzuerkennen ist. Eine Verbindung zum regulären Internet ist technisch unmöglich, stattdessen haben Nutzer lediglich Zugriff auf das staatlich kuratierte Intranet.
Besonders restriktiv gestaltet sich die Texteingabe: Wer versucht, kritische Begriffe oder Namen wie "Südkorea" einzutippen, erlebt sofortige Zensur. Wörterbücher und Tastatur-Apps sind so programmiert, dass sie politisch heikle Begriffe und sogar Slang automatisch durch systemkonforme Propaganda ersetzen. Mehr als das: Namen der Machthaber werden vom System automatisch fett markiert und hervorgehoben.
Für IT-Profis ist das implementierte Rechtemanagement (DRM) besonders aufschlussreich, da es westliche Sicherheitsstandards pervertiert. Das Dateisystem verweigert die Ausführung oder das Öffnen jeglicher Dateien, die nicht über eine staatliche digitale Signatur verfügen. Das Kopieren von MP3-Dateien oder Videos von externen Quellen wie SD-Karten sei damit faktisch nutzlos.
Selbst grundlegende Funktionen wie das Einstellen der Zeitzone oder das Verbinden via Bluetooth sind strikt limitiert, um den unkontrollierten Datenaustausch zwischen Bürgern zu unterbinden.
Die technische Umsetzung dieser Überwachungsmaßnahmen ist ebenso faszinierend wie erschreckend. Was haltet ihr von diesem extremen Eingriff in die Privatsphäre durch das Betriebssystem? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Siehe auch:
Nordkoreas digitale Mauer
Zwei aus dem isolierten Staat geschmuggelte Smartphones, das Einsteigermodell Haeyang 701 und das Premium-Gerät Samtaesung 8, liefern detaillierte Beweise für die rigorose Informationskontrolle des Regimes. Sie zeigen - beeindruckend wie beängstigend - das Ausmaß der staatlichen digitalen Überwachung. Anders als im Westen, wo Konnektivität und Cloud-Dienste dominieren, wurden diese stark modifizierten Android-Systeme entwickelt, um Kommunikation zu unterbinden und Indoktrination sicherzustellen.Die Hardware der Geräte basiert technisch weitestgehend auf chinesischer Massenware, weist jedoch spezifische Eigenheiten auf. Das Samtaesung 8 nutzt Berichten zufolge einen MediaTek MT6771V Prozessor, der von acht Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Flash-Speicher unterstützt wird. Diese für lokale Verhältnisse üppige Speicherausstattung hat einen pragmatischen Hintergrund: Da Streaming und Downloads mangels Internetzugang entfallen, müssen alle konsumierbaren Medien lokal gespeichert werden.
WLAN-Module sind zwar auf den Platinen vorhanden, wurden jedoch softwareseitig deaktiviert und teilweise physisch unbrauchbar gemacht, um jegliche Verbindung zu unkontrollierten Netzwerken zu verhindern.
Auf YouTube ansehenAnalyse durch Mrwhosetheboss
Quelle für diese fast schon kuriosen Informationen ist der bekannte Tech-YouTuber Arun Maini alias Mrwhosetheboss. Dieser konnte die geschmuggelten Geräte in einem Video analysieren und demonstriert dabei eindrucksvoll, wie tief die Propaganda im System verankert ist: Bereits die Boot-Animation verzichtet auf Herstellerlogos und zeigt stattdessen patriotische Animationen, untermalt von nationalen Klängen. Zudem entdeckte er vorinstallierte Software, wie eine App zur Abwehr von Moskitos mittels Hochfrequenztönen, sowie eine Enzyklopädie, die historische Fakten zugunsten der Ideologie der Kims umschreibt.Das Betriebssystem selbst basiert auf veralteten Versionen wie Android 10 oder 11, wurde jedoch so massiv manipuliert, dass es kaum wiederzuerkennen ist. Eine Verbindung zum regulären Internet ist technisch unmöglich, stattdessen haben Nutzer lediglich Zugriff auf das staatlich kuratierte Intranet.
Besonders restriktiv gestaltet sich die Texteingabe: Wer versucht, kritische Begriffe oder Namen wie "Südkorea" einzutippen, erlebt sofortige Zensur. Wörterbücher und Tastatur-Apps sind so programmiert, dass sie politisch heikle Begriffe und sogar Slang automatisch durch systemkonforme Propaganda ersetzen. Mehr als das: Namen der Machthaber werden vom System automatisch fett markiert und hervorgehoben.
Spionage per Screenshot
Ein besonders beunruhigendes Feature ist die permanente Überwachung des Nutzers durch das System selbst. Ein im Hintergrund laufender, nicht deaktivierbarer Prozess ("Red Flag") erstellt in zufälligen Abständen Screenshots des Bildschirms, unabhängig davon, welche App gerade genutzt wird. Diese Aufnahmen werden dauerhaft in einem geschützten Speicherbereich abgelegt, auf den der Nutzer keinen Lese- oder Löschzugriff hat. Bei stichprobenartigen Kontrollen durch die Polizei könnten diese digitalen Spuren ausgelesen werden, um den Konsum illegaler Medien nachzuweisen.Für IT-Profis ist das implementierte Rechtemanagement (DRM) besonders aufschlussreich, da es westliche Sicherheitsstandards pervertiert. Das Dateisystem verweigert die Ausführung oder das Öffnen jeglicher Dateien, die nicht über eine staatliche digitale Signatur verfügen. Das Kopieren von MP3-Dateien oder Videos von externen Quellen wie SD-Karten sei damit faktisch nutzlos.
Selbst grundlegende Funktionen wie das Einstellen der Zeitzone oder das Verbinden via Bluetooth sind strikt limitiert, um den unkontrollierten Datenaustausch zwischen Bürgern zu unterbinden.
Die technische Umsetzung dieser Überwachungsmaßnahmen ist ebenso faszinierend wie erschreckend. Was haltet ihr von diesem extremen Eingriff in die Privatsphäre durch das Betriebssystem? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Nordkoreanische Smartphones bieten totale Überwachung und zensieren Eingaben
- Die modifizierten Android-Geräte blockieren Internetzugang und verhindern Kommunikation
- WLAN-Module sind deaktiviert und teilweise physisch unbrauchbar gemacht
- System-App 'Red Flag' erstellt heimlich Screenshots zur späteren Kontrolle
- Nur staatlich signierte Dateien können geöffnet oder ausgeführt werden
- Texteingabe zensiert kritische Begriffe und hebt Machthaber-Namen hervor
- Nordkoreanische Geräte basieren technisch weitgehend auf chinesischer Massenware
Siehe auch:
- Nordkorea zeigt Hyperschallrakete, soll US-Patriot-Systeme überwinden
- Nordkorea-Hacker nutzen ChatGPT & Co. für Spionage in aller Welt
- Rechner geknackt: Hacker lassen nordkoreanischen Spion auffliegen
- Nordkorea löscht für den Pannen-Zerstörer Verantwortliche aus Fotos
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