Nordkorea zeigt Hyperschallrakete, soll US-Patriot-Systeme überwinden

Nordkorea präsentierte auf der Waffenausstellung in der Hauptstadt Pjöng­jang die neue Hyperschallrakete Hwasong-11Ma. Das auf der KN-23 basierende System soll Südkoreas Raketenabwehr über­win­den und wichtige Ziele treffen können - sagt zumindest die Propaganda.
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Nordkoreanische Staatsmedien

Neue Bedrohung für Südkorea

Nordkorea hat auf seiner jährlichen Rüstungsausstellung "Defense Development-2025" in Pjöngjang eine neue Hyperschallrakete namens Hwasong-11Ma vorgestellt. Das System basiert auf der bewährten KN-23-Kurzstreckenrakete und wurde mit einem Hyperschall-Gleitfahrzeug ausgestattet, das die Abwehrfähigkeiten südkoreanischer und amerikanischer Systeme erheblich herausfordern soll.

Die neue Waffe kombiniert den Feststoffantrieb der KN-23-Serie mit einem unmotorisierten Gleitfahrzeug, das anstelle des herkömmlichen Gefechtskopfes montiert wurde. Das aerodynamische Profil ermöglicht es dem Sprengkopf, bei Geschwindigkeiten über Mach 5 seitliche Manöver durchzuführen und dabei in niedriger Höhe zu fliegen. Das System nutzt denselben zehnrädrigen Transporter-Aufrichter-Starter wie die größere Hwasong-11Da/C-Variante und kann zwei Raketen gleichzeitig transportieren.


Herausforderung für Abwehrsysteme

Die Hwasong-11Ma stellt eine direkte Antwort auf die verstärkten Luftverteidigungsanstrengungen Südkoreas und der USA dar. Durch ihre manövrierfähige Flugbahn bei niedrigen Höhen verkürzt sie die Erkennungszeit erheblich und begrenzt die Abfangmöglichkeiten für Systeme wie Patriot PAC-3, Aegis und THAAD. Die geschätzte Reichweite von 600 bis 800 Kilometern ermöglicht es Nordkorea, strategische Ziele in Südkorea anzugreifen. Laut der südkoreanischen Zeitung The Chosun (via The Warzone) betonten nordkoreanische Staatsmedien, dass das Land "spezielle Assets" für "wichtige Ziele von Interesse" auf der koreanischen Halbinsel zugeteilt habe.

Die Ausstellung zeigte neben der Hwasong-11Ma auch Überschall-Marschflugkörper, U-Boot-Abwehrraketen und Interkontinentalraketen der Typen Hwasong-18 und Hwasong-19. Das Spektrum der präsentierten Waffen verdeutlicht Nordkoreas Ambitionen, seine Streitkräfte auf verschiedenen Ebenen zu modernisieren.

Bewährte Basis mit neuer Technologie

Die KN-23, auf der die Hwasong-11Ma basiert, hat sich bereits als kampferprobtes System erwiesen. Russland setzt diese Raketen seit Dezember 2023 im Ukraine-Krieg ein, wobei die anfänglich schwache Leistung durch russisch-nordkoreanische Verbesserungen deutlich gesteigert wurde. Diese Erfahrungen könnten in die Entwicklung der hyperschallfähigen Variante eingeflossen sein.

Das neue System unterstreicht Nordkoreas wachsende Raketenfähigkeiten und die enge Zusammenarbeit mit Russland. Experten vermuten russische Technologieunterstützung bei der Entwicklung, insbesondere da beide Länder bereits einsatzfähige keilförmige Hyperschall-Gleitfahrzeuge besitzen. Die Hwasong-11Ma könnte somit ein Produkt des verstärkten Technologietransfers zwischen beiden Nationen sein.

Militärsexperten haben allerdings Zweifel, ob Nordkorea in der Lage ist, derartige Waffensysteme - selbst mit Unterstützung von außen - eigenständig zu entwickeln. Dennoch nehmen Analysten diese Bedrohung ernst, da angepasste russische Raketensysteme bereits der Ukraine und den US-amerikanischen Patriots erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

Die Hwasong-11Ma zeigt Nordkoreas Entschlossenheit, seine Abschreckungsfähigkeiten zu modernisieren. Was denkt ihr über die Auswirkungen auf die regionale Sicherheit? Teilt eure Einschätzungen in den Kommentaren mit.

Zusammenfassung
  • Nordkorea stellt neue Hyperschallrakete Hwasong-11Ma auf Rüstungsmesse vor
  • Das System basiert auf der KN-23 und soll südkoreanische Abwehr überwinden
  • Manövrierfähige Flugbahn bei hoher Geschwindigkeit verkürzt Reaktionszeit
  • Geschätzte Reichweite von 600-800 Kilometern für strategische Ziele
  • Experten vermuten russische Technologieunterstützung bei der Entwicklung
  • Militärexperten zweifeln an Nordkoreas Entwicklungskapazitäten

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