Nordkorea löscht für den Pannen-Zerstörer Verantwortliche aus Fotos
Nach dem peinlichen Unfall eines nordkoreanischen Kriegsschiffs wurden hochrangige Militärs aus offiziellen Fotos gelöscht. Marinekommandeur Kim Myong-sik und Werftleiter Hong Kil-ho sind nach dem Vorfall spurlos verschwunden.
Der Vorfall selbst ereignete sich am 21. Mai 2025, als der neue 5000-Tonnen-Zerstörer der Kang Kon-Klasse bei seiner Indienststellung vor den Augen des nordkoreanischen Machthabers kenterte. Laut Staatsmedien kippte das Schiff während des Stapellaufs im nordöstlichen Hafen von Chongjin zur Seite und wurde am Rumpf beschädigt. Kim Jong-un, der bei der Zeremonie anwesend war, bezeichnete den Unfall als "kriminellen Akt", der "durch absolute Nachlässigkeit verursacht wurde" und "nicht toleriert werden könne".
Wie NK News berichtet, wurden in kürzlich ausgestrahlten Aufnahmen der staatlichen Medien zur Wiederindienststellung des Zerstörers zwei Schlüsselfiguren aus früheren Bildern per Bildbearbeitungsprogramm gelöscht. Auf den ursprünglichen Fotos vom März waren Marinekommandeur Kim Myong-sik und Werftleiter Hong Kil-ho noch neben Kim Jong-un zu sehen, als dieser den Bau des Kriegsschiffs inspizierte. In den neu veröffentlichten Versionen derselben Bilder fehlen beide Personen vollständig.
Die Entfernung von Marinekommandeur Kim Myong-sik und Werftleiter Hong Kil-ho lässt nichts Gutes vermuten
Wie Michael Madden, Gründer von NK Leadership Watch, The Sun erklärt, deutet das Entfernen einer Person aus Staatsmedienbildern stark darauf hin, dass die betreffende Person hingerichtet wurde. "Die Absicht ist, es so erscheinen zu lassen, als hätte die Person nie existiert", so Madden gegenüber der britischen Zeitung.
Nordkorea hat diese Art der Bildmanipulation seit der öffentlichen Hinrichtung von Kim Jong-uns Onkel Jang Song-thaek im Jahr 2013 nicht mehr in dieser Form praktiziert. Damals verschwand der einst mächtige Regent ebenfalls aus offiziellen Dokumentationen.
Die Kang Kon-Klasse stellt einen bedeutenden Sprung in Nordkoreas Marinefähigkeiten dar. Mit einer Verdrängung von 5000 Tonnen sind diese Schiffe deutlich größer als die bisherigen Fregatten der Marine. Sie sollen mit modernen Radaranlagen und Raketenabschusssystemen ausgerüstet sein, was Nordkoreas Fähigkeit zur Seeverteidigung erheblich stärken würde.
Was haltet ihr von dieser Form der Geschichtsfälschung? Glaubt ihr, dass die beiden Offiziere tatsächlich hingerichtet wurden, oder sind sie lediglich in Ungnade gefallen? Teilt eure Gedanken zu diesem beunruhigenden Vorfall in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Nordkoreas Regime kennt keine Gnade
Kim Jong-un hat die Verantwortlichen für den peinlichen Unfall eines nordkoreanischen Kriegsschiffs - wie angekündigt - bestrafen lassen. Nach dem Vorfall wurden hochrangige Militärs nicht nur aus ihren Ämtern entfernt, sondern auch buchstäblich gelöscht. Marinekommandeur Kim Myong-sik und der Leiter der Chongjin-Werft, Hong Kil-ho, wurden aus offiziellen Fotos entfernt - ein Vorgehen, das an die dunkelsten Zeiten der Stalin-Ära erinnert und Schlimmeres befürchten lässt.Der Vorfall selbst ereignete sich am 21. Mai 2025, als der neue 5000-Tonnen-Zerstörer der Kang Kon-Klasse bei seiner Indienststellung vor den Augen des nordkoreanischen Machthabers kenterte. Laut Staatsmedien kippte das Schiff während des Stapellaufs im nordöstlichen Hafen von Chongjin zur Seite und wurde am Rumpf beschädigt. Kim Jong-un, der bei der Zeremonie anwesend war, bezeichnete den Unfall als "kriminellen Akt", der "durch absolute Nachlässigkeit verursacht wurde" und "nicht toleriert werden könne".
Wie NK News berichtet, wurden in kürzlich ausgestrahlten Aufnahmen der staatlichen Medien zur Wiederindienststellung des Zerstörers zwei Schlüsselfiguren aus früheren Bildern per Bildbearbeitungsprogramm gelöscht. Auf den ursprünglichen Fotos vom März waren Marinekommandeur Kim Myong-sik und Werftleiter Hong Kil-ho noch neben Kim Jong-un zu sehen, als dieser den Bau des Kriegsschiffs inspizierte. In den neu veröffentlichten Versionen derselben Bilder fehlen beide Personen vollständig.
Die Entfernung von Marinekommandeur Kim Myong-sik und Werftleiter Hong Kil-ho lässt nichts Gutes vermuten
Geschichtsfälschung à la Stalin
Das Verschwinden von Personen aus offiziellen Fotos hat in kommunistischen Regimen eine lange und düstere Tradition. Besonders unter Josef Stalin wurde diese Praxis in der Sowjetunion perfektioniert. Der bekannteste Fall ist der von Nikolai Yezhov, dem Chef der sowjetischen Geheimpolizei während der "Großen Säuberung", der nach seiner Hinrichtung 1940 aus einem Foto neben Stalin am Moskau-Wolga-Kanal retuschiert wurde. Auch Leo Trotzki, einst Lenins rechte Hand, wurde systematisch aus sowjetischen Geschichtsbüchern und Fotografien entfernt.Wie Michael Madden, Gründer von NK Leadership Watch, The Sun erklärt, deutet das Entfernen einer Person aus Staatsmedienbildern stark darauf hin, dass die betreffende Person hingerichtet wurde. "Die Absicht ist, es so erscheinen zu lassen, als hätte die Person nie existiert", so Madden gegenüber der britischen Zeitung.
Nordkorea hat diese Art der Bildmanipulation seit der öffentlichen Hinrichtung von Kim Jong-uns Onkel Jang Song-thaek im Jahr 2013 nicht mehr in dieser Form praktiziert. Damals verschwand der einst mächtige Regent ebenfalls aus offiziellen Dokumentationen.
Kriegsschiff als Prestigeprojekt
Der beschädigte Zerstörer war das zweite Schiff seiner Klasse und Teil von Kim Jong-uns Bemühungen, die nordkoreanische Marine zu modernisieren. Der Unfall war für Kim Jong-un besonders peinlich, da dieser die Modernisierung der Seestreitkräfte zu einem seiner wichtigsten militärischen Ziele erklärt hat. Nordkoreas Marine gilt traditionell als der am wenigsten entwickelte Zweig des Militärs.Die Kang Kon-Klasse stellt einen bedeutenden Sprung in Nordkoreas Marinefähigkeiten dar. Mit einer Verdrängung von 5000 Tonnen sind diese Schiffe deutlich größer als die bisherigen Fregatten der Marine. Sie sollen mit modernen Radaranlagen und Raketenabschusssystemen ausgerüstet sein, was Nordkoreas Fähigkeit zur Seeverteidigung erheblich stärken würde.
Was haltet ihr von dieser Form der Geschichtsfälschung? Glaubt ihr, dass die beiden Offiziere tatsächlich hingerichtet wurden, oder sind sie lediglich in Ungnade gefallen? Teilt eure Gedanken zu diesem beunruhigenden Vorfall in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- Nach Unfall eines Kriegsschiffs wurden nordkoreanische Militärs aus Fotos gelöscht
- Marinekommandeur und Werftleiter sind nach dem Vorfall spurlos verschwunden
- Der 5000-Tonnen-Zerstörer kenterte am 21. Mai 2025 bei der Indienststellung
- Kim Jong-un bezeichnete den Unfall als kriminellen Akt durch Nachlässigkeit
- Das Entfernen von Personen aus Fotos erinnert an die Stalin-Ära in der Sowjetunion
- Bildmanipulation deutet auf mögliche Hinrichtung der verantwortlichen Personen hin
- Der Zerstörer war Teil der Bemühungen, Nordkoreas Marine zu modernisieren
Siehe auch:
- Nordkorea repariert Pannen-Zerstörer in Rekordzeit, Experten rätseln
- Nordkoreas Pannen-Zerstörer hat es jetzt ins Trockendock geschafft
- Nordkorea richtet umgekipptes Pannen-Kriegsschiff in Rekordzeit auf
- Ungewöhnlich: Nordkorea gibt missglückten Kriegsschiff-Stapellauf zu
- Nordkoreas Cyber-Armee geht jetzt auch in Deutschland auf 'Jobsuche'
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