Tesla gesteht: Autos fahren nicht autonom - FSD-Definition geändert
Tesla verändert die Definition seines Full Self-Driving-Systems und gibt das ursprüngliche Versprechen autonomer Fahrt ohne menschliche Überwachung auf. Statt echter Autonomie verkauft das Unternehmen jetzt nur noch ein fortschrittliches Assistenzsystem.
Eventuell deswegen hat Tesla jetzt wohl die Definition seines "Full Self-Driving"-Systems grundlegend geändert und sich damit von seinem ursprünglichen Versprechen verabschiedet, autonomes Fahren zu ermöglichen. Der Elektroautohersteller verkauft nun ausschließlich eine "überwachte" Version des Systems und hat seine Beschreibung der Funktion entsprechend angepasst.
Seit 2016 behauptete Tesla, dass alle produzierten Fahrzeuge die Fähigkeit zum völlig autonomen Fahren besitzen würden. CEO Elon Musk kündigte seit 2018 jährlich an, dieses Ziel bis zum Ende des jeweiligen Jahres zu erreichen. Das Unternehmen verkaufte sogar ein Software-Paket namens "Full Self-Driving Capability" für bis zu 15.000 Dollar (etwa 12.870 Euro) an Kunden. Das Versprechen: Das fortgeschrittene Fahrerassistenzsystem würde durch Software-Updates zu vollautonomen Fahrfunktionen ausgebaut.
Fast ein Jahrzehnt später ist dieses Versprechen unerfüllt. Wie Tesla bereits bestätigte, verfügen alle zwischen 2016 und 2023 produzierten Fahrzeuge nicht einmal über die notwendige Hardware für das versprochene autonome Fahren. Laut dem Branchenportal Electrek diskutiert Musk zwar über Hardware-Upgrades für diese Fahrzeuge, konkrete Umsetzungspläne existieren aber nicht.
Von echtem autonomem Fahren ist keine Rede mehr
Besonders problematisch wird diese Änderung im Kontext der neuen CEO-Vergütung von Musk. Das Tesla-Board definiert FSD in seinem Vergütungspaket extrem vage als "fortgeschrittenes Fahrsystem, das Transportaufgaben mit autonomen oder ähnlichen Funktionen unter bestimmten Fahrbedingungen ausführen kann". Die aktuelle FSD-Version, die ständige Fahrerüberwachung erfordert, erfüllt diese schwammige Beschreibung problemlos.
Wie bereits eingangs erwähnt, häufen sich die rechtlichen Probleme ebenfalls. In den USA laufen mehrere Klagen gegen Tesla wegen irreführender FSD-Werbung. Die kalifornische Verkehrsbehörde DMV warf Tesla bereits 2022 vor, Kunden über die tatsächlichen Fähigkeiten des Systems zu täuschen. Auch die deutsche Verkehrsbehörde KBA untersagte Tesla zeitweise bestimmte FSD-Werbebotschaften.
Das ursprüngliche Versprechen, Fahrzeugbesitzer könnten während der Fahrt schlafen und am Ziel aufwachen, gehört damit der Vergangenheit an. Tesla hat FSD von einem Autonomie-Versprechen zu einem einfachen Fahrerassistenzsystem ohne Selbstfahr-Garantie degradiert. Die Konkurrenz, etwa Waymo oder Cruise, bietet bereits heute echte autonome Fahrten in begrenzten Gebieten an, während Tesla auch bei seinen Robo-Taxis weiterhin auf Fahrerüberwachung angewiesen ist.
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Siehe auch:
Tesla schwächt FSD-Versprechen ab
Tesla hat momentan immer noch mit sinkenden Verkäufen seiner Autos zu kämpfen. Zudem musste das Unternehmen von Elon Musk kürzlich eine empfindliche Niederlage vor Gericht einstecken. Der Autobauer wurde während der Verhandlung allem Anschein nach beim Lügen erwischt und muss jetzt 243 Millionen Dollar Schadenersatz an die Opfer eines FSD-Crashes zahlen.Eventuell deswegen hat Tesla jetzt wohl die Definition seines "Full Self-Driving"-Systems grundlegend geändert und sich damit von seinem ursprünglichen Versprechen verabschiedet, autonomes Fahren zu ermöglichen. Der Elektroautohersteller verkauft nun ausschließlich eine "überwachte" Version des Systems und hat seine Beschreibung der Funktion entsprechend angepasst.
Seit 2016 behauptete Tesla, dass alle produzierten Fahrzeuge die Fähigkeit zum völlig autonomen Fahren besitzen würden. CEO Elon Musk kündigte seit 2018 jährlich an, dieses Ziel bis zum Ende des jeweiligen Jahres zu erreichen. Das Unternehmen verkaufte sogar ein Software-Paket namens "Full Self-Driving Capability" für bis zu 15.000 Dollar (etwa 12.870 Euro) an Kunden. Das Versprechen: Das fortgeschrittene Fahrerassistenzsystem würde durch Software-Updates zu vollautonomen Fahrfunktionen ausgebaut.
Fast ein Jahrzehnt später ist dieses Versprechen unerfüllt. Wie Tesla bereits bestätigte, verfügen alle zwischen 2016 und 2023 produzierten Fahrzeuge nicht einmal über die notwendige Hardware für das versprochene autonome Fahren. Laut dem Branchenportal Electrek diskutiert Musk zwar über Hardware-Upgrades für diese Fahrzeuge, konkrete Umsetzungspläne existieren aber nicht.
Von echtem autonomem Fahren ist keine Rede mehr
Neue Definition verwässert ursprüngliches Versprechen
Tesla verkauft mittlerweile nur noch "Full Self-Driving (Supervised)" an Kunden. Das Kleingedruckte stellt klar: Das System macht das Fahrzeug nicht "autonom" und verspricht diese Funktion auch nicht als Fahrzeugeigenschaft. Kunden erhalten heute also nicht die Autonomie, die früheren Käufern versprochen wurde. Die Beschreibung lautet jetzt wie folgt:Ihr Auto ist unter minimalem Eingreifen des Fahrers in der Lage, sich selbst beinahe überall hin zu fahren.Die Entwicklung des FSD-Systems war von Anfang an von überzogenen Versprechungen geprägt. Bereits 2016 veröffentlichte Tesla ein Video, das angeblich ein vollautonomes Model X zeigte. Später stellte sich heraus, dass das Fahrzeug während der Aufnahme mehrfach crashte und das Video stark bearbeitet wurde. Trotzdem nutzte Tesla diese Aufnahmen jahrelang für Marketingzwecke.
Besonders problematisch wird diese Änderung im Kontext der neuen CEO-Vergütung von Musk. Das Tesla-Board definiert FSD in seinem Vergütungspaket extrem vage als "fortgeschrittenes Fahrsystem, das Transportaufgaben mit autonomen oder ähnlichen Funktionen unter bestimmten Fahrbedingungen ausführen kann". Die aktuelle FSD-Version, die ständige Fahrerüberwachung erfordert, erfüllt diese schwammige Beschreibung problemlos.
Preisverfall trotz geringerer Leistung
Gleichzeitig sanken die FSD-Preise wohl aufgrund der reduzierten Fähigkeiten. In den USA kostete das System 2023 noch 15.000 Dollar, heute sind es nur noch 8.000 Dollar. In Deutschland kostet die FSD-Option derzeit 7.500 Euro. Diese Preisentwicklung begann zeitgleich mit rückläufigen Tesla-Verkäufen.Wie bereits eingangs erwähnt, häufen sich die rechtlichen Probleme ebenfalls. In den USA laufen mehrere Klagen gegen Tesla wegen irreführender FSD-Werbung. Die kalifornische Verkehrsbehörde DMV warf Tesla bereits 2022 vor, Kunden über die tatsächlichen Fähigkeiten des Systems zu täuschen. Auch die deutsche Verkehrsbehörde KBA untersagte Tesla zeitweise bestimmte FSD-Werbebotschaften.
Das ursprüngliche Versprechen, Fahrzeugbesitzer könnten während der Fahrt schlafen und am Ziel aufwachen, gehört damit der Vergangenheit an. Tesla hat FSD von einem Autonomie-Versprechen zu einem einfachen Fahrerassistenzsystem ohne Selbstfahr-Garantie degradiert. Die Konkurrenz, etwa Waymo oder Cruise, bietet bereits heute echte autonome Fahrten in begrenzten Gebieten an, während Tesla auch bei seinen Robo-Taxis weiterhin auf Fahrerüberwachung angewiesen ist.
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Zusammenfassung
- Tesla ändert Definition des Full Self-Driving-Systems grundlegend
- Ursprüngliches Versprechen vollautonomen Fahrens wird aufgegeben
- Statt autonomem Fahren wird nun nur überwachtes System angeboten
- Preis für FSD-System in den USA von 15.000 auf 8.000 Dollar gefallen
- Fahrzeuge von 2016 bis 2023 haben nicht die nötige Hardware für FSD
- Rechtliche Probleme durch irreführende Werbung häufen sich weltweit
- Konkurrenten wie Waymo bieten bereits echte autonome Fahrten an
Siehe auch:
- Trotz Absatz-Krise: Tesla baut seine Präsenz in Deutschland weiter aus
- Teslas Masterplan Teil 4 ist da: So stellt sich Elon Musk die Zukunft vor
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