Nach Sicherheitsproblemen:
Tesla muss seine Türgriffe neu designen
Tesla überarbeitet nach Sicherheitsbedenken die Türgriffe seiner Fahrzeuge. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde untersucht derzeit 174.000 Model Y-Fahrzeuge wegen defekter elektronischer Türgriffe, die Kinder im Auto einschlossen.
Besonders problematisch dabei: Die betroffenen Fahrzeuge zeigten zuvor keine Warnhinweise wie etwa eine schwache Batterieanzeige. Die häufigste Beschwerde betraf Situationen, in denen Eltern ihre Kinder auf den Rücksitz gesetzt hatten und anschließend das Fahrzeug nicht mehr von außen öffnen konnten. Laut Bloomberg arbeitet Tesla bereits an einer Lösung für diese kritischen Sicherheitsprobleme. Infografik: Teslas Wachstum steckt im Rückwärtsgang fest
Zwar verfügen Tesla-Fahrzeuge über interne manuelle Türöffnungen, diese können jedoch von kleinen Kindern nicht bedient werden. Auch von außen gibt es theoretisch eine manuelle Öffnungsmöglichkeit, diese erfordert jedoch das Öffnen der Motorhaube und das Anlegen von zwölf Volt Gleichstrom an zwei verschiedenen Punkten - ein Verfahren, das den meisten Besitzern unbekannt ist.
Die NHTSA hat seit 2018 bereits mehr als 140 Verbraucherbeschwerden zu Türproblemen bei verschiedenen Tesla-Modellen registriert, dazu kommen mehrere Todesfälle, die damit in Zusammenhang gebracht werden. Auch international wächst der Druck auf Tesla. China erwägt Berichten aus Sicherheitsgründen ein Verbot vollständig verdeckter Türgriffe. Von Holzhausen bestätigte, dass Tesla die Entwicklungen in China genau verfolgt und bereit sei, notwendige Änderungen vorzunehmen.
Das Problem verdeutlicht eine Schwachstelle in der Fahrzeugentwicklung: Crashtests messen zwar die Überlebensfähigkeit bei Aufprällen, nicht aber, ob Insassen das Fahrzeug danach schnell verlassen können. Die aktuelle Untersuchung der NHTSA betrifft zunächst 174.290 Model Y-Fahrzeuge aus dem Jahr 2021, könnte aber ausgeweitet werden.
Tesla ist nicht der einzige Hersteller mit elektronischen Türgriffen, jedoch haben die minimalistischen Designansätze des Unternehmens zu besonders kritischen Situationen geführt. Während traditionelle Fahrzeuge meist mechanische Backup-Systeme haben, die auch bei Stromausfall funktionieren, setzte Tesla lange Zeit auf rein elektronische Lösungen.
Was haltet ihr von Teslas elektronischen Türgriffen? Sollten Sicherheitsaspekte bei der Fahrzeuggestaltung Vorrang vor dem Design haben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Tesla muss handeln: Türgriffe werden überarbeitet
Tesla sieht sich in den USA mit einer bundesweiten Untersuchung der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA konfrontiert, nachdem neun Beschwerden von Eltern eingegangen sind, die ihre Kinder nicht aus dem Model Y befreien konnten. In vier Fällen mussten Eltern sogar Scheiben einschlagen, um wieder Zugang zu ihren Fahrzeugen zu erhalten. Die Probleme treten auf, wenn die elektronischen Türschlösser nicht ausreichend Spannung vom Fahrzeug erhalten.Besonders problematisch dabei: Die betroffenen Fahrzeuge zeigten zuvor keine Warnhinweise wie etwa eine schwache Batterieanzeige. Die häufigste Beschwerde betraf Situationen, in denen Eltern ihre Kinder auf den Rücksitz gesetzt hatten und anschließend das Fahrzeug nicht mehr von außen öffnen konnten. Laut Bloomberg arbeitet Tesla bereits an einer Lösung für diese kritischen Sicherheitsprobleme. Infografik: Teslas Wachstum steckt im Rückwärtsgang fest
Designchef kündigt Lösung an
Als Reaktion auf die Sicherheitsbedenken hat Tesla-Designchef Franz von Holzhausen eine grundlegende Überarbeitung der Türgriffe angekündigt. Demnach arbeitet das Unternehmen daran, die elektronischen und manuellen Türöffnungsmechanismen zu kombinieren, die derzeit an verschiedenen Stellen angebracht sind. "Die Idee, das elektronische und das manuelle System in einem Knopf zu vereinen, ergibt viel Sinn", erklärte von Holzhausen.Zwar verfügen Tesla-Fahrzeuge über interne manuelle Türöffnungen, diese können jedoch von kleinen Kindern nicht bedient werden. Auch von außen gibt es theoretisch eine manuelle Öffnungsmöglichkeit, diese erfordert jedoch das Öffnen der Motorhaube und das Anlegen von zwölf Volt Gleichstrom an zwei verschiedenen Punkten - ein Verfahren, das den meisten Besitzern unbekannt ist.
Die NHTSA hat seit 2018 bereits mehr als 140 Verbraucherbeschwerden zu Türproblemen bei verschiedenen Tesla-Modellen registriert, dazu kommen mehrere Todesfälle, die damit in Zusammenhang gebracht werden. Auch international wächst der Druck auf Tesla. China erwägt Berichten aus Sicherheitsgründen ein Verbot vollständig verdeckter Türgriffe. Von Holzhausen bestätigte, dass Tesla die Entwicklungen in China genau verfolgt und bereit sei, notwendige Änderungen vorzunehmen.
Das Problem verdeutlicht eine Schwachstelle in der Fahrzeugentwicklung: Crashtests messen zwar die Überlebensfähigkeit bei Aufprällen, nicht aber, ob Insassen das Fahrzeug danach schnell verlassen können. Die aktuelle Untersuchung der NHTSA betrifft zunächst 174.290 Model Y-Fahrzeuge aus dem Jahr 2021, könnte aber ausgeweitet werden.
Tesla ist nicht der einzige Hersteller mit elektronischen Türgriffen, jedoch haben die minimalistischen Designansätze des Unternehmens zu besonders kritischen Situationen geführt. Während traditionelle Fahrzeuge meist mechanische Backup-Systeme haben, die auch bei Stromausfall funktionieren, setzte Tesla lange Zeit auf rein elektronische Lösungen.
Was haltet ihr von Teslas elektronischen Türgriffen? Sollten Sicherheitsaspekte bei der Fahrzeuggestaltung Vorrang vor dem Design haben? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- NHTSA untersucht 174000 Tesla Model Y wegen defekter Türgriffe
- Eltern konnten in neun Fällen ihre Kinder nicht aus dem Fahrzeug befreien
- Elektronische Türschlösser funktionieren bei mangelnder Stromversorgung nicht
- Tesla-Designchef kündigt Kombination aus elektronischen und manuellen Griffen an
- Besonders problematisch ist, dass es keine Warnhinweise vor dem Ausfall gibt
- Seit 2018 wurden mehr als 140 Beschwerden zu Türproblemen registriert
- China erwägt aus Sicherheitsgründen ein Verbot verdeckter Türgriffe
Siehe auch:
- Totaler Misserfolg: Tesla gibt günstigste Cybertruck-Variante auf
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Thema:
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