Smartphone scrollen auf dem Klo erhöht Risiko für Hämorrhoiden
Das endlose Scrollen durch Social-Media-Apps auf dem Smartphone ist nicht nur schlecht für den Schlaf und das Stresslevel - es kann auch körperliche Folgen haben. Zumindest, wenn man dafür zu lange auf dem Klo sitzenbleibt.
In den USA leiden Schätzungen zufolge rund 4,4 Prozent der Bevölkerung darunter - Millionen von Arztbesuchen und hohe Gesundheitskosten sind die Folge. Warum Hämorrhoiden entstehen, ist bisher nicht vollständig geklärt. Bekannte Risikofaktoren sind schweres Heben, starkes Pressen beim Stuhlgang und langes Sitzen.
Genau hier kommt das Smartphone ins Spiel: Laut der Studie der Gastroenterologin Trisha Pasricha von der Harvard Medical School verbringen viele Menschen deutlich mehr Zeit auf der Toilette, seit sie dabei Nachrichten lesen oder soziale Medien nutzen.
Mediziner warnen daher vor den Folgen. "Es überrascht nicht, dass exzessives Scrollen auf der Toilette mit einer Verschlimmerung von Hämorrhoiden zusammenhängt", sagt Paul Johnson vom Methodist Cancer Institute in Memphis. Wer mehr als zehn bis 15 Minuten auf der Toilette verbringt, erhöht den Druck im Enddarm und damit die Gefahr von Schwellungen.
Neben dem Verzicht auf das Handy beim Toilettengang empfehlen Experten, ausreichend Wasser zu trinken und täglich 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe aufzunehmen, um den Stuhl weich zu halten. So lasse sich unnötiges Pressen vermeiden.
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Unangenehme Folgen
Eine neue Untersuchung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift PLOS One, legt nahe: Wer auf der Toilette regelmäßig zum Handy greift, steigert sein Risiko für Hämorrhoiden erheblich. Hämorrhoiden sind eigentlich normale Gefäßpolster im Enddarm, die dabei helfen, den Stuhlgang zu kontrollieren. Problematisch wird es, wenn diese Strukturen anschwellen. Dann kommt es häufig zu Schmerzen, Juckreiz und Blutungen.In den USA leiden Schätzungen zufolge rund 4,4 Prozent der Bevölkerung darunter - Millionen von Arztbesuchen und hohe Gesundheitskosten sind die Folge. Warum Hämorrhoiden entstehen, ist bisher nicht vollständig geklärt. Bekannte Risikofaktoren sind schweres Heben, starkes Pressen beim Stuhlgang und langes Sitzen.
Genau hier kommt das Smartphone ins Spiel: Laut der Studie der Gastroenterologin Trisha Pasricha von der Harvard Medical School verbringen viele Menschen deutlich mehr Zeit auf der Toilette, seit sie dabei Nachrichten lesen oder soziale Medien nutzen.
Zu lange auf dem Pott
Für die Untersuchung wurden 125 Erwachsene nach einer Darmspiegelung zu ihren Gewohnheiten befragt. 66 Prozent gaben an, ihr Handy regelmäßig im Bad zu benutzen. Die Auswertung zeigte: Diese Gruppe hatte ein um 46 Prozent erhöhtes Risiko für Hämorrhoiden - selbst nach Berücksichtigung von Faktoren wie Alter, Bewegung oder Ballaststoffzufuhr. Auffällig war auch, dass 37 Prozent der Smartphone-Nutzer länger als fünf Minuten auf der Toilette blieben, während dies nur sieben Prozent der Nicht-Nutzer taten.Mediziner warnen daher vor den Folgen. "Es überrascht nicht, dass exzessives Scrollen auf der Toilette mit einer Verschlimmerung von Hämorrhoiden zusammenhängt", sagt Paul Johnson vom Methodist Cancer Institute in Memphis. Wer mehr als zehn bis 15 Minuten auf der Toilette verbringt, erhöht den Druck im Enddarm und damit die Gefahr von Schwellungen.
Neben dem Verzicht auf das Handy beim Toilettengang empfehlen Experten, ausreichend Wasser zu trinken und täglich 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe aufzunehmen, um den Stuhl weich zu halten. So lasse sich unnötiges Pressen vermeiden.
Zusammenfassung
- Smartphone-Nutzung auf dem Klo erhöht Hämorrhoiden-Risiko um 46 Prozent
- Harvard-Studie zeigt Zusammenhang zwischen digitaler Ablenkung und längeren WC-Zeiten
- Zwei Drittel der Befragten nutzen ihr Handy regelmäßig während des Toilettengangs
- Langes Sitzen auf der Toilette erzeugt erhöhten Druck im Enddarmbereich
- Empfehlung der Experten: Toilettengang ohne Smartphone in unter 15 Minuten erledigen
- Ausreichend Wasser und 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe täglich schützen zusätzlich
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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