Microsoft vor Gericht: Klage wegen Ende des Windows-10-Supports

Ein Rechtsstreit bringt neues Feuer in die Debatte um das Ende von Windows 10: Nur drei Monate vor dem Support-Aus hat ein Nutzer Microsoft verklagt. Der Vorwurf: Der Konzern gefährdet wissentlich Nutzerdaten, um den Umstieg auf Windows 11 zu erzwingen.
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Microsoft vor Gericht

In wenigen Monaten läuft der Support für Windows 10 endgültig aus und Millionen Nutzer stehen vor der Wahl: Entweder auf Windows 11 umsteigen oder auf ein nicht mehr aktualisiertes System setzen. Microsoft empfiehlt den Wechsel nicht nur auf die aktuelle Windows-Version, sondern rät zugleich zu neuer Hardware - idealerweise zu sogenannten Copilot+-PCs, die auf KI-Funktionen zugeschnitten sind.

Klage wegen Ende des Windows-10-Supports

Windows 11 hat höhere Systemanforderungen, die ältere Rechner oft nicht erfüllen. Wer nicht umrüstet, könnte künftig nicht nur bei Sicherheitsupdates leer ausgehen, sondern auch bei der Kompatibilität mit aktuellen Spielen und bestimmten Funktionen, die schon jetzt unter Windows 10 eingeschränkt werden.


Während sich viele Betroffene auf den Umstieg vorbereiten, geht ein Nutzer nun juristisch gegen den Konzern vor. Der Kläger, Lawrence Klein, wirft Microsoft vor, durch das abrupte Ende des Supports "wissentlich" Nutzerdaten zu gefährden - das meldet das Online-Magazin Neowin.

In seiner Klageschrift heißt es, das Unternehmen wolle den Markt für KI-optimierte PCs dominieren, selbst auf Kosten der Datensicherheit. Besonders Unternehmen, die sensible Kundendaten speichern, seien durch ausbleibende Sicherheitsupdates einem erhöhten Risiko für Cyberangriffe ausgesetzt. Klein fordert, den Support für Windows 10 so lange zu verlängern, "bis die Zahl der Geräte unter ein vertretbares Niveau sinkt".

Mit anderen Worten: Die langfristige Geschäftsstrategie von Microsoft zur Sicherung seiner Marktführerschaft wird nicht nur die Datensicherheit der Microsoft-Kunden gefährden, sondern auch die von Personen, die möglicherweise gar keine Microsoft-Produkte verwenden.
Lawrence Klein
Ob er damit Erfolg hat, wird jetzt vor Gericht geklärt.

Hintergrund: Mehr als die Hälfte aller Windows-Nutzer verwendet Windows 10. Mit dem kostenlosen ESU-Angebot will Microsoft verhindern, dass ab Oktober über eine halbe Milliarde PCs ohne Sicherheitsupdates anfällig für Bedrohungen sind. Gleichzeitig sammelt das Unternehmen durch die Cloud-Synchronisation Nutzerdaten und bindet Anwender an das Microsoft-Ökosystem.

Mit dem nahenden Support-Ende rückt die Frage näher: Wird Microsoft den Druck auf Windows-10-Nutzer weiter erhöhen - oder am Ende doch einlenken? Was denkt ihr: Ist das Ende von Windows 10 überfällig oder ein unnötiges Risiko?

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Wann endet der Windows 10 Support?
Microsoft stellt den Support für Windows 10 am 14. Oktober 2025 ein. Dies betrifft die Editionen Home, Pro und Education. Ab diesem Zeitpunkt werden keine kostenlosen Updates mehr bereitgestellt - auch keine sicherheitsrelevanten Updates zum Schließen von Schwachstellen.

Nach dem Supportende soll es laut Microsoft nur noch im Rahmen eines kostenpflichtigen Abonnements für maximal drei weitere Jahre kritische und wichtige Sicherheitsupdates geben.
Welche Alternativen gibt es?
Das BSI empfiehlt als primäre Option ein Upgrade auf Windows 11, sofern die Hardware die Systemanforderungen erfüllt. Als Alternative können Nutzer auch zu einem Unix-basierten System wie MacOS oder zu einer Linux-Distribution wechseln.

Wichtig ist vor allem, dass das gewählte Betriebssystem weiterhin regelmäßige Sicherheitsupdates erhält. Die Entscheidung sollte rechtzeitig getroffen werden, um einen geordneten Umstieg zu ermöglichen.
Wie gefährlich ist weiterer Windows 10 Betrieb?
Die weitere Nutzung von Windows 10 nach dem Supportende birgt laut BSI-Expertin Nora Kluger "gravierende Sicherheitsrisiken". Ohne regelmäßige Sicherheitsupdates bleiben neu entdeckte Schwachstellen dauerhaft offen.

Solche Sicherheitslücken können von Angreifern aktiv ausgenutzt werden, um in Systeme einzudringen oder Schadsoftware einzuschleusen. Das BSI rät daher dringend davon ab, Windows 10 nach dem Supportende weiter im produktiven Einsatz zu nutzen.
Wie bereite ich den Systemwechsel vor?
Das BSI empfiehlt als wichtigsten ersten Schritt eine vollständige Datensicherung, idealerweise auf einer externen Festplatte. Dies beugt möglichem Datenverlust während der Migration vor.

Auf der Website des BSI finden Sie eine detaillierte Anleitung "Schritt für Schritt zur Datensicherung" sowie weitere Tipps zum Basisschutz. Der Wechsel sollte frühzeitig geplant werden, um Zeitdruck zu vermeiden.
Welche Windows 10 Versionen sind betroffen?
Das Supportende betrifft die am weitesten verbreiteten Windows 10 Editionen Home, Pro und Education. Diese Versionen werden ab Oktober 2025 keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr erhalten.

Für spezielle Editionen wie Enterprise oder Education könnten abweichende Supportzeiträume gelten. Nutzer sollten ihre konkrete Windows-Version überprüfen und sich über deren spezifisches Supportende informieren.
Ist ein Upgrade auf Windows 11 kostenlos?
In den vorliegenden Quellen werden keine konkreten Aussagen zu den Kosten eines Windows 11 Upgrades gemacht. Microsoft hatte bisher kostenlose Upgrades für kompatible Systeme angeboten.

Entscheidend ist vor allem, ob Ihr PC die Systemanforderungen für Windows 11 erfüllt. Falls nicht, müssen Sie entweder Hardware nachrüsten oder auf Alternativen wie Linux ausweichen.
Wie viel Zeit bleibt für die Umstellung?
Bis zum Supportende am 14. Oktober 2025 bleiben noch etwa sechs Monate Zeit. Das BSI empfiehlt ausdrücklich, die Migration frühzeitig zu planen und durchzuführen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten.

Die verbleibende Zeit sollte für Systemchecks, Datensicherungen und die sorgfältige Auswahl des neuen Betriebssystems genutzt werden. Bei Unternehmen ist zusätzliche Zeit für Mitarbeiterschulungen einzuplanen.
Zusammenfassung
  • Microsoft beendet bald den Support für Windows 10 für Millionen Nutzer
  • Windows 11 erfordert neuere Hardware, die viele bestehende Geräte nicht haben
  • Etwa 400 Millionen Geräte laufen weltweit noch mit Windows 10
  • Nutzer Lawrence Klein klagt gegen Microsoft wegen Gefährdung der Daten
  • Klein fordert Support-Verlängerung, bis weniger Geräte betroffen sind
  • Microsoft empfiehlt den Umstieg auf Windows 11 und neue KI-optimierte Hardware

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