Meta soll Pornos per Torrent geklaut und für KI-Training genutzt haben

In einem brisanten Urheberrechtsstreit gerät Meta, der Mutter­kon­zern von Facebook und Instagram, stärker unter Druck. Um seine KI zu trainieren, soll der Konzern nicht nur Bücher, sondern auch Por­no­gra­phie im BitTorrent-Netzwerk geteilt haben.
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Hilfe für Buchautoren

In einem Gerichtsverfahren geht es eigentlich um die Anschuldigungen von Buchautoren, die Meta vorwarfen, zum Training seiner KI-Modelle über 81 Terabyte an Daten aus sogenannten "Schattenbibliotheken" heruntergeladen zu haben. Da dies über BitTorrent erfolgte, wurden die Inhalte parallel auch wieder an andere Interessenten hochgeladen - und damit illegal verbreitet. Nun liefert eine Klage des Porno-Unternehmens Strike 3 Holdings möglicherweise neue Beweise in dem Fall.

Die Firma ist Betreiber mehrerer hochfrequentierter Erwachsenenportale. In ihrer Klage wird behauptet, Meta habe seit mindestens 2018 über BitTorrent auch urheberrechtlich geschützte Pornofilme des Unternehmens heruntergeladen und verbreitet - und das teils über Monate hinweg, berichtete das Magazin TorrentFreak.


Die IP-Adressen, über die die Datenübertragungen liefen, lassen sich laut Strike 3 Holdings teilweise direkt Meta zuordnen - einige seien sogar einem Mitarbeiter des Unternehmens zugeordnet worden. Zudem habe Meta versucht, seine Aktivitäten zu verschleiern, etwa durch den Einsatz von sechs Virtual Private Clouds, die eine Art Tarnnetzwerk bilden sollen. Eine Analyse soll deutliche Parallelen zu anderen bekannten IP-Adressen des Konzerns aufweisen.

Meta will prüfen

Strike 3 Holdings wirft Meta vor, gezielt beliebte Filme unmittelbar nach der Veröffentlichung heruntergeladen und wieder verteilt zu haben. Ziel sei es gewesen, durch das sogenannte "Tit-for-Tat"-Prinzip von BitTorrent schneller andere Inhalte zu erhalten - darunter möglicherweise auch Daten für das Training von Künstlicher Intelligenz. Dies könnte auch erklären, warum Meta trotz gegenteiliger Behauptungen in einem früheren Verfahren offenbar weiterhin aktiv Inhalte verbreitete.

Strike 3 Holdings fordert nun umfangreiche Schadenersatzzahlungen und ein dauerhaftes Verbot für Meta, weiterhin Inhalte des Unternehmens zu nutzen oder in KI-Systeme einzuspeisen. Zudem müsse Meta sämtliche unrechtmäßig genutzten Videos aus bestehenden KI-Modellen entfernen. Meta selbst erklärte gegenüber dem Magazin Ars Technica, man prüfe die Vorwürfe, halte sie jedoch für unbegründet. Weitere Stellungnahmen stehen derzeit noch aus.

Zusammenfassung
  • Meta soll über BitTorrent 81 Terabyte Daten für KI-Training geteilt haben
  • Der Konzern wird beschuldigt, neben Büchern auch Pornos illegal verbreitet zu haben
  • Porno-Unternehmen Strike 3 Holdings hat Klage gegen Meta eingereicht
  • IP-Adressen sollen direkt zu Meta und sogar zu einem Mitarbeiter führbar sein
  • Meta nutzte angeblich sechs Virtual Private Clouds zur Verschleierung
  • Durch BitTorrents 'Tit-for-Tat'-Prinzip wollte Meta schneller Daten erhalten
  • Strike 3 fordert Schadenersatz und Entfernung der Inhalte aus KI-Modellen

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