Bücher per BitTorrent "besorgt":
Meta wegen KI-Trainings vor Gericht
Ein Streit zwischen mehreren Autoren und Meta hat sich inzwischen zu einem klassischen Filesharing-Verfahren entwickelt. Der Social-Media-Konzern muss sich dafür verantworten, Bücher per BitTorrent heruntergeladen und verbreitet zu haben.
Richter Vince Chhabria entschied, dass dieser Aspekt des Falls weiterverhandelt wird. Für den 11. Juli ist ein Treffen angesetzt, bei dem Meta und die Klägerseite das weitere Vorgehen abstimmen sollen. Zwar deutete Chhabria an, dass es den Autoren schwerfallen dürfte, diesen Punkt zu gewinnen - insbesondere wegen unzureichender Beweislage -, dennoch wies er Metas Argument zurück, dass das Torrenting "irrelevant" für die Fair-Use-Prüfung sei.
Laut Gericht könnte das Herunterladen von über 80 Terabyte an Büchern aus der Schattenbibliothek LibGen zumindest in mehrfacher Hinsicht relevant sein. So könnte der Umstand, dass Meta offenbar nach gescheiterten Lizenzverhandlungen bewusst auf Piraterie ausgewichen ist, ein Indiz für "bad faith", also unredliches Verhalten, darstellen. Das wiederum könnte den Charakter der Nutzung negativ beeinflussen - ein zentrales Kriterium in Fair-Use-Abwägungen.
Chhabria stellte zudem klar, dass das Herunterladen der Bücher nicht losgelöst vom eigentlichen Zweck - dem KI-Training - betrachtet werden könne. Da das Trainieren der Llama-Modelle als "hochgradig transformativ" gelte, sei auch der Datenerwerb unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten.
Siehe auch:
Buch-Nutzung grundsätzlich erlaubt
Im Rechtsstreit zwischen Meta und 13 Autoren, darunter die Komikerin Sarah Silverman und der Pulitzer-Preisträger Junot Díaz, hat das US-Unternehmen immerhin einen Etappensieg errungen. Ein Bundesrichter wies den Hauptteil der Klage wegen der Nutzung urheberrechtlich geschützter Bücher zum Training von Metas KI-Modell Llama zurück. Somit bleiben noch die Vorwürfe übrig, nach denen Meta die Werke per BitTorrent beschafft hat, wie Ars Technica berichtet.Richter Vince Chhabria entschied, dass dieser Aspekt des Falls weiterverhandelt wird. Für den 11. Juli ist ein Treffen angesetzt, bei dem Meta und die Klägerseite das weitere Vorgehen abstimmen sollen. Zwar deutete Chhabria an, dass es den Autoren schwerfallen dürfte, diesen Punkt zu gewinnen - insbesondere wegen unzureichender Beweislage -, dennoch wies er Metas Argument zurück, dass das Torrenting "irrelevant" für die Fair-Use-Prüfung sei.
Laut Gericht könnte das Herunterladen von über 80 Terabyte an Büchern aus der Schattenbibliothek LibGen zumindest in mehrfacher Hinsicht relevant sein. So könnte der Umstand, dass Meta offenbar nach gescheiterten Lizenzverhandlungen bewusst auf Piraterie ausgewichen ist, ein Indiz für "bad faith", also unredliches Verhalten, darstellen. Das wiederum könnte den Charakter der Nutzung negativ beeinflussen - ein zentrales Kriterium in Fair-Use-Abwägungen.
Offene Fragen
Zudem könnte es problematisch für Meta werden, falls sich beweisen ließe, dass das Torrenting indirekt Schattenbibliotheken unterstützt oder finanziell gestärkt hat. Zwar liegen dazu bislang keine stichhaltigen Beweise vor, doch das Verfahren ist in diesem Punkt bislang nicht abgeschlossen.Chhabria stellte zudem klar, dass das Herunterladen der Bücher nicht losgelöst vom eigentlichen Zweck - dem KI-Training - betrachtet werden könne. Da das Trainieren der Llama-Modelle als "hochgradig transformativ" gelte, sei auch der Datenerwerb unter diesem Gesichtspunkt zu bewerten.
Zusammenfassung
- Meta muss sich wegen BitTorrent-Downloads von Büchern vor Gericht verantworten
- US-Richter ließ Klage zu Bücherbeschaffung per BitTorrent für KI-Training zu
- 80 Terabyte Bücher aus Schattenbibliothek LibGen könnten als Beweismittel dienen
- Unredliches Verhalten könnte Fair-Use-Bewertung für Meta negativ beeinflussen
- Indirekte Unterstützung von Schattenbibliotheken wird als mögliches Problem gesehen
- KI-Training selbst gilt laut Richter als hochgradig transformative Nutzung
Siehe auch:
Thema:
BitTorrent-Clients als Download
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