Einmalige Impfung: HIV könnte den Schrecken bald komplett verlieren
Der AIDS-Verursacher HIV könnte in Kürze seinen Schrecken komplett verlieren. Schon heute ist eine Infektion kein Todesurteil mehr, nun aber steht eine Impfung im Raum, die bereits nach einer Dosis zur Immunität führen könnte.
Die entscheidende Innovation besteht aus zwei miteinander kombinierten Wirkverstärkern, die zu einer deutlich erhöhten Produktion und Vielfalt von Antikörpern führten. Im Zentrum der Studie, die in Science Translational Medicine veröffentlicht wurde, stand die Kombination des bewährten Adjuvans Alum (Aluminiumhydroxid) mit einem neueren Wirkstoff namens SMNP.
Letzterer basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen aus der Rinde des chilenischen Seifenrindenbaums und enthält zusätzlich eine entzündungsfördernde Komponente. Die Verbindung beider Adjuvanzien sorgte dafür, dass der Impfstoff - ein HIV-Protein namens MD39 - gezielt in den Lymphknoten der Versuchstiere angereichert und dort bis zu 28 Tage lang gespeichert wurde.
Die Hoffnung der Wissenschaftler: Diese erhöhte Vielfalt könnte langfristig die Bildung sogenannter breit neutralisierender Antikörper fördern - ein entscheidender Schritt in Richtung eines effektiven HIV-Impfstoffs, der verschiedene Virusvarianten abdeckt.
Weiterhin betonen die Studienleiter J. Christopher Love (MIT) und Darrell Irvine (Scripps), dass dieser Ansatz auch für andere proteinbasierte Impfstoffe - etwa gegen Influenza oder SARS-CoV-2 - geeignet sei. Die Kombination der beiden gründlich erforschten Adjuvanzien könnte künftig eine kostengünstige und lang anhaltende Immunisierung mit nur einer Impfdosis ermöglichen.
Siehe auch:
Doppelt verstärkt
Ein Forscherteam des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des Scripps Research Institute haben diese neuartige Impfstrategie entwickelt. Die derzeitigen Forschungsergebnisse sind vielversprechend - zumindest, wenn man eine Maus ist. Denn bei dieser führte eine einzige Dosis zu einer starken Immunreaktion, die eine Infektion verhindert, berichtet Science Daily.Die entscheidende Innovation besteht aus zwei miteinander kombinierten Wirkverstärkern, die zu einer deutlich erhöhten Produktion und Vielfalt von Antikörpern führten. Im Zentrum der Studie, die in Science Translational Medicine veröffentlicht wurde, stand die Kombination des bewährten Adjuvans Alum (Aluminiumhydroxid) mit einem neueren Wirkstoff namens SMNP.
Letzterer basiert auf natürlichen Inhaltsstoffen aus der Rinde des chilenischen Seifenrindenbaums und enthält zusätzlich eine entzündungsfördernde Komponente. Die Verbindung beider Adjuvanzien sorgte dafür, dass der Impfstoff - ein HIV-Protein namens MD39 - gezielt in den Lymphknoten der Versuchstiere angereichert und dort bis zu 28 Tage lang gespeichert wurde.
Auch für andere Viren
Diese verlängerte Präsenz des Antigens in den Lymphknoten ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung der B-Zellen mit dem fremden Eiweiß. Innerhalb sogenannter Keimzentren durchlaufen die B-Zellen dort zahlreiche Mutationen, um hochspezifische Antikörper zu erzeugen. Die Forscher stellten fest, dass die Mäuse, die beide Adjuvanzien erhielten, zwei- bis dreimal mehr unterschiedliche B-Zell-Typen entwickelten als jene mit nur einem Wirkverstärker.Die Hoffnung der Wissenschaftler: Diese erhöhte Vielfalt könnte langfristig die Bildung sogenannter breit neutralisierender Antikörper fördern - ein entscheidender Schritt in Richtung eines effektiven HIV-Impfstoffs, der verschiedene Virusvarianten abdeckt.
Weiterhin betonen die Studienleiter J. Christopher Love (MIT) und Darrell Irvine (Scripps), dass dieser Ansatz auch für andere proteinbasierte Impfstoffe - etwa gegen Influenza oder SARS-CoV-2 - geeignet sei. Die Kombination der beiden gründlich erforschten Adjuvanzien könnte künftig eine kostengünstige und lang anhaltende Immunisierung mit nur einer Impfdosis ermöglichen.
Zusammenfassung
- Einmalige HIV-Impfung mit zweifachem Wirkverstärker zeigt Erfolg bei Mäusen
- Kombination aus Aluminiumhydroxid und pflanzlichem SMNP verstärkt Immunantwort
- HIV-Protein wird bis zu 28 Tage in Lymphknoten der Versuchstiere gespeichert
- Geimpfte Mäuse entwickelten zwei- bis dreimal mehr verschiedene B-Zell-Typen
- Ansatz könnte auch für Impfstoffe gegen Influenza und SARS-CoV-2 geeignet sein
- Hoffnung auf kostengünstige Einmalimpfung mit breiter Wirkung gegen Virusvarianten
Siehe auch:
- HIV: Fünfter Patient weltweit wurde nun offiziell als geheilt eingestuft
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- Nvidias Tesla bringt Durchbruch in AIDS-Forschung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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