Europa rüstet auf, bekommt gleich mehrere neue Angriffsdrohnen
Europa rüstet bei Drohnentechnologie auf: Der Rüstungskonzern MBDA entwickelt ein "Shahed-artiges" Einweg-Drohnenangriffssystem, während Anduril und Rheinmetall ihre Kräfte für weitere europäische Drohnenvarianten bündeln.
Einerseits präsentierte der europäische Rüstungskonzern MBDA auf der Paris Air Show 2025 seinen neuen "One-Way Effector" - eine Einweg-Angriffsdrohne, die stark von den in der Ukraine eingesetzten iranischen Shahed-Drohnen inspiriert wurde. Parallel dazu haben der US-Verteidigungstechnologiekonzern Anduril und der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Drohnen für Europa bekannt gegeben.
Wie The Warzone und Reuters berichten, werden die beiden Unternehmen gemeinsam europäische Varianten von Andurils Barracuda- und Fury-Drohnen entwickeln. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, eine "souveräne Fähigkeit in Deutschland und Europa" zu schaffen.
Das MBDA-System soll primär dazu dienen, gegnerische Luftabwehrsysteme zu übersättigen und zu erschöpfen, indem es in großen Schwärmen eingesetzt wird. Die strahlgetriebene Drohne wird allerdings eine Geschwindigkeit von rund 400 km/h erreichen - sie wird damit deutlich schneller als die propellergetriebene Shahed mit etwa 185 km/h sein - und kann eine 40-Kilogramm-Nutzlast über eine Distanz von 500 Kilometern transportieren.
Bemerkenswert ist der industrielle Ansatz: MBDA plant, monatlich bis zu 1000 Einheiten zu produzieren - eine für die Rüstungsindustrie außergewöhnlich hohe Zahl. Zum Vergleich: Von der Mistral-Flugabwehrrakete werden monatlich nur etwa 40 Stück hergestellt. Um diese ambitionierten Produktionsziele zu erreichen, kooperiert MBDA mit einem französischen Automobilhersteller.
Anduril und Rheinmetall bündeln ihre Kräfte für zwei durchaus stark unterschiedliche Systeme: Die Barracuda ist als kostengünstige, schnell zu bauende und leicht in großen Mengen zu startende Drohne konzipiert, die wie ein Marschflugkörper eingesetzt werden kann. Die Fury hingegen ist eine teurere, allerdings Stealth-fähige Langstreckendrohne für Kampf- und Überwachungseinsätze.
Die Partnerschaft wird sich auch auf die Produktion von Feststoffraketenmotoren konzentrieren, die für Raketen und Flugkörper verwendet werden - ein Bereich, in dem Europa derzeit Kapazitätsengpässe hat.
Was meint ihr zu diesen neuen Drohnenentwicklungen? Sollte Europa mehr in solche Technologien investieren, um unabhängiger zu werden? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Europa rüstet auf, vor allem in der Luft
Der Ukraine-Krieg hat die europäische Verteidigungsindustrie grundlegend verändert. Besonders im Bereich der Drohnentechnologie zeichnen sich aktuell zwei bedeutende Entwicklungen ab, die Europas militärische Fähigkeiten erheblich erweitern könnten.Einerseits präsentierte der europäische Rüstungskonzern MBDA auf der Paris Air Show 2025 seinen neuen "One-Way Effector" - eine Einweg-Angriffsdrohne, die stark von den in der Ukraine eingesetzten iranischen Shahed-Drohnen inspiriert wurde. Parallel dazu haben der US-Verteidigungstechnologiekonzern Anduril und der deutsche Rüstungsriese Rheinmetall ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Drohnen für Europa bekannt gegeben.
Wie The Warzone und Reuters berichten, werden die beiden Unternehmen gemeinsam europäische Varianten von Andurils Barracuda- und Fury-Drohnen entwickeln. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, eine "souveräne Fähigkeit in Deutschland und Europa" zu schaffen.
Das MBDA-System soll primär dazu dienen, gegnerische Luftabwehrsysteme zu übersättigen und zu erschöpfen, indem es in großen Schwärmen eingesetzt wird. Die strahlgetriebene Drohne wird allerdings eine Geschwindigkeit von rund 400 km/h erreichen - sie wird damit deutlich schneller als die propellergetriebene Shahed mit etwa 185 km/h sein - und kann eine 40-Kilogramm-Nutzlast über eine Distanz von 500 Kilometern transportieren.
Bemerkenswert ist der industrielle Ansatz: MBDA plant, monatlich bis zu 1000 Einheiten zu produzieren - eine für die Rüstungsindustrie außergewöhnlich hohe Zahl. Zum Vergleich: Von der Mistral-Flugabwehrrakete werden monatlich nur etwa 40 Stück hergestellt. Um diese ambitionierten Produktionsziele zu erreichen, kooperiert MBDA mit einem französischen Automobilhersteller.
Anduril und Rheinmetall bündeln ihre Kräfte für zwei durchaus stark unterschiedliche Systeme: Die Barracuda ist als kostengünstige, schnell zu bauende und leicht in großen Mengen zu startende Drohne konzipiert, die wie ein Marschflugkörper eingesetzt werden kann. Die Fury hingegen ist eine teurere, allerdings Stealth-fähige Langstreckendrohne für Kampf- und Überwachungseinsätze.
Die Partnerschaft wird sich auch auf die Produktion von Feststoffraketenmotoren konzentrieren, die für Raketen und Flugkörper verwendet werden - ein Bereich, in dem Europa derzeit Kapazitätsengpässe hat.
Lehren aus dem Ukraine-Krieg
Beide Rüstungsvorhaben verdeutlichen, wie stark der Ukraine-Krieg die Denkweise in der europäischen Verteidigungsindustrie verändert hat. Die massenhaften Angriffe mit Shahed-Drohnen auf ukrainische Städte haben gezeigt, wie effektiv kostengünstige Drohnenschwärme sein können, um gegnerische Luftabwehrsysteme zu überlasten und wertvolle Abwehrressourcen zu binden - auch die aktuelle Eskalation zwischen Israel und dem Iran zeigt, wie wichtig Drohnenkriegsführung mittlerweile ist.Was meint ihr zu diesen neuen Drohnenentwicklungen? Sollte Europa mehr in solche Technologien investieren, um unabhängiger zu werden? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- MBDA entwickelt 400 km/h schnellen 'One-Way Effector' für Schwärmangriffe
- Europäische Drohne kann 40-Kilogramm-Nutzlast über 500 Kilometer transportieren
- MBDA plant monatliche Produktion von 1000 Einheiten
- Anduril und Rheinmetall entwickeln gemeinsam europäische Drohnenvarianten
- Barracuda-Drohne als kostengünstige Option für Masseneinsätze konzipiert
- Fury-Drohne als Stealth-fähige Langstreckendrohne für Kampfeinsätze
- Der Ukraine-Krieg zeigt die Wirksamkeit von Drohnenschwärmen gegen die Luftabwehr
Siehe auch:
- "Vorbild" Ukraine: Israel griff Iran mit im Land versteckten Drohnen an
- Nokia, Nvidia & Co starten Projekt: Drohnen für Schutz von Infrastruktur
- In Lkws versteckte Drohnen: Ukraine trifft Russlands Bomber-Herz
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Thema:
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